Registrieren  |  Tour

Ben-Far-Aways Blog

Im Nachhinein erscheint die Ewigkeit wie ein Augenblick

02.09.2010 | Bilder29 | Kommentare2 | Neuseeland 
Es kommt mir vor wie Gestern, dass ich versuchte den kompletten Stapel Kleider vom Bett in den Rucksack zu verfrachten, elektronische Geräte vom Ladekabel trennte...

...und in denselbigen steckte, zum wiederholten Male sicherstellte, dass Fremde Währung und Reisepass nicht mysteriöser Weise aus der Gürteltasche verschwunden sind und Familie und Freunde damit vertröstet habe, dass 7 Monate schnell vorüber gehen würden.

In Wahrheit war man mit den Gedanken viel zu weit weg um die fast in der Ewigkeit verlaufende Rückkehr mit Kenntnisnahme zu würdigen. Das Denkorgan war mit näher liegendem okkupiert, so wollten Papiere gelesen, ausgefüllt und eingereicht, Unterkunft und individuelles Fortbewegungsmittel ausgemacht und erworben, und natürlich fremdes Land, Leute, Sprache und Kultur entdeckt werden. In dieser mentalen Reizüberflutung, war jede zerebrale Nervenverbindung, die sich mit etwas anderem beschäftigte, ein neuronaler Deserteur.

Schnell kehrte jedoch der Alltag ein und als die Zeit voranschritt, tauchten vor dem inneren Auge immer wieder Rechnungen auf, wie viel von ihr schon vergangen sei. Umso mehr dabei auf der „schon vorüber“ - Seite war, desto schneller schien alles vorbei gegangen zu sein. Nun steht die Rechnung sechseinhalb Monate zu zwei mickrigen Wochen und die Ewigkeit ist zu wenigen Augenblicken geschrumpft.

„Die Erinnerung macht den Augenblick zur Ewigkeit“

Weder regelmäßig noch vollständig waren die Mitteilungen, die ich über meinen Blog an die Daheimgebliebenen zu übermitteln suchte, aber es war der beste Abdruck meiner eigenen Erinnerungen ein paar Tage, Wochen vielleicht sogar Monate nach Geschehnissen. Leider gehöre ich zu einer eher schreibfaulen Gattung des Homo Sapiens, so dass ich weder über ein Reisetagebuch noch anderweitigen Notizen neben diesen Einträgen verfüge. Im Zeitalter der digitalen Fotografie jedoch, helfen einem visuelle Stützen mit denen unweigerlich Erinnerungen verknüpft sind, die bei dessen Betrachtung abgerufen werden. So werde ich mich auf meine eigene Merkfähigkeit verlassen, wenn es zu Details kommt, die den Rahmen dieses Reiseblogs sprengen.

„Selektion ist schon fast zum Schimpfwort geworden, Gott sei Dank lässt sich die Erinnerung nicht davon beeindrucken“

Oder: „Im Nachhinein erscheint alles schöner“. Natürlich gab es auch Momente, wo nicht alles glatt lief und ganz ohne Schwierigkeiten fehlte so einem Auslandsaufenthalt auch etwas. Trotzdem bin ich mir sicher, dass mich meiner Erinnerung nicht trügt, wenn ich auf das letzte halbe Jahr als sehr gelungene und schöne Zeit zurück blicke. Ich hatte die Möglichkeit eine Vielzahl unterschiedlichster Menschen kennen zu lernen, dürfte meine Sprachkenntnisse in Englisch aufpolieren und verbessern und bin über Landschaften gestolpert, die eigentlich nur als paradiesisch beschrieben werden können. Daher werde ich Neuseeland am 2. September mit einem lachenden und eineinhalb weinenden Augen verlassen. Mit der Fahrt zum Flughafen wird ein Kapitel in meinem Leben langsam aber sicher zu Ende gehen. Ohne noch einmal Probe zu lesen, kann ich dabei sagen, dass ich keinen Satz darin bereue…

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Im letzten Eintrag hatte ich gerade mein Praktikum beendet und bin temporär in alter Klimaflüchtlingsmanier ins weitaus wärmere Australien ausgewandert. Die ersten paar Tage in Perth konnten wir wie gewohnt von den kommunikationstechnischen Errungenschaften der menschlichen Zivilisation profitieren, wenn der Zugang auch mit finanzieller Belastung verbunden war und ich es daher nach kurzen Ausführungen bei einem „to be continued“ belassen habe. Inzwischen bin ich wieder Herr meines Laptops und der Internetzugang ist in meiner nicht vorhandenen Miete inkludiert, was zu einem Mangel an Ausreden führt, zumal Zeit ebenfalls massig vorhanden ist, da der geplante Autoverkauf schon früher als gedacht über die Bühne ging (doch dazu später).

Wir waren also ab dem 06.07.2010 in Perth, unsere Mission war zum einen wieder Hand an das verloren gegangene Gepäckstück zu bekommen, zum anderen eine preisgünstige Möglichkeit zu finden, die uns bis zum 1.8. in das 5000 Km entfernte Darwin bringen würde. Ersteres war nach zahllosen Anrufen an 5 verschiedene Jetstarnummern nach 3 Tagen erledigt, am gleichen Tag fand sich dann auch eine Mitfahrgelegenheit. Um noch Zeit zu haben einzukaufen, alle Akkus aufzuladen und die letzte Dusche für unbestimmte Zeit zu genießen, blieben wir noch eine Nacht auf den 10.7. in Perth um dann an diesem Samstag Richtung Norden aufzubrechen. Unser erster nennenswerter Stopp waren nach 270 Km die Pinnacles im Nambung National Park. Die Pinnacles sind Kalksteinformationen, der genaue Entstehungsprozess ist umstritten, es wird jedoch angenommen, dass das Material aus dem sie geformt wurden extrem Kalkreicher Sand war, welcher durch den Wind vom Meer aus inlands transportiert wurde um dort mächtige Wanderdünen zu formen. Genauere Ausführungen werde ich an dieser Stelle ersparen, nicht zuletzt aus Gründen da ich nicht genau kapiert habe, was die einzelnen Theorien beinhalten.

