Registrieren  |  Tour

Anne1991s Blog

Barcelona.Weinachten.Silvester.

08.01.2010 | Bilder9 | Kommentare0 | Spanien  - Valladolid, Castilla y León
Ich habe es endlich mal wieder geschafft, euch zu schreiben. Haha... Zu erst wünsch ich euch noch ein frohes neues Jahr 2010! Ja also, wo fang ich denn am...

...besten an?
Mit meiner Familie läufts jetzt besser. Mein Spanisch ist etwas besser geworden, wenn es auch noch nich so gut ist wie ich es gerne hätte.
Ich habe immmer noch Probleme, die Leute zu verstehen.
Ein paar Freunde hab ich auch gefunden. Ich habe zwei Freundeskreise. Einmal die Leute aus meiner Klasse und ein paar Mädels aus meinem Psychologie-Kurs.
Manchmal gehen wir am Wochenende zusammen weg.
Da es aber im Moment so um die 0 Grad sind und die Spanier hier fast erfrieren, gehen sie nur noch selten raus und somit ist das weggehn am Wochenende auch weniger geworden.
Mein erstes spanisches Zeugnis habe ich auch bekommen. Also, ich war sehr überrascht, hätte nicht gedacht, dass es so gut ausfällt.
Ich bin nur durch 3 Fächer gefallen (Geschichte, Weltwissenschaften und Philosophie). Damit liege im Mittelfeld meiner Klasse.
Im Gegensatz zu Deutschland ist es hier normal, wenn man durch ein paar Fächer rasselt. Man hat dann die Möglichkeit im Mai, ie Prüfungen zu wiederholen, die man im Schuljahr vermassekt hat.
Fällt nam dann im Mai durch, hat man Zeit in den Sommerferien alles zu wiederholen und im September schreibt man dann noch einmal einige Prüfungen, dann aber in allen Fächern.
Hat man es dann immer noch nich geschafft, muss man die Klasse wiederholen.
Die Noten sin für mich ja nicht allzu wichtig, da ich eh das Jahr wiederhole, wenn ich zurück komme, trotzem versuche ich natürliche im Mittelfeld zu bleiben.
Anfang Dezember war ich vom 5. bis zum 7. in Barcelona. Dort fand ein Treffen der Organisation statt, ass heisst dort waren Norweger, Brazilianer, Ungarner (heisst das so *grins*),
Iren, Australier, Österreicher und natürlich auch Deutsche. Mal wieder Deutsche zusehen, war schon total schön.
Ich hatte ein Zimmer mit einer Österreicherin, einer Deutschen, zwei Norwegerinnen und einer Brazilianerin. Die Brazilianerin und die zwei Norwegerinnen wollten aber in ein extra Zimmer,
warum auch immer, wissen wir nicht, und somit hatten wir drei Deutschsprachigen unser eigenes Zimmer.
Das ganze Wochenende war ein reines Abenteuer. Ich beginne mal von vorne...
Also am Freitagabend um 11 sollte unser Bus gehen. Wir, Lea (eine Norwegerin, die hier mit mir in Valladolid wohnt und eine gute Freundin geworden ist (wohnt in er geleichen Starsse
und wir besuchen zusammen die gleiche Schule)) und ich standen also um 10 Uhr abends am Busbahnhof, als Lea die Tickets vorholten und meinte "Scheisse, wir haben den Bus verpasst!"
Ich natürlich nix verstanden, war ja gerade erstmal um 10. Ha, sie hatte auf die falschen Tickets geschaut, denn um 11 Uhr abends ging unser Rückfahrt-Bus. Unser Bus nach Barcelona ging schon
um 9 Uhr. Lea hat also die Notfallrufnummer angerufen und wir musste ein neues Ticket kaufen. Die ganze Aktion auf Spanisch! Jetzt hatten wir ein neues Ticket, also noch einmal 40 Euro. Unser Bus
ging jetzt um 12 Uhr, aber über Madrid, mit einem Aufenthalt von 4 Stunden.
Wir also nachts um 12 in den Bus rein und 2 Stunden nach Madrid gedüst. Um 2 Uhr nachts hatte natürlich alles geschlossen und weil uns so kalt war, sind wir in einen U-Bahn-Eingang.
Die U-Bahn hatte auch geschlossen. Also sassen wir da nun, frieren, nachts in Madrid, in einem U-Bahn-Eingang wie die Penner.
Um 5 haben wir uns ein Taxi genommen und sind zum Busbahnhof gefahren. (Wir sind, als wir mit dem Bus un Madrid ankamen, 3 Stationen zu früh ausgestiegen, weil wir nicht wussten welche Haltestelle.)
Um 6 ging es dann weiter in Richtig Barcelona, über Zaragosa. Nach 8 Stunden fahrt im Bus kamen wir dann in Barcelona an. Natürlich sind wir wieder zu früh ausgestiegen, so mussten wir uns wieder ein
Taxi nehmen und kamen letztendlich 2 Stunden zu spät im Hotel an.
