...bei der Familie von Marco in Sao Paulo. Nach einigen Tagen zog es uns jedoch nochmlas weiter an die Strände zwischen Sao Paulo und Rio. Es sind herrliche weisse Sandstrände in mitten vom Dschungel.
Wir fuhren nach Paraty, wohl die schönste Stadt, welche wir in Brasilien gesehen haben. Es ist eine historische unter Denkmalschutz liegende Stadt. Die Häuser sind alle weiss gestrichen mit bunten Fenster- und Türumrandungen. Wenn es Nacht wurde, stiegen bereits dier ersten Vor-Carneval Fiestas. Das war ziemlich interessant und laut. Es hat eine grosse Band mit vielen verschiednen unbekannten Instrumenten sowie einige Sänger. Das ganze Publikum bewegt sich und es gab sogar eine Grossmutter welche total abgetanzt ist. Auch die kleinen Kidz sind schon unglaublich beweglich und schwingen ihre Hüfte, wie wir nur Träumen können.
Nach ein paar Tagen ging es weiter in das 25km entfernte Fischerdorf Trindade. Dieser Ort liegt an malerischen Stränden und Buchten. Hier machten wir nicht viel, als uns von der Sonne verwöhnen zu lassen.
Für die letzten Tage in Südamerika gönnt wir uns noch die Ilha Grande. Mit ihren 86 Stränden, eine der bekanntesten Insen in Brasilien. Die Insel ist überwachst mit dichtem atlantischen Regenwald, weissen Sandstränden und glasklarem Wasser. Einfach das Paradies. Hier unternahmen wir einige Ausflüge mit dem Boot, gingen Tauchen und assen direkt am Strand.
Nach 8 Tagen fuhren wir wieder zurück nach Sao Paulo zu unserer Familie. Wir wurden noch ein bisschen rumgeführt durch die chaotischen 12-spurigen Strassen. Marco konnte selber mal in der Nacht mit dem Auto fahren und hatte prompt eine Panne im Pneu. Die Cousine war voller Angst und sagte nur, weiterfahren, ja nicht anhalten, das sei zu gefährlich! Als wir dann endlich zu einer Tankstelle kamen, konnten wir den Schaden begutachten. Marco wechselte seinen ersten Pneu binnen Minuten (Lernte er in Südamerika, nur vom zu schauen! ;-) ). Die Cousine war immer noch ausser sich und hatte total Angst. Als wir weiterfuhren, mussten wir bei rot über die Ampel fahren. Denn es sei zu gefährlich in gewissen Quartieren anzuhalten. Was hier auch auffällt, dass die Strassen mit den Häusern von Favelaz zu reichen Quartieren, immer wieder wechselt. Bei einer Ampel mussten wir anhalten, da es nicht anders ging. Es kam ein Mann vor unser Auto und zeigte seinen nackten Oberkörper, dann wollte er unsere Windschutzscheibe putzen. Die Cousine erklärte uns, er zeigt seinen nackten Oberkörper, dass er keine Waffen auf sich trägt!
Solche Situation sind schon extrem krass und neu für uns. So lernt man es auch wieder schätzen, dass man doch in der Schweiz aufgewachsen ist und solche Sachen absolut nicht zur Tagesordnung gehören. Wir wuchsen noch total unbekümmert auf und konnten auf der Strasse spielen. Solche Sachen gibt es in Sao Paulo nicht.
Nun freuten wir uns extrem auf zu Hause, unsere Familien, Freunde, bequemes Federbett, saubere Duschen, Duschen ohne Flipflops, richtige flüssige Seife, man muss nicht schauen, wo man das Badetuch aufhängen muss, Kleiderschrank, dickes WC-Papier, Papier kann man ins Klo werfen, feine Mamakost, Rivella, leckeres Brot, Raclett, Fondue, feine Pizza, Duvet, usw., halt viele kleine Dinge.
Der Flug war ziemlich unbequem und an Schlaf war nicht zu denken. Jedoch glücklich landeten wir in der eisig kalten Schweiz. Wir hatten einen Temperaturschock! 35 Grad Unterschied!
Es ist wunderschön wieder hier zu sein und wir geniessen es sehr. Man schätzt alles wieder viel mehr und ist dankbarer. Es war eine super Zeit mit einer unvergesslichen Lebenserfahrung. Zur Zeit stecken wir noch ein bisschen im Kulturschock mit all dem Luxus um uns rum und den \"Problemen\", die ja eigentlich gar keine sind, vorallem nicht für Südamerikaner.
Wir danken auch allen, die hier immer mal wieder vorbeigeschaut haben.
12.03.2011, Claudia & Marco
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