Die nächste Geologisch/Biologische Besonderheit ließ nicht lange auf sich warten. Zum ersten, allerdings nicht zum letzten Mal auf unserer Reise, bewunderten wir eine der ältesten Zeugnisse von Leben auf unserem Planeten – Stromatolithen. Dabei handelt es sich um biogene Sedimentgesteine (also Ablagerungen biologischen Ursprungs). Stromatolithen werden in einem komplizierten Aufbauprozess durch die Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen gebildet, mit einem alter von bis zu 3,5 Milliarden Jahren stellen sie ältesten erkennbar durch Organismen aufgebauten Strukturen dar. Nach einem informationsreichen Tag bedarf es einem schönen Rastplatz um dort die Nacht zu verbringen. Mit dem Namen Cliffhead North fand sich dieser direkt an der Küste, die Natur war nur durch wenige Abfallcontainer und eine offshore Ölbohrinsel getrübt wessen loderndes Feuer bis an Land zu hören war. Das etwas durchwachsene Wetter schlug zum Abend hin dann endgültig in Regen um, was dank wasserdichtem Zelt allerdings nicht sonderlich störend war. Da eine Nacht im Zelt noch leicht zu verkraften ist, ging es am nächsten Tag einigermaßen ausgeruht weiter in Richtung Norden. Trotz des nicht immer allzu schönen Wetters war es bereits nach wenigen 100 Kilometern Roadtrip merklich wärmer. Das erste Ziel des Tages war Hutt Lagoon, ein Salzsee mit pink-roter Färbung aufgrund Carotenoid produzierender Algen. Dann ging es weiter in Richtung Kalbarri, wo wir wunderschöne Plätze an der Küste fanden und dort soviel Zeit verbrachten, dass unser Plan den Kalbarri National Park zu besichtigen auf den folgenden Tag verschoben werden musste. Um nicht zu weit vom Nationalpark entfernt zu Campen und den gleichen Weg wieder zurückfahren zu müssen, suchten wir uns einen Feldweg (was eigentlich noch zuviel gesagt ist) ab von der Hauptstraße und schlugen dort unser Zelt auf. Nach schönem Sonnenuntergang kehrte unser Freund Herr Regen zurück und brachte seinen großen Bruder Mister Wind gleich mit, der kräftig Rabatz machte, was einer unserer Zeltstangen zuviel wurde, sodass sie sich dazu entschied zu brechen (^^). Nach kurzem Reparaturschock war der Schlaf der restlichen Nacht aus Angst das fragile Domizil würde zusammenkrachen, etwas unruhig. Auch am nächsten Morgen hatten die beiden noch nicht genug, sodass der Besuch im Nationalpark kurzfristig zu Gunsten der Suche nach gutem Wetter abgesagt wurde. Gegen Mittag wurden wir dann auch fündig, als wir weitere Stromatolithes beim Hamelin Pool (Hamelin Pool Marine Nature Reserve) und einen Strand, welcher komplett aus einer Muschel Sand (Shell Beach) Mischung bestand, bewunderten. Bis dahin hatten wir es bis nach Denham geschafft, welches die größte Siedlung im Verwaltungsbezirk Shark Bay ist, welcher unseren Augenzeugenaussagen nach seinem Namen keine Ehre macht. Stattdessen bekamen wir jedoch massenweise Emus zu Sehen, was auch ein guter Trost war. Um die Tierbeobachtungen weiter zu treiben, stand für den nächsten Morgen Dolphin Watching auf dem Programm, dazu mussten wir noch weiter die Peninsula hochfahren, welche für uns im Endeffekt eine riesige Sackgasse darstellte. Der Tag neigte sich bereits seinem Ende zu daher hieß es zuerst wieder einmal einen Schlafplatz ausfindig zu machen. Bei tiefer stehender Sonne, nahmen Wind und Regen ihre Rollen wieder etwas zu ernst, als hätten sie seit der letzten Nacht gar nicht damit aufgehört. Etwas geschützt zwischen Dünen fand sich mit dem Eagle Bluff ein zwar optisch schöner und vermeidlich funktionaler, da windgeschützter Platz, der wie sich noch herausstellen sollte jedoch auch seine Nachteile hatte. Zum einen wurde dies jungfräulich anmutende Stückchen Sanddüne wohl zuvor als Campingtoilette missbraucht, außerdem viel uns erst als das Zelt schon stand auf, dass sich Wasser von eventuellen nächtlichen Sintflutregenfällen im sanddünengeformten Kessel sammeln könnte und so Zelt mit Insassen (bei Nacht wohl besser Inlagen – oder war es Einlagen...^^) in unangenehme und ungewollte Nachtbadeaktionen verwickelt werden könnten. All die Sorgen waren jedoch umsonst, wie sich am nächsten Morgen herausstellen sollte, als noch vor Sonnenaufgang das Zelt abgebrochen alles abfahrbereit im Auto verstaut wurde. Der Tag musste früh begonnen werden, da wie schon erwähnt Dolphin Watching ins Haus stand. Um das volle Programm abzusahnen, wollten wir die frühmorgendliche Fütterung auf keinen Fall verpassen und erreichten pünktlich zum Sonnenaufgang Monkey Mia, wo das Spektakel von Statten gehen sollte. Die Hoffnung zu solch inhumaner Zeit zu wenigen privilegierten Beobachtern zu gehören verliefen sich wortwörtlich im Sand, aufgewirbelt durch Duzende Touristen die in der guten halben Stunde zwischen Sonnenaufgang und Fütterungsbeginn denselbigen betraten. Obwohl das so bezeichnete Spektakel etwas hoch gegriffen schien, waren 8 Dollar pro Person ein akzeptabler Preis als Eintritt für das zum Shark Bay Marine Park gehörende Natur Reservat, zumal wie als Dreingabe noch hautnahe Pelikanbekanntschaften machen dürften. Nachdem die Ausgaben durch eine Freilanddusche endgültig gerechtfertigt werden konnten, ging es weiter, beziehungsweise zurück, da zuerst die ziemlich genau 150 Km zum Highway 1 zurückgelegt werden wollten, bevor es wieder nordwärts gehen konnte. Der Rest des Tages kann treffend mit der im kleinen Notizbuch am 13.07.2010 zu findenden Bemerkung „lots of driving“ beschrieben werden, was uns in das für westaustralische Verhältnisse als mittelgroße Stadt zu titulierende Carnarvon brachte, von dem ich mir bis Ende unserer Reise nicht den Namen merken, mich jedoch daran erinnern konnte, dass wir hier zum ersten Mal! seit dem 913 Kilometer davon getrennten Perth Handyempfang hatten. Die darauf folgende Nacht sollte mich nicht als eine der geruhsamen Sorte in Erinnerung bleiben, bei Dunkelheit reichte es uns zu nicht mehr als einer überfüllten „Rest Area“, die sich Lyndon River schimpfte und durch Highwaynähe glänzte, welch befahrende Roadtrains neben dem Stromgenerator des Nachbarn den Prozess des Einschlafens unnötig in die Länge zogen. Die Entschädigung wurde am nächsten Morgen in Form eines „nicht gerade schäbigen“ Sonnenaufgangs serviert, der einen schönen Start in den Tag bescherte bevor es wieder ans ermüdende Autofahren ging. Zum Glück hielt sich dieses bei nun deutlich wärmerem und regenfreierem Wetter in Grenzen, da wir uns schon sehr nahe am Haupttagesziel Coral Bay befanden. Nachdem die letzten Kilometer dorthin zurückgelegt waren, genoss ich eine kleine Auszeit von meinen Reisepartnern, die am dortigen Reef Schnorcheln wollten, mit einer Lauf (hochdeutsch)/Lauf(schwäbisch) Runde, die mich zunächst am Stand, dann über Dünen und letztendlich bis zu einer in der Ferne sichtbaren Landzunge brachte. Nach der Wiedervereinigung ein paar Stunden später, liefen wir das ganze nochmals…weil’s so schön war (wirklich!). Nach diesem wunderschönen, sonnigen, leider auch ein wenig sonnenverbrannten Tage in Coral Bay, war es zu ertragen noch ein paar Kilometer im Auto zurückzulegen. So gelangten wir bis kurz vor Exmouth, einer 1964 auf der North West Cape Peninsula, um die "United States Naval Communication Station Harold E. Holt" zu verwalten, errichtete Stadt. Da Wildcampen oder im Auto schlafen im gesamten Distrikt ausdrücklich untersagt sind, haben wir uns einen extra schön versteckten, durch einen eher unzugänglich aussehenden Feldweg zugänglichen, Platz am Ufer ausgesucht, um dort hoffentlich ungesehen die Nacht zu verbringen. Nach geglückter Kochunternehmung wollten wir gerade unser Abendessen genießen, als von der etwa 300 Meter entfernten Straße herkommend ein wankendes Licht auffiel, welches an eine mit Taschenlampe ausgerüstete Person erinnerte. Trotz aller Unwahrscheinlichkeit, jemand diese verlassene Gegend zu dunkler Tages bzw. Nachtzeit aufsuchen zu bezeugen, schien der Lichtkegel größer zu werden und orientierte sich in unsere Richtung. Amoklaufende Backpackermörder ausschließend, rechneten wir schon fast damit gleich einem Ranger, der nicht bereit ist unsere Schlafplatzwahl abzusegnen, gegenüberzustehen, als das Licht plötzlich von der dunklen Wand der Nacht verschluckt geworden sein schien. Den ersten Gedanken vielleicht doch zu früh verworfen zu haben, horchten wir in die nächtliche Stille die von einem gleichmäßigen Meeresrauschen dominiert wurde. Das Licht tauchte nicht mehr auf…