Mit dem eigenlichem Bus wären wir schon frühs um 7 in Barcelona gewesen.
Lea und ich trennten uns. Sie ging zu den Norwegerinnen, die sie zum Teil schon von ihrer norwegischen Schule kannte und ich ging zu McDonalds, denn da sollten die Deutschen sein. Was auch stimmte.
Ich also erstmal ausgekuntschaftet, wer in meinem Zimmer ist und was sie so alles zu erzählen haben.
Um 4 machten wir uns alle auf den Weg um Barcelona zu Fuss kennenzulernen. Was soll ich sagen, keiner hatte wirklich Interesse daran, es waren alle so sehr damit beschäftigt sich auszutauschen, dass
keiner so richtig unserer spanischen Betreuerin zu hörte.
Nach dem Abendbrot in einem Restaurant wo man sich so viel nehmen konnte wie man wollte für 9,90 Euro, überredeten wir unsere Betreuerin und gingen dann mit ihr in eine Bar. Für sie der totale Stress,
weil alle 25 Mann komplett verstreut waren. Sie war stink sauer!
Um 2 Uhr ging es dann nach Hause ins Hotel.
Eine Gruppe von Kerlen, hauptsächlich Deutsche, kerte bei uns im Zimmer ein. Da war es natürlich super, dass wir jetzt nur noch zu dritt waren, so konnten wir in Ruhe die Nacht durchmachen.
Am nächsten Morgen sassen circa 20 verpennte Spanischschüler am Frühstückstisch. Es hatte kaum jemand geschlafen. Wie auch, gab es doch so viel zu erzählen.
Um 10 machten wir uns auf. Unsere Betreuerin hatte eine Bustour durch Barcelona organisiert. 15 Stationen, eine fuhren wir, die nächste liefen wir und so ging das Spiel bis zum Nachmittag, so circa 17 Uhr.
Danach hatten wir Freizeit, einige gingen ins Hotel, die anderen zum Strand oder ins Zentrum zum shoppen.
Am Abend gingen wir wieder in das Restaurant und konnten wieder so viel essen wie wir wollten. Danach gingen wir wieder in eine Bar und später besuchten uns die Jungs wieder. Diese Nacht konnte ich das erstmal schlafen,
zwar nur 2 Stunden, aber immerhin. Denn wärend der Bustour haben Lea und ich die ganze Zeit gequatscht gehabt und somit auch nciht geschlafen.
Am nächsten Morgen, es waren vielleicht nur noch 12 oder 13 Mann beim Frühstück, mussten wir unsere Sachen schon wieder packen.
Die meisten gingen so um 12 Uhr, da unser Bus aber, diesmal wirklich um 11 Uhr ging, verbrachten wir noch einen Tag in Barcelona. Viel haben Lea und ich aber nicht mehr gemacht. Die meiste Zeit waren wir im Hotel im Internetcafé und
dann später noch in einer Bar.
Die Fahrt im Bus nach Hause war ie Hölle. Wir waren beide total übermüdet und konnten deshalb nicht schlafen. Alle 2 Stunden hielt er Bus für 15 oder 20 Minuten an. Mir tat alles weh und ich wollte nur noch nach Hause.
Frühs um 9 UHr erreichten wir Valladolid und 10:30 Uhr lag ich im Bett. Um 14:00 Uhr raffte ich mich auf un ging zum Mittag.
Ja, das war das Wochenende in Barcelona.
Kommen wir nun zu Weihnachten! *lach*
Keine Angst, da gibt es nicht all zu viel zu erzählen.
Der Tag vom 24. verlief eigentlich ziemlich normal. Um 20 Uhr skypte (für die ältere Generation: Skype ist ein Programm womit ich mit meiner Familie in Deutschland mithilfe des Internets Kontakt aufnehmen kann.) ich mit allen Hechts, mit Heinemann und Jaritz.
Es war total schön einen Grossteil meiner Familie zu sehen und zu hören. Aber ich komisch fühlte es sich auch an. Zum ersten Mal alleine ohne die leibliche Familie Weihnachten zu feiern.
Um circa 21 Uhr waren sie schon komplett fertig, Kirche besucht, Abendgegessen und Geschenke verteilt... Und ich sass alleine in Valladolid. Meine Gastfamilie war nicht zu Hause.
Doch um 22 Uhr kamen sie dann angerudelt. Meine Gastmutter bereitete das Abendessen vor, es gab so Grabbelfiecher, so Krabben und so, und um 23 Uhr gab es dann Essen.
Wir waren eine nicht ganz so grosse Gemeinschaft, weil er Grossteil meiner Gastfamilie in Kolumbien wohnt, wo sie selbst noch vor 7 Jahren gewohnt hatten.
Da waren meine Schwester Natalia, 20, ihr Freund Jesus, 24, mein Bruder Juan Pablo, 18, meine grosse Schwester Paula mit ihren drei Kindern, 3,8 und 13 Jahre, (sie wohnt 5 Minuten von uns entfernt) und meine Mutter Amparo, 48.
