Das hiess fuer uns, wir mussten um 7 Uhr los. Um sogar kurz vor 7 waren wir schon aus der Huette und machen uns auf die Socken. Im Osten roetete sich der Horizont vom bevorstehenden Sonnenaufgang. Ich haette eigendlich gedacht, dass wir einfach so durch die Bucht laufen koennten, aber da floss doch tatsaechlich ein Fluss hindurch zum Meer, welches noch weit weg war. Uns blieb nichts anderes uebrig als unsere Schuhe und Socken auszuziehen und barfuss durch das eiskalte Wasser zu waten. ... und wie kalt das war!!! Durch die Kaelte und dann auchnoch ueber das mit harten Muscheln uebersehte Bett der Bucht... Das waren vielleicht Schmerzen! Mir ist wirklich schwindlig geworden, weil das so unglaublich weh tat!!
Ich war froh, als ich wieder in meinen Schuhen steckte. Kurz nach der Ueberquerung, welche wir ohne weitere Probleme hinter uns brachten, liefen wir fuer eine kurze Strecke durch den Wald, bis wir an einen unglaublichen Strand kamen, welcher golden ergluehte. Die Sonne stand kurz ueber dem Horizon. Hier an dem Strand haben wir bestimmt 1 1/2 Stunden Pause gemacht. Wir haben dann angefangen unsere langezogenen Schatten auf den Strand zu fotographieren und komische Posen zu machen. Domenic und ich haben ausserdem versucht einen Stein in die Luft zu werfen und ihn noch in der Luft mit einem 2ten Stein abzuwerfen. Aber weder ich noch er hat es geschafft.
Bald gings auch schon weiter. Es ging von Strand zu Strand, von Bucht zu Bucht. Bis nach Totaranui, welches nur 5,5 km von der Huette liegt, dauert es normalerweise nur 1 1/2 Stunden. Wir haben gute 3 1/2 gebraucht, weil wir an jedem Strand so lang geblieben sind. Dort mussten wir die Aquataxi Gesellschaft, die uns am naechsten Tag abholen sollte, anrufen und die Rueckfahrt bestaetigen. In Totaranui stehen also einfach so 2 Telefonzellen in der Gegend rum :)... so krass auch wiedernicht. Totaratnui ist ein riesen Campingplatz mit Infocenter und Haeuser usw. Das haben wir auf jeden Fall gemacht, bevor es weiter ging.
Am naechsten Strand (Anapai Bay) machten wir eine etwas laengere Pause und assen Sandwiches. Wir assen also unsere Sandwiches, als so 5 Robben im Wasser knapp vor dem Strand entlangschwommen und wie Delphine aus und wieder ins Wasser sprangen. Dom hat ein cooles Video machen koennen. Ja und nach der Pause ging auch wieder weiter. Der naechste Strand hiess Mutton Cove und von dort aus gings eine Abzweigung zu Separation Point, wo es auch eine Robbenkollonie gibt. Dort haben wir auch wieder eine ewig lange Pause gemacht. Die Sonne kroch schon langsam dem Horizont entgegen. Am naechsten Strand sollte dann unsere Huette liegen.
Davor mussten wir aber erstmal ueber einen Huegel. Auf der anderen Seite natuerlich wieder runter. Bis zur Whariwharangi Huette wars dann nichtmehr weit. Die Huette war echt cool. Uhrsprunglich war es ein Haus, welches 1880 erbaut wurde. Spaeter hatte man es in eine Huette (ist eigendlich immernoch das Haus) umgewandelt, wo die Tramper drin schlafen koennen. Kurz vor Sonnenuntergang sind wir an den Strand, welcher keinen einzigen Fussstapfer in sich hatte. Voellig unberuehrt. Nach einigen Fotos aber nichtmehr :) Dort gabs auch einige Felsen im Wasser, an denen Muscheln wuchsen. Wir haben welche gepflueckt und somit unser Abendessen versuesst :)
Jo das wars dann eigendlich.
Ganz liebe Grusse! Cany
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