Am Donnerstag, dem 15.07., waren wir alle noch am Leben und wohlauf, so bemaßen wir den Geschehnissen vom Vorabend keinerlei Bedeutung zu. Wichtiger war nun in das noch 25 Kilometer entfernte Exmouth zu fahren und anschließend den auf der Nord- und Westseite der Peninsula gelegene Cape Range National Park zu erkunden. Obwohl der Tag mit einer atemberaubenden Sonnenaufgang wie immer sehr früh begonnen hat, waren Unorganisiertheit und ein paar kleine Besorgungen dafür verantwortlich, dass wir erst nach Mittag im weißen Toyota Corolla mit unserem frisch erstandenen 4-Wochen-Pass für Australische Nationalparks an der Rangerhütte vorbeirollten. Trotzdem war noch genug Zeit Schnorcheln, Lesen und Relaxen am Turquoise Bay, der seinem Namen alle Ehre machte und außerdem als der schönste seiner Art im Nationalpark anmutete. Für die Nacht beschlossen wir wieder zu unserem vorabendlichen Platz zurückzukehren, da Julia und Rik ein Whaleshark Tour für den nächsten Tag gebucht hatten. 330 Dollar für ein paar Stunden Bootsfahrt und ein paar Tierchen erschien mir allerdings etwas übertrieben und so entschloss ich einen Tag Auszeit zu nehmen und die Gegend auf eigene Faust zu erkunden. Nach Einfall der Dunkelheit sind auch wir wieder auf unserem Privatzeltplatz eingefallen, auch ein alter Bekannter trieb sich wieder in der Gegend herum. Nach dem Abendessen mussten wir nicht lange darauf warten, bis ein paar hundert Meter entfernt wieder eine Taschenlampe auftauchte. Auch dieses Mal schien das Licht auf uns zu kommen, heute jedoch aus einer anderen Richtung. Doch auch diese Nacht glaubten wir ans Gute im Menschen und überlebten die Nacht mit dieser Attitüde unbeschadet. Um rechtzeitig zur besagten Whalesharktour zu erscheinen ging es am Freitag erneut früh aus den Federn, mit nun einer ganzen Woche Frühaufstehenstraining war das ganze jedoch ein Zuckerschlecken. Die zwei abgeliefert, gehörte der Tag mir ganz alleine, nach ein paar Erledigungen in der Stadt zu denen auch die wohlverdiente Dusche am örtlichen Campingplatz gehörte, machte ich mich auf den Cape Range Nationalpark weiter zu erkunden. Zwar fanden sich noch weitere schöne Strände, im Endeffekt landete ich aber wieder am Turquoise Bay, wo ich die meiste Zeit des Tages verbrachte. Gegen halb 2 machte ich mich wieder auf den Weg zurück in die Stadt um am Payphone den nichtvorhandenen Handyempfang wett zu machen, bevor ich die anderen wieder am Exmouth Diving Centre abholen musste. Da nachts Fahren, aufgrund der Gefahr von auf der Straße stehende beziehungsweise schlimmer, auf die Straße laufen-, rennen-, hüpfende Tiere, in Australien sehr gefährlich sein kann, entschieden wir uns dazu dieselbige auf bereits bewährtem Gelände zu verbringen. Nicht einmal unser mysteriöser Freund mit der Taschenlampe schaute vorbei, sodass am nächsten Morgen ein etwas wolkenverhangener Himmel den einzigen Anlass zu Sorgen bot. Nach der dritten Nacht am selben Schlafplatz wurde es Zeit für einen Tapetenwechsel, daher stand mal wieder ein Fahrtag ins Haus bzw. Auto. Auf guten 550 Kilometern Fahrt war das Highlight einige Termitenhügel und ein abgeflachter Berg in einer weitläufigen Ebene, von dessen Gipfel aus man einen schönen Ausblick hatte. Abgesehen davon zeigte sich die australische Einöde von ihrer eher langweiligen Seite, daher waren wir schon fast froh unser Nachtlager auf einer Totengedenkstätte aufzuschlagen, die den passenden Namen R.I.P (abbr. Rest in Peace) – Lookout trug und etwas Aufregung bot. Beruhigenderweise waren wir nicht die einzigen Besucher dieses vor allem bei Dunkelheit mit seinen vielen beschriebenen Gedenksteinen etwas unheimlich anmutenden, leichenlosen Friedhofs. Eine weitere Backpackertruppe, bestehend aus einem Italiener (Alex), einer Amerikanerin und einer Kanadierin (konnte ich mir nie merken wer wer ist), war bereits dabei Holz für ein Lagerfeuer zu sammeln, um die sündigen der Seelen auszuräuchern. Ob der nächtliche Wind von deren Rückkehr, als das Lagerfeuer aus ging, kam, oder einfach auf natürliche Luftumwälzungen zurückzuführen war, bleibt wie sein Auftreten im Dunkeln…

