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-Johanna-s Blog

Urlaub letzter Teil - Cascades, Roslyn und back to Seattle

16.11.2010 | Bilder30 | Kommentare0 | USA  - Roslyn, Washington
Dienstag morgen (vorletzter Tag *schnief*) hieß es dann erstmal rumgegammelt bis 10 Uhr, weil ja die Geschäfte in der Shopping Mall vorher nich aufmachen ^^...

...Also nochmal nach der Wanderroute geschaut, gefrühstückt, mal geguckt ob nich doch schon ein Laden auf hat ;) und natürlich den obligatorischen Kaffee bei Starbucks geholt.

Dann praktisch als Erste den Jeansladen gestürmt (endlich Wrangler Jeans für 5 Dollar^^) und nochmal bei Nike und Adidas reingeschaut (auch nich billiger als im normalen Laden) und dann hat ich auch schon die Nase voll^^ Naja, für Schuhe und Handtaschen war eh kein Platz mehr im Koffer…

Zum Abschluss gabs noch einen Rocky Mountain Choclate Factory Pecan Apfel (so viel Schokolade und Nüsse und Karamell auf einem Apfel – tödlich) und dann gings zurück auf die I-90 Richtung Cascades.

Ich hatte bei google earth den „Twin Lake Trail“ rausgesucht, der einen super Blick auf die Cascades und Mount Rainier versprach, an 2 hübschen Bergseen enden sollte und, vor allem, mit Schwierigkeitskategorie 2 von 10 bewertet wurde. Also ganz entspannter Spaziergang.

Die erste Schwierigkeit war wieder einmal, der Wegbeschreibung aus dem Internet zu folgen, die doch sehr frei an die Realität angelehnt war und über Forstwege führte, die dem Käfer wiedermal alles abverlangten. Schotter und Steigung und nochmal Schotter und das ganze immer weiter und immer höher. Naja, als ich auch schon fast aufgegeben hatte war da doch endlich ein Parkplatz. Und die nächste unangenehme Überraschung – trotz schönstem Wetter stand das Käferchen allein im Wald. Keine Wanderer. Kein gutes Zeichen. Im Nachhinein weiß man, warum^^

Der Trail hieß auch plötzlich nicht mehr Twin Lake Trail, sondern Mount Margaret Trail…komisch. An einem anderen Trailhead, der zu unserer Wegbeschreibung passen könnte, waren wir allerdings auch nicht vorbeigekommen. Und Wandern ist Wandern, also erstmal los, ist ja egal was das fürn Trail ist.

Der Witz des Tages war die Schwierigkeitsstufe 2 von 10, denn es ging wirklich einfach nur bergauf. So richtig. Nach den ersten hundert Metern war man außer Puste und nach zwanzig Minuten fingen die Waden an zu krampfen. Da waren die ersten beiden Touren echt angenehm, da gings wenigstens in Switchbacks langsam aufwärts und nicht kontinuierlich steil rauf… ich war jedenfalls sacknass und außer Puste und schon fast ein bisschen angepisst^^

Das war dann aber auch egal als der Weg zum schmalen Trampelpfad durch Heidelbeergestrüpp und kleine Büsche wurde und man plötzlich allein genau in der Landschaft stand, in der im Film immer ein Bär um die nächste Ecke kommt. Und auf dem ganzen Scheiß Trail, ich glaub auf dem ganzen blöden Berg, war niemand. Außer ein Bär vielleicht^^ Naja, war jedenfalls nicht so die erste Wahl zum entspannten Wandern und erst recht nicht zum Lunch aus dem Rucksack holen.

Der Aufstieg ließ schon schlimmes ahnen, aber bis man oben ist hat man ja irgendwie doch noch Hoffnung^^ Naja, jedenfalls standen wir am Ende ziemlich fertig ganz oben auf dem Berg, um festzustellen, dass dort oben nichts ist außer Wald. Und ohh, da gibt es auch zwei Seen. Wenn man auf der anderen Seite wieder runtergeht. Nochmal komplett ins Tal, um dann über den gleichen ollen Berg wieder zurückzukraxeln zum Auto? Nee. Muss nich sein. Also den gleichen doofen steilen Bärenpfad wieder zurück und im Auto gegessen. Ein Positives hatte es: die Hälfte vom Schokoapfel ist in Energie umgewandelt worden und nicht auf den Hüften gelandet^^ Und das Wetter war schön. Und man hat nochmal Mount Rainier gesehen. Immerhin.

