...Österreich wieder in die Arme schließen zu können, doch sehr groß war.
Ganz wie es sich für einen abenteuerlichen Dschungelurlaub gehört ist doch glatt ein kleines Krokodil neben dem Boot, das mich mit meinem Gepäck am letzten Tag nach Flores gebracht hat, aufgetaucht und die ersten Meter neben uns hergeschwommen. Ja, genau in dem See, in den ich so gerne hineingesprungen bin, um mich auf der Wasseroberfläche treiben zu lassen. Quasi ein Abschiedsgruß der guatemaltekischen Tierwelt an mich.
Die Reise nach Österreich hat von Guatemala-City weg 21 Stunden gedauert. Alles klappte super (musste zwei Mal "umsteigen"), geschlafen hatte ich allerdings kaum. Die ersten beiden Tage zu Hause hatte ich dann ständig das Gefühl mich auf einem schwankenden Schiff zu befinden.
Letzte News aus dem Arcas Rescue Center: das kleine Coatimundi-Baby ist leider zwei Tage, nachdem ich über es berichtet hatte, gestorben. Die Lähmung ging auch auf seine inneren Organe über.
"Meine" drei Brüllaffen werden, wie bereits erwähnt, demnächst im Arcasgelände ausgelassen. Ich hoffe, dass Erna, das freilebende graue Brüllaffenweibchen, sich ihnen dann anschließt.
Einige Tage vor meiner Abreise hatte ich die Gelegenheit 3 bis 4 Meter neben mir im Unterholz eine Schlange zu beobachten, die gerade einen Frosch gefangen hatte und mühsam damit beschäftigt war ihn hinunterzuwürgen. Anfangs hatte der Arme noch seine "Hände" um den Hals der Schlange gelegt gehabt, was ihm allerdings nichts genützt hat.
Eine kleine Zusammenfassung über meine vier Wochen Mitarbeit im Arcas Rescue Center: meine Aufgabe - Fütterung der drei Brüllaffen und Reinigung ihres Käfigs - war eine sehr angenehme, nicht besonders anstrengende; die Arbeiten zwischendurch, wie Käfigbau, Abladen des Fruitboat, Reinigung der Quarantänestation, Renovieren von Käfigen, waren zum Teil sehr, sehr kräfteraubend und schweißtreibend (was man allerdings jetzt auch etwas an meiner Figur merkt - also doch nicht so schlecht); die Höhepunkte der Woche waren die Floresdays mit Internetcafé, Wäscherei, Los Amigos (ein entzückendes Hostel mit vegetarischem Essen, erfrischenden Getränken und herrlichen Cocktails).
Sehr gerne denke ich an die gemeinsam verbrachten Stunden mit den anderen Volunteers zurück - die Nachmittage am See, die Abende beim Kartenspielen, manchmal bei Salome ("Bar" nebenan), die netten, intensiven Gespräche z. B. während des Sheeprakings, den Mädchen-Rülps-Contest (ich war die Schiedsrichterin).
Froh bin ich diese fucking yellow flies zurückgelassen zu haben, und die für mich so ungewohnten hohen Temperaturen.
Was diese vier Wochen für mich verändert haben ist auf jeden Fall mein zukünftiges Reiseverhalten (hoffe, es hält an). Dietmar und ich planen schon eine vierwöchige Backpacker-Reise nach Lateinamerika nächstes Jahr (d. h. zurück zu den f.y.f. und den tropischen Temperaturen). Im Herbst werden wir einmal gemeinsam mit einem Spanischkurs beginnen.
Und weil es mir so großen Spaß gemacht hat und ich so nette Rückmeldungen auf meine Berichte und Fotos bekommen habe, möchte ich dann auch wieder meinen Blog aktivieren. Bis dann also!
Liebe Andrea,
wenn man die Fotos ansieht, hat man das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Tolle Fotos und ein wahres Abenteuer.....
lieben gruss,
elisabeth
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