Der 18.07. sollte landschaftlich einer der schönsten Tage des ganzen Trips werden. Der Karajini National Park ist bekannt für seine Schluchten, durch die etliche Wander- und Kletterwege unterschiedlichster Schwierigkeit führen. Als erstes haben wir den Schluchtenkomplex im Nordwesten des Nationalparks erkundet, um genauer zu sein die gut vom Parkplatz aus zugängliche Weano Gorge. Nachdem der Weg mit dem Schwierigkeitsgrad 3 zwar einen etwas steinigen Weg und das Erreichen schöner Flecken in der Schlucht bot, aber uns noch nicht genug herausforderte, beschlossen wir es mit der Schwierigkeit 5 zu versuchen, welche die letzte Stufe, bevor Professionelle Ausbildung und Führung erforderlich sind, darstellt. Dieser machte seiner Bezeichnung auch alle Ehre und jagte uns durch knie-, hüft- bis zu schultertiefe Gewässer, stellte Kletterfähigkeiten auf die Probe und forderte unseren Gleichgewichtssinn heraus. Als wir am Startpunkt der Schwierigkeitsstufe 6 angelangt waren, wagten wir nur noch einen Blick um die Ecke, mit welchem wir feststellen konnten, dass die Warnschilder wohl berechtigt sind und wir dies nicht unbedingt auf die Probe stellen müssen. Heil wieder aus allen Schluchten herausgeklettert, fuhren wir zum anderen Ende des Nationalparks, an dem weitere Schluchten mit schönen Wasserfällen und Pools auf uns warten sollten. In der Dales Gorge schauten wir uns zuerst die Fortescue Falls an, bevor es weiter zum Circular Pool ging. Bei tief stehender Sonne erklommen wir erneut den Weg aus der steilen Schlucht und machten uns nach einem wirklich erlebnisreichen Tag dazu auf einen Schlafplatz zu finden. Mit unseren Mitschauderern der Friedhofsnacht hatten wir uns auf dem laut Karte nächsten Rastplatz mit overnight stay Möglichkeiten verabredet. Nicht erwartend, dass wir im weitläufigen nirgendwo bei Dunkelheit auf bekannte Gesichter stoßen, hielten wir nach einem schönen Fleckchen für Zelt und Auto Ausschau, als uns Stimmen aus der Richtung eines lodernden Lagerfeuers adressierten. Mit menschlichem Kontakt nur rar, weckte das Wiedersehen von vertrauten Gesichtern, um die aus dem Holz züngelnden Flammen sitzend, schon ein kleines bisschen heimliche Gefühle. Dazu rundeten ein paar Tropfen des ambivalenten Weingetränks Goon die Szenerie ab, an die ein etwas schwerfälliger Kopf am nächsten Morgen zum Glück nur marginal erinnerte. Verpasst hätte ich jedoch damit auch nichts, da wieder ein Tag im Auto anstand. Auf 700 Kilometern war das vermeidliche Highlight der 80 Mile Beach (nachgemessen hab ich das nicht), der zwar ganz schick aber trotz Einöde ziemlich bevölkert war. Interessant war auch ein kurzer Zwischenstopp in der Küstenstadt Port Hedland, wessen riesige Minenindustrie die ganze Stadt einzunehmen schien. Mindestens jeder 2. Bürger lief dort mit orangefarbener oder gelber Warnweste herum, die seine Zugehörigkeit zum Mining Sektor offenbarte. Prozentual wurde dies nur noch von Fahrzeugen übertroffen, bei denen ein gelber Streifen auf der Seite verriet, dass es sich nicht um Zivilfahrzeuge handelte. Wir waren nicht die einzigen, deren Tag nicht sonderlich aufregend verlaufen ist – Alex und Co. waren wieder Mal mit Lagerfeuer auf unserer angepeilten Raststätte anzutreffen, inzwischen waren wir nur noch wenige hundert Kilometer vor Broome.