Mit kochenden Füßen, durchgeschwitzt und ziemlich müde gings dann den Rest des angefangenen Tages in Roslyn verbringen. Auch ein Tipp meines merkwürdigen Mitbewohners. Das Kaff war zwar auf Western gemacht, aber ziemlich tot. Nicht wirklich umwerfend. Sogar die Kaffees hatten zu. Also wieder zurück ins Auto und noch ein Stück weiter nach Cle Elum. Auch hier wars nicht wirklich besser. Also ab auf den Heimweg. Möglichst ein Motel in der Nähe von Seattle suchen, damit wir morgen noch ne Abschluss-Stadtrunde drehen können.

Erstmal Glück gehabt, dass wir überhaupt wieder zurückgekommen sind, weil die mal einfach die Interstate wegen ner Sprengung dichtgemacht haben. zum Glück erst nach uns^^

Dann etwas zu spät angefangen mit der Motelsuche und etwas zu dicht an Seattle rangekommen. Am Ende sind wir in Sammamish gelandet. Allerdings gabs von der Interstate aus drei Abfahrten in die Stadt. Erstmal die falsche genommen und natürlich nur ins Wohngebiet gekommen, ewig nach einem Motel gesucht und absolut nichts gefunden. Mittlerweile wars dunkel und ich war sooo müde.

Zurück auf die I-90 und nächste Abfahrt genommen. Zu irgendeinem Holiday Inn gefahren. Drin gefragt und fast umgefallen. Die wollten über 100 Dollar für ein Zimmer, plus 10 Dollar zum Parken. Ohne Frühstück. Einmal quer über die Straße zum Motel-6. Die waren auch teuer und wollten 10 Dollar fürs Parken, aber ich hatte die Schnauze voll, also hier ein Zimmer genommen. Ein gutes hatte es: Direkt davor war ein Ihop, und es gab Pancakes zum Frühstück^^ Allerdings wollte ich nicht auf der Karte schon sehen, wie viel kilocalorien mein Essen hat^^.

Am letzten Tag gings dann nach Seattle zurück, nochmal eine Stadtrunde drehen, ein paar Souveniers kaufen und und und… Außerdem wollte ich abends nochmal auf der Space needle essen gehen – mit schick und ganz lecker und toller Aussicht. Also ein Motel in der Nähe der Space needle gesucht (das war nicht mal so teuer wie erwartet, wenn man vorher in nem Hotel gefragt hat, wo das Zimmer 150 Dollar plus Parkgebühr kosten sollte^^). Die hatten sogar n Whirlpool und n Fitnessstudio, natürlich kostenlos, und ich hatte natürlich weder Zeit noch Motivation für eins davon ^^. Den Nachmittag dann mit gewichtsbewusstem Kofferpacken verbracht (20kg sind blöd ohne Waage^^). Und schick gemacht.

Und dann zur Space needle, essen. Erst natürlich nochmal ganz hoch und Seattle-bei-Nacht-Fotos machen. Und dann ins Restaurant. Das unglaublich voll war. Aber auch super schick. Und es dreht sich, sodass man mal jeden Teil der Skyline sieht^^ Essen war auch toll. Insgesamt – kann man mal machen.

Dann hieß es nochmal so gut wie möglich ausschlafen, morgens Henkersmahlzeit, dann zum Flughafen, den Käfer wieder abgeben (ich hab ihn schon n bisschen lieb gehabt), warten, einchecken, warten, Sicherheitscheck, warten, essen, warten, Starbucks, warten, rein in den Flieger, warten, 7 Stunden Flug ohne Aufstehen, raus ausm Flieger, in Island wieder Sicherheitscheck, rein in den Flieger, und nochmal 3,5 Stunden Flug (ohne Aufstehen, der Kerl neben mir hatte n furchtbares Parfum, und es war verdammt kalt) und dann noch von Frankfurt nach Hause. Zum Glück wollte der Zoll nicht auch noch was, da hätt ich keine Nerven mehr für gehabt.

Und dann gings erstmal ins Bettchen, schlafen. Und ich muss sagen: der Jetlag nach Hause ist viel, viel beschissener. Konnte eine Woche lang nicht durchschlafen und war einfach nur verdammt müde. Aber auch das geht vorbei^^

So, und nun bin ich schon seit 5 Wochen wieder in good old Germany und schon voll im Unistress. Das heißt: das hier ist fürs erste der letzte Blogeintrag. Die drei Monate waren ne tolle Erfahrung (der Urlaub war natürlich das Beste^^), aber erstmal reichts dann auch. Respekt vor allen, die das über Jahre machen, ich könnts nich. Mir geht’s halt zu gut Zuhause ;)

Danke an alle, die hier immermal reingeschaut und mitgelesen haben, hab mich immer gefreut wenn mal Kommentare kamen :) Und für alle, die die langen Texte zu sehr abschrecken: ihr könnt ja wenigstens die Bilder anschauen^^ Ganz viele Grüße und bye bye –fürs erste.

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