...denen man sehr nass wird. Niemals kurz nach Regen den Weg wandern. Diese Route ist nur für erfahrene Wanderer geeignet!!!
Jaaa, das sind Informationen die mir jetzt zukommen, NACHDEM wir heute versucht haben, eben diesen "Wanderweg" gekoppelt mit dem Goldie Bush zu wandern. Wir, das ist ne Gruppe von zehn internationalen Studenten, die das ganze mal spontan geplant haben. Wir haben ein paar Österreicher dabei, denen das Wandern ja in die Wiege gelegt wird, und eine von ihnen hat alles organisiert.
Also noch ma, wir sind internationale Studenten, wir kommen NICHT alle aus Österreich und sind nicht alle erfahren! Spätestens an dem Warnschild hätten wir vielleicht umkehren sollen. Hm jetzt im Nachhinein ist diese Schlussfolgerung irgendwie selbstverständlicher als sie vorhin war :D
Wir gehen also diesen Track, mit unseren Sneakern, den Rucksäcken und Seitentaschen und unserer auch sonst mehr als fdürftigen Vorbereitung auf den Wandertag. Ich hatte mir nen netten befestigen Weg vorgestellt, weit gefehlt.
Nach einer Dreiviertelstunde stehen wir plötzlich vor Wasser, ohne jegliche Idee wie's von nun an weitergeht. Die Wege sind markiert, aber just in diesem Moment gerade nicht. Also was tun? Kann ja nicht Sinn der Sache sein im Fluss Fluss aufwärts zu laufen...!? (Doch, wie wir jetzt wissen)
Wir gehen also nicht durch den Fluss sondern am Rand einen Abhang hoch, durch den matschigen Boden und das viele Hinfallen sind die Klamotten eh dreckig, also who cares? Es wird geklettert mit allen vieren. Und dann kommt die Challenge, unser vermeidlicher Weg endet abrubt. Aber da es hart genug war bis dorthin zu kommen wollen wir nicht zurück gehen.
Wir entscheiden also den Berg herunterzuklettern. Wir haben die Entscheidung, das wir KLETTERN wollen, jedoch nicht deutlich genug gemacht. Unsere österreichische Organisationskomilitonin entscheidet nämlich (zugegebenermaßen unfreiwillig) zu fallen statt zu klettern.
Beim Hinabklettern hatte sie nach einem Ast gegriffen, der dann (Murphy's law) gebrochen ist. Sie stürzt, und liegt dort, 5 Meter weiter unten, mit Gesicht, Brust und Händen zuerst auf nem Stein, regungslos.... sekundenlang, es fühlt sich aber nach Stunden an, bis sie auf unsere Rufe endlich reagiert!
Die Hand sieht gar nicht gut aus, das Gelenk ist nun doppelt so breit, nicht nur wegen der Schwellung, sondern, wie sich nachher herausstellt, wegen einem Stück Knochen welches flügge werden wollte.
Wir reden ihr gut zu , verbinden es vorerst notdürftig und legen ne kurze Krisensitzung ein. Sie ist nicht in der Lage zu Laufen, es können keine Hubschrauber auf dem wahnsinnig unzugänglichen Gelände landen und Handyempfang gibt es auch nicht. Was nun?
Ich mach mich mit zwei der Jungs auf den Weg Hilfe zu holen, die anderen passen auf unsere frischgebackene Patientin auf. Wir haben unglaubliches Glück und treffen schon nach 10 Minuten auf erfahrenere Wandermädels, die uns direkt ihre Hilfe anbieten. Einer Kombination aus Palmenblättern, Pullis, Verbandszeug und enormer Kreativität verdanken wir einen super Verband.
Unsere Österreicherin findet mit der neuen "Bio-Bandage" schnell neuen Mut und macht sich zusammen mit uns und den anderen beiden Helferinnen auf den Weg zurück zum Auto.
Das erste Krankenhaus stellt den Bruch fest, bringt unter lokaler Narkose wieder alle Knochen in die richtige Position und legt den Verband an, 3 Stunden vergehen... dann werden wir weitergeschickt, einen Kernspinttomographen hat dieses Krankenhaus nicht, deswegen heißt es auf zum nächsten und wieder warten...
Das Krankenhaus entscheidet sich, unsere Österreicherin über Nacht dort zu behalten, weil nicht klar ist, wann der CT frei wird!
Meine Liebe, vielen Dank, dass du dir solche Mühe gegeben hast und sooo tapfer warst! Gute Besserung!!!
Hey liebe Carina! Hab` dich lieb und denke ganz oft an dich! GLG! Deine Martina
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