Broome ist eine Touristenhochburg in der Westaustralischen Kimberley Region. In der Trockenzeit von Juni bis November kann sich die Bevölkerung der Stadt auf bis zu 45.000 Einwohnern verdreifachen. Zwar ist dann Winter, die Temperaturen knacken dennoch nicht selten die 30 Grad Marke. Als Stadt hat Broom nicht sonderlich zu bieten, daher verbrachten wir die meiste Zeit am stadtnah gelegenen Cable Beach, der seinen Namen einer 1889 unter Wasser installierten Telegrafenverbindung nach Singapur, verdankt, welche Australien mit England verband. Da unser auserkorener Rastplatz mit einem normalen Zweiradantrieb nicht zu erreichen war und es sonst wenig Möglichkeit zur kostenlosen Übernachtung in der Nähe von Broome gab, beschlossen wir noch am gleichen Abend in Richtung unserer nächsten Zielstadt Derby zu fahren. Leider kamen wir auch an diesem Abend wieder in die Dunkelheit, welche bei frühem Sonnenuntergang schon um rund 6 Uhr einkehrt. Bei Dämmerung und Dunkelheit ist es sehr gefährlich auf den Straßen, da von Kängurus bis Kühen alles Mögliche vor das Auto springen und damit diesem und seinen Insassen gehörigen Schaden zufügen könnte. Da unsere selbst deklarierte Camperbibel nur Rasstätten in bei Nacht illusorischer Distanz aufführte, hielten wir nach dem nächsten Campbaren Platz Ausschau, der sich bald an einer Feldwegeinfahrt zu einem Privatgelände fand. Nach drei Nächten waren unzählige, im Lichten Gestrüpp verteilte Termitenhügel unsere einzige Gesellschaft.

Hätte man auf einen Kalender schauen können, hätte sich das Datum des nächsten Tages als Mittwoch, den 21. August 2010 gelesen. Wie immer war das Zippen des Zeltreißverschlusses mit oder sogar vor den ersten Sonnenstrahlen zu hören. Nach dem Abbrechen des Zeltes schnell ein kurzes Frühstück eingenommen, welches in der Regel aus Milchpulver, Wasser, Kakao und Haferflocken bestand, konnte die Fahrt zum ersten Tagesziel, der westaustralischen Kleinstadt Derby, beginnen. Auf dem Weg dorthin fand sich ein äußerst ungewöhnlich geformter Baum, welcher als Boab Prison Tree bekannt ist. Boab-Trees zeichnen sich durch ihren extrem dicken Stamm aus, welcher vermutlich eine Art Wasserspeicher darstellt (dazu habe ich leider nichts finden können). Bei diesem besonderen Exemplar ist der Stamm hohl und bietet derart viel Raum, dass er als Gefängnis für gefangene Aborigines, auf ihrem Weg zur Verurteilung oder Zwangsarbeit, missbraucht wurde. Die einzigen Insassen die heute noch anzutreffen sind, sind Schlagen, weshalb man es besser vermeidet selbst einmal das Gefangener spiele zu wollen.