Da die kleinste gerade mal 3 Jahre ist, brauchten wir natürlich auch noch einen Weihnachtsmann. Mein Bruder hatte das Los gezogen, als einzigster Kerl in der Familie. Dann wurden also die Geschenke verteilt.
Von meiner Gastfamilie bekam ich einen rosa-weiss-gestreiften Schlafanzug, der etwas zu klein geraten ist, eine schwarz-pinke Sporthose, die viel zu gross war (haben sie umtauschen lassen), Socken (weil die Waschmaschiene meine Socken frisst,
einige sind bis heute nicht wieder aufgetaucht) und Süssigkeiten. Über die deutsche Schokolade die mir meine Mami aus Deutschland geschickt hat, "danke Mami", haben sie sich sehr gefreut.
Um 1 Uhr sind wir dann in eine Bar un um 5 Uhr bin ich ins Bett.
Vor 2 Tagen war "Tag der drei Könige". Diesen Tag feiern die Spanier hier sehr gross. Die Spanier bekommen auch an diesem Tag Geschenke, die meisten Familien verzichten auf die Geschenke am 24. und feiern den 6. Januar dafür grösser.
Am 5. Januar bin ich mit meiner Betreuerin und ihrer Familie (meine zweite Familie hier, dazu komme ich aber später noch einmal) und Lea, die bei meiner Betreuerin wohnt, ins Zentrum von Valladolid gelaufen um die drei Könige zu besuchen. Die Kleinen glauben, dass
die Könige in der Nacht zum 6. Januar ihre Geschenke bringen.
Es gab einen grossen Umzug mit Pferden, vielen verkleideten Kindern und viel viel mehr. Bonbons wurden auch geworfen. Und natürlich waren die drei Könige auch da.
Nach dem Umzug sind Lea und ich noch in eine Bar und um 2 Uhr nachts bin ich ins Bett. In meinem Bett lagen, eingepackt in Geschenkpapier, Hausschuhe von den drei Königen. *lach*
Silvester. Wie auch am 24. Dezember waren alle ausser Haus. Vor dem Abendbrot treffen sie sich für drei, vier Stunden um in einer Bar oder ähnliches etwas zu drinken und um 22 UHr kommen sie nach Hause um Abendbrot zu essen.
Meine Mutter hat also um 22 Uhr Abendbrot gemacht. Fragt mich nicht, was es gab, ich weiss es nämlich nicht, aber Krabben waren wieder dabei!
Um 23 UHr haben wir zusammen gegessen, meine grosse Schwester war wieder mit ihren Kindern da um 24 Uhr haben wir uns Weintrauben in den Mun gesteckt. Das ist hier ziemlich typisch. Im Fernseher, egal welches Programm, denn es läuft überall, läuten ein paar Sekunden vor 00 Uhr
12 Glocken. Bei jedem Glockenschlag steckt man sich eine Weintraube in den Mund (ohne zu kauen) und beim letzten Glockenschlag und somit bei der letzten Traube ist es dann Mitternacht. Bei jeder Traube muss man sich etwas wünschen.
Mein Bruder musste dafür 100 Trauben schälen. Ich weiss nicht, warum die die nicht mit Schale essen...
um 1 Uhr hab ich mich mit den Mädels aus meinem Psychologie-Kurs und ihren Freunden getroffen. Wir sind ins Zentrum in einige Bars gegangen. Frühs um 7 sind wir Frühstücken gegangen. Das typische Frühstück zu besoneren Anlässen ist hier eine Tasse Schokolade (wirklich Schokolade,
kein Kakao) und Gebäck dazu. Um 11:30 Uhr lag ich ann im Bett.
Es ist relativ normal hier, dass man Neujahr erst am Morgen ins Bett geht.
So jetzt noch schnell etwas über meine zweite Familie hier.
In meiner Gastfamilie habe ich viele Freiräume. Das finde ich auch echt super. Aber der Nachteil ist, dass auch selten jemand da ist, geschweige denn, wir machen mal etwas zusammen. Deshalb bin ich oft bei meiner Betreuerin. Sie hat zwei kleine Kinder und mit Lea versteh ich mich auch super.
So das wars jetzt erstmal von mir.
Ich hoffe euch geht es gut und ihr hatten einen guten Start ins neue Jahr. Also an die Schreibweise 2010 oder nur `10 muss ich mich noch gewöhnen, dass sieht ja total bescheuert aus.
Naja, wie auch immer...
Einen ganz lieben Gruss aus Spananien.
Eure Anne

Bookmark and Share

Fotos zum Beitrag



Kommentar hinzufügen

Falls du ein globalzoo-Mitglied bist, bitte zuerst einloggen!
Name
Emailadresse
(wird nicht angezeigt)
Dein Kommentar
Spam-Schutz Bitte trage das Ergebnis der Rechnung in das Feld ein.
acht - vier =
All links get rel="nofollow". Spam entries will be deleted automatically!
 

Blogeintrag gelesen von 169 Besuchern.

Alle Blogeinträge nach...


Anne1991