...als große Schwester von den Jungs akzeptiert. Um genau zu sein bin ich Au-Pair, passe also auf die zwei Jungs auf, im Alter von 5 und 7. Mit der Familie wohne ich hier in einem Haus direkt am Strand, superschön. Da treffe ich mich mit Freunden auch schon mal gern dort um den Sonnenuntergang anzugucken und in der Beachbox (wie ein größerer Schuppen mit Sitzgelegenheiten direkt am Wasser) ein Glas Wein zu trinken. Nebenbei bemerkt bin ich auch sehr stolz auf mein Auto dass mir die Familie hier stellt und womit ich also auch flexibel bin!
In der Woche stehe ich mit den Kindern morgens auf, wir frühstücken und dann bringe ich sie zur Schule. Manchmal begleite ich sie auch zu Exkursionen, wie Schwimm- oder Strandexkursionen. Jeden Freitag haben sie eine morgendliche Versammlung in der Schule, typisch englisch (hier tragen auch alle Schuluniformen), dort gibt es die neuesten Informationen, die Schüler der Woche werden ausgezeichnet und sie singen gemeinsam.
Am Wochenende oder abends in der Woche bin ich dann meistens mit Freunden unterwegs. Direkt das erste Wochenende, als ich hier ankam war ich mit Anna (deutsch) und Sanne(niederländisch) zum Feiern in Melbourne! Dort schliefen wir im Apartment von Sanne´s Gasteltern, im 16.Stock! Was für ein Ausblick! Lee (englisch) kam auch noch dazu und wir sind mit Taxi von Club zu Club gefahren. Das war ein toller Abend!
Ein weiteres Wochenende bin ich mit den Mädels nach Geelong gefahren, wo wir unsere Flaggen auf die Wangen gemalt haben um Europa beim Fahrradrennen zu vertreten! Wir vertraten: Deutschland, Italien und Holland und haben unsere Radfahrer kräftig angefeuert!
Ein ganz besonderes Highlight war auch mein Trip in die Wüste Australiens, zusammen mit Anne! Wir flogen mit Tigerairways nach Alice Springs, wurden vom Flughafen per Shuttle abgeholt und sahen uns erst mal die Stadt an. Viel zu sehen gab´s da nicht, aber kurz bevor die Sonne unterging, erfuhren wir von einem Aussichtspunkt auf einem Hügel von wo aus man die ganze Stadt sehen kann. Also sind wir dort in letzter Minute hin und es hat sich tatsächlich gelohnt.
Morgens 6 Uhr des nächstens Tages wurden wir zu unserem Wüstentrip abgeholt, es war schon Regenzeit, also mehr Grün als Wüste, aber es war trotzdem verlassen. Auf der Fahrt sahen wir das eine oder andere Auto, das dort den Geist aufgegeben hatte und waren froh über unseren Tourbus. Ein bisschen leid tat mir der Guide, der auch unser Fahrer war, er war echt cool, aber wir waren alle noch so müde, dass wir weder zum reden noch zu spielen irgenwie aufgelegt waren. Das änderte sich dann aber im Laufe des Tages, als wir nachmittags zu den Olgas (Kata Tjuta) kamen und dort wanderten! Zwischen den Felsen hatte man Ausblicke aus einem Märchen^^
Anschließend sahen wir uns den Sonnenuntergang am Ayers Rock (Uluru) an. Es sah aus als würde von dem sowieso schon rötlichen Gestein wie ein rotes Leuchten ausgehen…
Geschlafen haben wir nachts in Swags. Das muss man sich vorstellen wie übergroße Schlafsäcke(da hat man seinen eigenen Schlafsack mit reingenommen) die man vollständig verschließen konnte und die bereits Matten integriert hatten. Auch unsere Schuhe haben wir in diese Swags mit hineingenommen, da die sonst von Dingos geklaut werden könnten.
Nun ist es ja nicht so, dass ich Angst vor Spinnen habe…aber Anne und ich waren natürlich voll ausgerüstet und haben direkt mit Insektennetzen auf den Köpfen geschlafen, nur für alle Fälle ;) den Sternenhimmel konnten wir trotzdem gut sehen…es war traumhaft!