Die Aboriginies haben ihre eigene Erklärung für die ungewöhnliche Erscheinung der Boab Bäume:

When the tree God created the Boab Tree it was to be the most beautiful of all trees in the universe, with the most beautiful flowers and bearing the juiciest fruit. But as the tree grew to maturity its flowers were mediocre and its fruit had a bad odour and tasted vile. The Tree God became so angry that he yanked the Boab out of the ground and slammed it back in the earth upside down and that is why today, when you see a Boab tree, it looks as if its roots are growing up in the air.

In Derby selbst gab es nur wenig zu sehen, die Stadt rühmt sich mit der zweifelhaften Attraktion die höchsten Gezeitenunterschiede in Australien vorweisen zu können. Ein Maximum von 11,8 Metern zwischen Ebbe und Flut ist zwar beeindruckend, mehr als 6 Stunden Warten um selbst Augenzeuge zu werden, ist es jedoch nicht wert. Wir fuhren also schleunig weiter um zur Geikie Gorge zu gelangen. Diese Schlucht ist Teil eines alten Korallenriffs aus dem Devon (vor 416–359,2 Mio Jahren) und wurde durch den Fizroy River auf einer Länge von 8 Kilometern geformt. Zu den wild vorkommenden Tieren dieser Schlucht gehört das Süßwasserkrokodil, zu wessen Beuteschema zwar keine Menschen passen, das Schwimmen jedoch trotzdem nicht zu empfehlen ist. So begnügten wir uns damit nach einer ausgiebigen Suche wenigstens aus der ferne Auge an eine solche Kreatur legen zu können. Mit einer kleinen Wanderung zum anderen Ende der Schlucht ging der Tag auch bereits wieder seinem Ende zu und die Dunkelheit überfiel uns als sich der mit 3 Personen besetzt Toyota wieder Richtung Osten aufmachte. Einige am Straßenrand lauernde Kängurus & Wallabys erinnerten schnell an die Gefahren des Fahrens bei Nacht, sodass wir uns dazu entschieden auf einem Parkplatz nur 30 Km außerhalb von Fitzroy Crossing zu übernachten. Eigentlich nur eine Parkbucht, waren die direkt am Zelt vorbeirasenden Roadtrains ziemlich laut, vor allem als sich einer von ihnen dazu entschloss direkt neben dem Zelt eine nächtliche Pause einzulegen. Froh von keinem dieser Riesentrümmer überfahren worden zu sein, machten wir uns am Donnerstagmorgen für ein paar Kilometer Richtung Süden auf, bevor wir auf die erst kürzlich aufgegangene Sonne zusteuerten. Eine Sache, die ich in meiner Zeit in Neuseeland zu schätzen gelernt habe, ist dass so viel Sehenswertes auf kleinem Raum zu finden ist. Das sich oft als großer Bruder Neuseelands sehende Australien könnte sich davon eine Scheibe abschneiden, denn auch an diesem Tage verbrachten wir wieder unheimlich viel Zeit im Auto um nur wenigen Sehenswürdigkeiten zu begegnen. Das Highlight auf über 500 Kilometer war eine der Chinesischen Mauer ähnelnde Quarzader, die aus dem weicheren und daher stärker erodierten Kalkstein herausragte. Die daher passenderweise als China Wall bezeichnete Attraktion fand sich nur wenige Kilometer außerhalb von Halls Creek, welches ungefähr auf halber Strecke zum Dunham River lag, unserer Raststätte für die nächste Nacht. Damit war auch schon wieder ein Tag vorbei, viel Geschehen ist an diesem nicht.

The Grotto ist eine natürliche Senke, in der Argyle Region Westaustraliens, in welcher sich Wasser gesammelt hat. Zur Regenzeit wird dieses Wasserloch durch einen Bach gespeist, welcher als Wasserfall in die Senke fällt. In den Wintermonaten ist dieser ausgetrocknet, das Wasser in der Senke bleibt jedoch über die Trockenmonate und bietet so eine schöne Bademöglichkeit. Als erste Besucher des Tages hatten wir die angenehme Stille der Grotto für uns, alleine, nach einer guten Stunde tauchten leider weitere Touristen auf und machten der Idylle ein Ende. Weiter ging es zur letzten Stadt vor der Grenze zum Northern Territory mit dem etwas amüsanten Namen Kununurra. Auch hier gab es wieder ein kurzes Erfrischungsbad im Fluss, was bei immer heißeren Temperaturen von Zeit zu Zeit notwendig wurde. Das Schild, dass kürzlich Krokodile im Fluss gesichtet wurden und das Schwimmen daher etwas gefährlich sein kann, viel uns erst hinterher auf. So wie dieses angebracht war, konnte die Gefahr jedoch nicht allzu groß gewesen sein.

