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Basties Blog

Ziel: Taupo

03.11.2009 | Bilder21 | Kommentare0 | Neuseeland  - Taupo
Da bin ich nun, in Taupo. Taupo liegt an dem gleichnamigen Lake Taupo, welcher Neuseelands größter See ist. Mit einer Fläche von 606 km² ist er...

...ungefähr so groß wie Singapur. Das gesamte Plateau auf dem sich der See befindet ist vulkanisch geprägt. Der See selbst entstand vor ca. 26.500 Jahren durch die größte jemals auf der Erde stattgefundene Eruption bei der über 750 km³ Asche ausgeschüttet wurden (im Verhältnis dazu, bei der Erruption des Krakataua waren es 8 km³).

Aber erstmal genug mit diesen Fakten.

Einer der Hauptgründe, warum ich nach Taupo gekommen bin ist, weil es hieß es gebe hier sehr viel Arbeit. Nachdem ich im Hostel angekommen war, musste ich mit Ernüchterung feststellen, dass das mit der Arbeit nicht so einfach wird wie ich dachte. Das ganze Hostel war voll mit Backpackern die Arbeit suchten. Also erstmal einen Gang zurückschalten und Taupo näher erkunden und potenzielle Arbeitgeber suchen.

Nach einem ersten Spaziergang durch die Stadt, war mein erster Eindruck von Taupo positiv.

Eine Stadt mit 20.000 Einwohnern, einigen Cafes und Bars und vielen kleinen und großen Läden, dass alles idylisch an einem See. Hier könnte ich es länger aushalten.

Am nächsten Tag wollte ich einen Ausflug zu den Huka Falls machen, einem Wasserfall bei Taupo.

Nach einer guten Stunde Fußmarsch auf einem schönen Weg erreichte ich die Huka Falls, welche mehr an riesige Stromschnellen erinnerten als an einen Wasserfall.

Nach einem kurzen Stop machte ich mich weiter auf zu den „Crater of the Moon“, die „Crater of the Moon“ sind eine wie der Name schon sagt mondähnliche Landschaft mit vulkanischen Kratern.

Nach einem langen Tag und ca. 16 km Fußweg erreichte ich erschöpft mein Hostel und viel kaputt ins Bett.

Die nächsten 2 Tage versuchte ich einen Job zu finden, leider erfolglos...

Am darauffolgenden Tag war Paintball angesagt, mit 9 anderen machte ich mich auf den Weg zu einem Paintballfeld in der Nähe von Taupo.

In 5er Teams ging es in den Wald und dann hieß es wachsam sein der Feind lauert überall.

Gut 2 Std. und einige blaue Flecken später hieß es dann Feuer einstellen, Punkteauswertung.

Mein Team siegte mit einem „knappen“ Vorsprung von 123: 25 Punkten.

Zurück im Hostel ließen wir uns feiern und planten die nächsten Tage.

Mit 4 anderen beschloss ich am nächsten Morgen das Tongariro Alpine Crossing in angriff zu nehmen.

Dabei handelt es sich um einen 19,5 km langen Weg quer durch den Tongariro National Park, den ältesten Nationalpark Neuseelands. Das Alpine Crossing gilt als einer der schönsten ein Tages Walks der Welt.

Am nächsten Morgen hieß es deshalb früh aufstehen um 7.30 Uhr ist Abfahrt.

Als wir dann so gegen 8.30 Uhr auch losgefahren sind kamen wir um ca. 10 Uhr am Startpunkt des Walks an. Vor uns lagen nun also 19,5 km quer durchs Gebirge.

Dann ging es los, es gibt kein Zurück mehr.

Die ersten 5 km schafften wir in einer knappen Stunde ohne Probleme doch dann kam die erste richtige Steigung für die nächsten 2 km brauchten wir eine weitere Stunde.

Dann ragte über uns der Mt. Ngauruhoe auf, mit seinen 2287 m wirkte er recht beeindruckend.

Der Name Ngauruhoe wird wohl den meisten nichts sagen, wohl aber der Name Schicksalsberg, welchen der Ngauruhoe in Peter Jacksons Herr der Ringe darstellt.

Wir wollten ihn eigentlich auch besteigen, uns wurde aber dringend davon abgeraten, da es ohne Spikes und Eispickel quasi unmöglich ist.

Also folgten wir dem Track weiter bis zu seiner höchsten Erhebung von 1900 m.

Von dort hatte man eine wunderschöne Aussicht über den ganzen Nationalpark.

Vorbei an den farbigen Seen ging es bergab Richtung Ende des Tracks.

Und dann haben wir es geschafft nach 5 Std 57 min und 38 s haben wir die 19,5 km zurückgelegt. Wir waren schon etwas Stolz auf uns da der Track eigentlich auf 7-9 Std ausgeschrieben ist.

Zurück im Hostel berichteten wir von unserer Wanderung und unserer rekordverdächtigen Zeit.

Am nächsten Tag hieß es dann Good bye Taupo. Mit Lucas, Mazze, Manu und Yannick, 4 Leuten die ich in Taupo kennengelernt habe machte ich mich auf Richtung Napier an die Ostküste wo es zur Zeit auch viel Arbeit gibt, naja wir werden sehen...

Bis dann Sebastian

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