Das Essen wurde gemeinschaftlich in der Gruppe (ca. 20 Leute) zubereitet, wir waren immer in Bushcamps untergebracht wo wir also auch Toiletten, Duschen und einen Grill hatten. Auf unserer Tour hatten wir dann auch direkt die Möglichkeit Kamel- und Kängurufleisch zu probieren, es war wirklich lecker.
Am nächsten Tag wurden wir 4 Uhr morgens geweckt…denn wir wollten pünktlich zum Sonnenaufgang wieder am Uluru sein….nun meint man ja in der Wüste sei es heiß, aber solange die Sonne nicht aufgegangen ist, haben wir richtig gefroren!
Nachdem wir uns den Uluru nun schon von weitem angesehen hatten, sind wir auch direkt hingefahren um einmal rumzuwandern. Raufklettern konnte man an diesem Tag nicht, da es zu windig war. Gern gesehen wird es aber sowieso nicht, da es einerseits ein Heiligtum für die Aborigines ist und man somit ihre Religion mit Füßen tritt und andererseits gab es dort auch schon Tote.
Nach einer zweistündigen Wanderung trafen wir uns dann also wieder alle am Bus…und es gab zur Stärkung Rosinenkuchen…ich habe bestimmt 5 Leute getroffen (mich inkl.) die Rosinenkuchen wirklich nicht mögen, aber wir hatten einfach Hunger…da haben wir dann auch Rosinenkuchen gegessen.
Im nächsten Bushcamp gab es abends sogar ein Lagerfeuer mit frisch gebackenem Brot (im heißen Topf im offenen Feuer gebacken!) Das war echt lecker!
Am letzten Tag wanderten wir noch auf dem Kings Canyon ca.3h. Das war super. Nach der sich anschließenden Rückfahrt nach Alice Springs war unser Trip aber leider schon wieder zu Ende.
Direkt einen Tag später verwandelten wir uns von Outback-Backpackern in High-Society Damen, denn am 2.November fand der legendäre Melbourne Cup statt. Das ist ein jährliches Pferderennen zu dem Jeder fein gekleidet mit Hut oder Blume so wie Schlips und Krawatte erscheint. Da gab es dann morgens 9 Uhr schon mal ein Sektfrühstück.
Mit hohen Schuhen auf dem Rasen und Regenschauern zwischendurch, wurde es dann auch zu einem Erlebnis! Immerhin waren wir eine tolle Truppe und konnten vom Rennen alles gut sehen, da wir sehr weit vorne standen. Wobei natürlich die Festlichkeit und die Leute letztendlich mehr im Mittelpunkt standen, als das eigentliche Rennen.
Zu feiern wissen wir natürlich auch…manchmal Karaoke im Club in Mornington, manchmal typisches Coloss-feeling im Bay-Hotel, aber meistens ´ne coole Hausparty! Und ich spielte hier das erste mal flunkyball für alle die es kennen, Deutschland gegen Australien, ratet mal wer gewonnen hat!
Zuletzt waren wir dann zum Wochenendausflug im Wilsons Promontory Nationalpark. Wir hatten das beste Wetter überhaupt, natürlich Sonnenbrand inklusive, trotz Sonnenschutzfaktor 50, ja ich hab erst gedacht so ein hoher Lichtschutzfaktor wäre nicht nötig, aber scheinbar war es noch nicht genug…die Papageien klauten Verena das Essen, als sie einen füttern wollte mit einem Krümel Brötchen in der Hand, lief dieser um ihre Hand herum und klaute das halbe Brötchen auf der anderen Seite! Und Wombats lernten wir ebenfalls kennen, sie sehen echt knuddelig aus und haben den besten Tagesablauf überhaupt: essen, schlafen, essen, schlafen, rumliegen, essen und wieder schlafen! Sind uns dort auch häufig begenet, besonders im Dunkeln, wenn sie zwischen den Zelten nach Futter suchten. Besonders die Strände dort waren schön, gab ziemliches Karibik-Feeling, am Squeekie Beach und Whisky Bay. Sogar auf einen Berg sind wir gewandert, um den Ausblick zu genießen, was für ein Sporttag das war.
Ich werde bestimmt bald wieder von mir hören lassen und wünsche allen eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit!
Hi Luisa,
WoW du bist in Australien..
deine Seite ist echt cool.. da Weihnachten ist schau ich mir das alles hier spääter mal an..
Lg Marlen
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