Am Samstag den 24.07.2010 hatten wir Katherine hinter uns gelassen und sind im ersten der überwältigenden Nationalparks im Northern Territory angekommen. Der Nitmiluk National Park ist mit 292,800 Hektar zwar weitaus kleiner als der Kakadu National Park, welcher nördlich angrenzt und wohl der bekannteste Nationalpark nahe Darwin, vermutlich sogar von ganz Australien ist, mit seinen Schluchten steht der Nitmiluk NP jedoch seinem großen Bruder in keinem Falle nach. Obwohl auch die Wildlife Commission des Northern Territory den NP mitverwaltet, gehört er den Aboriginies der Region, den Jawoyn People. Da wir jedoch nur einen halben Tag dort verbringen wollten, entschieden wir uns für eine Wanderung zu so genannten Butterfly Gorge, welche und planmäßig 4,5 Stunden hin und zurück brauchen sollte. Inzwischen war es richtig heiß und der erste Teil der Wanderung war in der Prallen Sonne, zum Glück würde der Weg nach der Hälfte ziemlich schattig. Die Abkühlung in der Schlucht am Ende des Wegen was trotzdem sehr Willkommen. Gegen Nachmittag ging es weiter, da noch der nördliche Teil des Nationalparks auf dem Programm stand. Zu diesem mussten wir ein paar Kilometer fahren, von denen es allerdings jeder wert war, denn wir kamen zu einen der schönsten Wasserfälle, den Edith Falls. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Wasserfällen, zwischen denen ein großzügiges Becken zum Baden und Schwimmen einlädt. Leider war es schon spät und wir machten uns auf die Suche nach einem Schlafplatz für die Nacht. Auf dem direkt am Fuß des zu den Edith Falls führenden Wanderweges gelegenen Zeltplatzes war für folgende Nacht leider kein Platz mehr frei. Nur ein paar Kilometer auf dem Weg zurück zum Highway fand sich jedoch ein kleines Areal, auf der sich bereits 2 Backpackervans niedergelassen hatten. Da wir am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang nochmals zu den Wasserfällen laufen wollten, schlugen wir dort ebenfalls Camp auf, um so keinen weiten Weg zu haben. Der ziemlich ruhige Anschein, den der inoffizielle Campingplatz machte, trog. Gerade als das Abendessen serviert war, tauchte ein Fahrzeug mit 4 betrunkenen australischen Insassen auf. Es war zwar kein Problem sie dazu zu bringen das geplante Lagerfeuer etwas mehr als 3 Meter von unserem Zelt entfernt anzuzünden, jedoch wurde an ihren Bier und anderen Alkoholikareserven schnell klar, dass sie nicht die Intention haben um 10 Uhr eine Nachtruhe einzuhalten. Ich beschloss das einzige zu machen, was einem in einer solchen Situation übrig bleibt und gesellte mich zu den Gestalten. Es stellte sich als ziemlich lustig heraus, da die Kollegen zwar aufgrund ihres Alkoholpegels etwas niveaulos daherredeten, allerdings ziemlich unterhaltsame Geschichten dabei zu Tage traten. Kostenloses Bier gab es noch obendrein, allerdings war das Aufstehen vor Sonnenaufgang am nächsten Morgen etwas hart. Nachts stellte sich noch heraus, dass wir auf einem Privatgelände eine Aboriginiekommune kampierten, diese ließen sich aber mit ein paar Bier und Cola beruhigen und ließen uns für den Rest der Nacht in Ruhe.

Nachdem der Sonnenaufgang zwar nicht direkt zu sehen, die Pools und Wasserfälle dennoch wunderschön waren, ging es zum Nationalpark der Nationalparks – dem Kakadu National Park. Im südlichen Teil konnten wir kaum etwas besichtigen, da für die meisten Straßen ein Allradantrieb benötigt wurde. Da es eigentlich auch viel zu heiß war für große Unternehmungen, beließen wir es bei einer kleinen Wanderung, die uns an Unterschlüpfen und Felsmalereien der Ureinwohner vorbei brachte und einer etwas größeren, die uns zu einem Lookout mit Ausblick über weite Teile des Parks brachte. Bereits am frühen Nachmittag suchten wir erschöpft einen Platz zum Campen auf, um etwas im Schatten zu relaxen. Leider hatten wir den Zeltplatz direkt an einem ruhenden Gewässer gesucht. Den Krokodielen vor denen gewarnt wurde sind wir nicht begegnet, allerdings waren unzählige Moskitos unterwegs, die uns nach Sonnenuntergang den letzten Tropfen Blut aus dem Körper saugen wollten. Mit einem rauchigen Feuer konnten wir sie zwar während dem Abendessen etwas auf Distanz halten, danach flüchteten wir jedoch schleunigst ins Zelt. Selbst am nächsten Morgen lauerten sie schon am Zelteingang, um an verschlafener Beute zu frühstücken. Am letzten Tag nicht wirklich vom Kakadu National Park überzeugt worden, bliebt es auch am Montag eher enttäuschend. Auf einer kleinen Wanderung kamen wir zwar an schönen Felsformationen vorbei, im neben dem Weg verlaufenden Fluss blieben die Krokodilbeobachtungen jedoch erneut erfolglos. Nur eine Nacht in diesem etwas überschätzten Parks verbracht habend, ging es zum Litchfield National Park, welcher weitaus kleiner aber vor allem von den Locals als der weitaus schönere beschrieben wird.

Den ersten Stopp dort machten wir an den Magnetic Termite Mounds, diese Termitenhügel sind nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet, um so die extremen Klimate der Region für die Insassen annehmlich zu machen und muten so wie unzählige Grabsteine an – allerdings mit bis zu 3 Metern Höhe.

