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ChrisGerms Blog

7 Wochen on the Road: Fraser Island Teil 2

14.03.2010 | Bilder1 | Kommentare1 | Australien  - Fraser Island, Queensland
Hier der Fortsetzung unseres kleinen Fraser Island Abenteuers. Den ersten Teil findet ihr im vorherigen Post. Da ich am nächsten Morgen keine Lust mehr auf all den...

...Stress habe und im Zweifelsfall eh alles auf den Alkohol schieben kann, verhalte ich mich ganz normal. Guten Morgen Sophie, guten Morgen Becky, guten Morgen wunderbare Welt. Und was sagt man dazu? Bereits nach dem Frühstück verstehe ich mich mit beiden wieder blendend. Keine Spur von schlechten Gefühlen oder verletztem Ego. Zumindest nicht mir gegen über. Rational und logisch, wie Frauen unter 25 nun einmal ganz klar sind, hassen die beiden nur noch sich gegenseitig, während ich fein raus bin. Ich muss es nicht verstehen, um es großartig zu finden, oder?

Da ich nicht ein zweites Mal durch eine unüberlegte Aktion den Unmut jeder Frau im näheren Umkreis auf mich ziehen möchte, warte ich den Tag erstmal ab. Und er war noch viel besser als der erste... also im Bezug auf Natur und andere sehenswerte Sachen, die man sich um Urlaub so anschaut.

Auf dem Weg über den endlosen 75 Mile Beach an der Ostküste der Insel, können wir das Wrack der S.S. Maheno bewundern. Dieses Luxusschiff strandete 1935 auf dem Weg nach Japan infolge eines Zyklons an der Küste und steht seit dem einfach dort herum. Wie sich Jeder denken kann, ist nicht mehr besonders viel des damaligen „Luxus“ zu sehen. Es ist ein löchriger Haufen Rost mitten auf dem Strand und nur noch mit viel Fantasie als ehemaliges Schiff zu erkennen. Dessen ungeachtet sehenswert. Gegen Mittag erreichen wir den Indian Head im Norden der Insel. Von diesem riesigen Felsen Lavagestein hat man einen unvergesslichen Blick auf den Ozean und kann mit etwas Glück das eine oder andere interessante Wasserlebewesen erspähen. Und wir haben heute einfach verdammtes Glück. Delphine, Riesenrochen, Haie und sogar zwei Wale ließen sich vor uns blicken. Wie oft im Leben sieht man so was schon. Auf dem Rückweg begegnen wir dann allerdings den ersten Dingos. In dieser Nacht steht sowieso Camping am Strand auf der Agenda, von daher werden wir uns an ihren Anblick gewöhnen müssen. Aber nicht, bevor ich noch unseren Wagen in einer Düne fest fahre. Alle raus und schieben, Freunde! Danke.

Eine weitere Besonderheit auf Fraser Island ist, dass der 75 Mile Beach als offizieller Highway gilt. Die Leute fahren aufgrund der verfügbaren Fläche einfach wie und wo sie wollen. Kommt es allerdings zu einem Unfall oder ein Ranger patrouilliert auf dem Strand, gelten die gleichen Regeln wie auf jeden anderen Highway in Australien auch. Als ob das für einen Strand noch nicht genug wäre, ist der Strand / Highway außerdem Start- und Landebahn für kleinere Flugzeuge. Und laut Gesetz haben die Vorfahrt! Neben den anderen Bekloppten in ihren Allrad-Geländewagen, muss man also auch noch Flugzeuge beachten und ihnen Platz machen. Und für einige Leute ist das im Straßenverkehr erfahrungsgemäß zu viel. Naja, wenn schon ein Autounfall, dann doch bitte durch den Zusammenstoß mit einem Flugzeug... AM STRAND!

Am Abend geht das Spiel von letzter Nacht wieder von Vorne los. Lager aufschlagen, Essen, Trinken und Feiern. Damit sich bei Sophie wegen letzter Nacht nichts aufstaut, unterhalten wir uns kurz über das kleine „Missverständnis“ des vorangegangenen Abends:

Ich: „What a beautiful day, wasn't it?“

Sophie: „Yeah, it was. So amazing!“

Ich: „You still mad at me or are we cool?“

Sophie: „Well it wasn't exactly nice to hook up with me and half an hour later with Becky!“

Ich: „I know, I'm really sorry. You know how that stuff happens when your drunk. I really don't want this to ruin our friendship.“

Sophie: „No, me neither. I was way drunk, too. It's all good now, no worries. You can do whatever you want with Becky, that's fine with me.“

Ich: „You really sure about that?“

Sophie: „Yes, of course!“

Perfekt. Natürlich ist es ihr nicht egal, ob ich mit Becky ins Bett gehe oder nicht, aber jetzt, wo sie es gesagt hat, kann ich ohne schlechtes Gewissen machen was ich will. Und das tue ich natürlich auch. Am Ende des Abends enden Becky und ich somit natürlich zusammen im Zelt und alles läuft super. Doch kurz vor Ende, kommt irgendetwas direkt in unser Zelt geflogen! Es ist Chris, sturzbetrunken und nicht mehr ansprechbar. Er schläft auf der Stelle ein und ist nicht mehr vom Fleck zu bekommen! Toll! Zwar stört mich solch ein Stimmungstöter nicht wirklich, Becky dagegen scheint allerdings irgendwelche Einwände zu haben. Alles klar, auch dieser Abend ist gegessen. Diese Insel ist verflucht!

Auch unser letzter Tag auf Fraser brachte wenig Neues. Lakes, Tiere, Strände, Natur, Sonne. Sophie war wie zu erwarten alles andere als begeistert darüber, dass ich mit Becky im bett war, ließ dies aber nur an ihr aus. Zu mir war sie nett wie nie zuvor. Als wir abends doch relativ erschöpft die Fähre verlassen, sind wir uns alle einig was wir jetzt brauchen: McDonalds. Zwar war die Anweisung des Veranstalters bei Verlassen der Fähre DIREKT und OHNE UMWEGE zurück zum Hostel zu fahren, aber wie sollten sie das schon raus bekommen? Vielleicht anhand der anderen drei Gruppen, die allesamt eine Stunde vor uns wieder zurück waren... Als wir vollgefressen und müde am Hostel ankommen, dreht der fette Australier, der den Laden leitet, vollkommen durch. Wildes Gestikulieren, lautes Schreien, Fluchen, das volle Programm. Ich bin ziemlich sicher, dass er kurz davor ist gewalttätig zu werden, als Chris und ich uns vor Lachen auf dem Boden krümmen. Aber was will er schon machen, wir sind alle erwachsen... oder besser gesagt volljährig und somit interessiert es uns relativ wenig, was er uns erzählt. Auch die 50 Dollar Strafe tun mir nicht sonderlich weh um ehrlich zu sein.

Nächste Station auf unserem Trip: Airlie Beach!

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Dieses Kapitel stammt aus meinem Buch "Backpacking - Reisen ist Nebensache". In diesem einzigartigen Buch findet ihr zahlreiche weitere Geschichten und Erlebnisse aus einem verrückten Jahr in Australien und Asien, die euch einen realistischen Einblick in das abgefahrene Leben eines Backpackers geben dürften.

Um das Buch zu bekommen, schaut euch einfach auf meinem Blog um!

P.S.: Hierbei handelt es sich um etwas zensierte Version der Geschichte, da ich mich natürlich an die Globalzoo-Regeln halten möchte.

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