Auch ansonsten hatte der Litchfield Nationalpark allerhand zu bieten und ich würde es jedem unterschreiben, dass dieser frei nach dem Motto „klein aber fein“ der schönere der Nationalparks im Norden des Northern Territorys ist. Uns gefiel es so gut, dass wir dort 3 Nächte verbrachten, die erste und dritte davon übernachteten wir am Burley Rock Hole, einer Serien von kleinen Wasserfällen, die zum Baden einlädt, nicht zuletzt aufgrund der fehlenden Gefahr von Krokodielen. Zu Fuß waren von dort aus durch einen schönen Pfad am Gewässer die Florence Falls erreichbar, auch hier konnte gebadet, geschnorchelt und im Schatten sitzend entspannt werden. Am zweiten und dritten Tag schauten wir uns die weiteren Attraktionen des Nationalparks an, namentlich die Tolmer und Wangi Falls, bevor es wieder an unsere erste Übernachtungsstätte zurückging. Bis auf unerträglich heiße Nächte im Zelt, die durch das helle Licht des Vollmondes zusätzlich erschwert wurden, waren die letzten Tage bevor es nach Darwin ging unglaublich entspannend. Am 29 kamen wir dann zwei Tage früher als geplant in der besagten Stadt an, wo die letzten Tage bis zum 02. August noch ordentlich Wärme getankt wurde, bevor es für mich wieder zurück nach Neuseeland ging. Um das knapper werdende Reisebudget zu schonen, verbrachte ich die letzte Nacht noch am Flughafen in Darwin, mit Teppichboden war es dort ganz bequem, leider haben künstliches Licht und wiederholte Durchsagen die Nachtruhe etwas zunichte gemacht, aber wer würde sich schon bei einer kostenlosen Übernachtungsmöglichkeit beklagen. In Auckland musste ich dann ebenfalls nochmals eine Nacht verbringen, da die Maschine erst um 11 Uhr abends am Internationalen Flughafen landete und die Wucherer vom Airport Shuttle Service geschlagene 70 Dollar für einen Personentransport ins gut 120 Km entfernte Hamilton verlangten. Die billigere Variante, für eine Nacht im Kiwi International Airport Hostel abzusteigen und mich am nächsten Mittag von Sarah abholen lassen, die ihren kleinen Bruder dort in Empfang nehmen wollte, war im Endeffekt die ökonomisch und ökologisch Sinnvollere. Von Ökologie wollen wir allerdings nicht reden, denn am nächsten Tag musste ich schon wieder die Strecke zurücklegen, da mich Sabrina besuchen kam. Also schnell das Auto in Hamilton abgeholt und mich bei der Gelegenheit gefreut ein paar vertraute Gesichter wieder zu sehen, ging es nach einer Übernachtung bei John wieder gen’ Norden. Die Tage und Wochen ab dem 04. August sind allerdings eine andere Geschichte, denn die über 5000 Worte haben mich nun so lange gebraucht, dass ich in 2 Stunden wieder einmal die gleiche Strecke Hamilton-Auckland zurücklegen werde. Heute ist es allerdings etwas anders, denn es ist das letzte Mal!

Wie immer kann ich mir die Anmerkung nicht verkneifen Rechtschreibfehler, grammatikalische Inkorrektheiten, vergessene, überflüssige oder nicht-existente Wörter und Formulierungen zu entschuldigen. Ich werde es zwar dem werten Leser zumuten, sich durch den ganzen Wortsalat zu kämpfen, dies allerdings selbst nicht mehr unternehmen um etwaige Fehler auszumerzen. Des Weiteren möchte ich noch darauf hinweisen, dass weder die Reihefolge der Bilder, noch deren Zuordnung zum Text korrekt ist, dies betreffend bin ich leider der Willkühr von Globalzoo unterworfen.

Liebste Grüße an die Daheimgebliebenen, die ich in nur 2 Wochen wieder zu Gesicht bekommen werde.

Bookmark and Share

Weitere Fotos



Kommentare (2)

  • (#1) Dominique sagte am 02.09.10 um 12:11 Uhr:

    hallo mein schatz =)
    also ich sags ganz ehrlich aufgrunddessen, dass ich (wie ich dir ja gestern abend geschrieben habe) in aux und hab besuch!!deshalb konnte ich mich leider noch nicht durch deinen wortsalat durchkämpfen =) ich werde aber so bald wie möglich (spätestens heute abend) die zweite hälfte auch noch lesen!!ich freu mich unglaublich, dass du endlich wieder da bist und ich nur noch wenige kreuzchen auf meiner "benne-kommt-bald-wieder-heim-liste" zu machen habe =) hab dich lieb, mein engel!!küsschen

  • (#2) Rosi sagte am 04.09.10 um 08:03 Uhr:

    Hallo Bene!
    Hast dich quantitativ und qualitativ mal wieder selbst übertroffen, hab allerdings 3 Anläufe gebraucht, um wirklich den ganzen Text zu lesen...
    noch 11 Tage bis wir uns wieder sehen. Freu mich!
    Küsschen
    Rosi


Kommentar hinzufügen

Falls du ein globalzoo-Mitglied bist, bitte zuerst einloggen!
Name
Emailadresse
(wird nicht angezeigt)
Dein Kommentar
Spam-Schutz Bitte trage das Ergebnis der Rechnung in das Feld ein.
dreizehn - neun =
All links get rel="nofollow". Spam entries will be deleted automatically!
 

Blogeintrag gelesen von 116 Besuchern.

Alle Blogeinträge nach...


Ben-Far-Away