...Nordkueste Mumbasa\'s und ich habe nun endlich einmal das Gefuehl, in den Tropen zu sein. Das Klima ist anders als in Nyanza, ich bin nun wieder auf Meeresspiegel-Niveau, die Temperaturen sinken selbst nachts nicht unter die 25 Grad Grenze und auch die Vegetation ist komplett anders... Die Strassen sind gesaeumt von riesigen Mango-Baeumen, am Strand reihen sich die Kokospalmen aneinander und man ist staendig von einem Surren und Zirpen umgeben, wie man es aus Dschungel-Reportagen kennt.
Ich will mich nicht nur kurz fassen, denn nun hat der Urlaub begonnen und das ist bei weitem nicht so interessant wie die unvergessliche tolle Zeit in Oyugis.
Am Montag waren Philipp und ich zum letzten mal mit den Leuten vom Home Based Care unterwegs. Wir haben, wie immer, zwei Cluster-Groups besucht und uns bei beiden Gruppen einen Patienten angeschaut. Den Rest des Vormittags haben wir dazu genutzt, noch letzte Filmaufnahmen fuer unser Videoprojekt zu machen, und wir haben inzwischen weit ueber drei Stunden Material. Da sollte sich doch was daus machen lassen! Leider mussten wir uns dann schon von Mary Mboya verabschieden, eine meiner persoenlichen Lieblinge im OIP. Die Frau ist einfach nur von Grund auf gut, sie hilf, wo sie nur kann, und hat fuer eine Kenianerin in ihrem Alter erstaunlich liberale Ansichten. Zum Glueck liefen keinen Traenen.. Am Nachmittag waren wir dann noch kurz mit Jaskine auf dem Markt, wo ich nach Souveniren Ausschau gehalten habe, gekauft habe ich aber erst nen Tag spaeter.
Am Dienstag war dann der Tag des grossen Abschieds gekommen. Wir haben uns von allen Leuten im Projekt verabschiedet un noch reichlich Fotos mit den leuten zusammen geschossen. Es waren sehr traurige Momente, aber das grosse Weinen ist Gott sei Dank ausgeblieben. Den Nachmittag habe ich dann mit Packen und aufraeumen verbracht, und wir sind nochmal mit Jaskine zum Markt gegangen. Dort habe ich dann noch ein paar Sachen gekauft, und zum Schluss waren wir noch in Jaskines Lieblings-Hotel (Hotels sind hier keine Uebernachtungsmoeglichkeiten, sondern mit Hotels werden hier kleinere Imbissbuden bezeichnet) einen Mangosaft heben. In der Community haben wir dann Abends zusammen mit den Bruedern noch ein Abschiedsbier getrunken, wir haben erzaehlt, unsere Erfahrungen ausgetauscht und die vergangenen Wochen noch einmal Revue passieren lassen. Alle waren zufrieden, es gab keine Streitpunkte, und es war ein gelungener Abschluss!
Am Mittwoch war es dann soweit, der Tag der Abreise. Nach dem Fruehstueck haben wir uns noch von den Bruedern verabschiedet und um 12 Uhr 15 wurden wir vom Taxi abgeholt. Jaskine hat es sich nicht nehmen lassen, uns noch ganz persoenlich an der Community zu verabschieden, wirklich herzlich der Kerl! Dann sind wir mit dem taxi los, Naftali hiess unser Fahrer, und nach einer guten Stunde Fahrtzeit waren wir schliesslich in Kisumu angekommen und 5000 Shillings aermer. Dafuer wars komfortabel.. Dort haben wir uns einen Bus bei Coastline gebucht,1900 Shillings kostet das Ticket fuer eine ueber 800km lange Fahrt, was echt guenstig ist, haben unser Gepaeck dort verstaut und uns nochmal auf den Weg in Die Stadt gemacht. Waren lecker was essen, haben uns noch Reiseproviant gekauft und sind zurueck zum Bus. Abfahrt puenktlich um 17 Uhr 30, das war das erste mal, das hier etwas wirklich puenktlich passiert ist!
Nach 13 Stunden Fahrzeit sind wir dann schliesslich in Mumbasa angekommen. Es ist 6 Uhr 30 und es regnet, nach maximal einer Stunde Schlaf im Bus hebt das nicht gerade die Stimmung.. Naja, sind dann mit einem TukTuk zum Hotel gefahren und haben eingecheckt, alles total unproblematisch. Haben ein nettes Zimmer mit einem Riesenbett was wir uns teilen, Fernseher, ein eigenes Bad, Klimaanlage und das Essen hier ist wirklich der Hammer! Es gibt ein riesiges Fruehstuecks und Abendbuffet, da ist fuer jeden was dabei. Wir haengen die meiste Zeit hier auf dem Gelaende, da es Philipp auch nicht so gut ging, er hatte sehr starke Rueckenschmerzen, und am Strand wird man extrem von Haendlern und anderen Leuten belaestigt, die einem tausend verschiedene billig-souvernirs andrehen wollen, oder Drogen, oder es kommen Damen mit eindeutigen Angeboten. Sehr schade finde ich auch, dass ein grosser Teil der Besucher in Mombasa einschlaegiges Publikum sind: Maenner zwischen 50 und 70 Jahre, die alle eine junge Kenianerin an ihrer Seite haben, zwischen 20 und 30, da weiss man ja schon was abgeht...
Heute waren wir im Mumbasa Forest Trail, ein alter Felsbruch, wo Korallenstein abegbaut wurde und der inzwischen vollstaendig renaturiert ist. Dort hat sich ein natuerlicher Urwald gebildet, und man meint tatsaechlich, man steht mitten im Dschungel. Jede Menge Affen springen da durch die Baeume, es gibt Leguane, riesige Raupen, verschiedene Schmetterlinge und eine beeindruckende Flora. Gerade waren wir im Pool und nun bin ich wieder in der digitalen Welt...
Am Donnerstag geht es dann zurueck nach Nairobi, wo wir noch eine Nacht in der Rhapta Road Community verbringen und am naechsten Tag dann spaet Abends hoffentlich und wenn alles glatt geht die Reise zurueck nach Deutschland antreten werden!
Dann gibt es Berichte aus erster Hand ;)
Was mich nervt sind die Muecken hier!! Mega aetzend.. viel schlimmer als in West Kenia.
Auf bald meine lieben Freunde!
Take care und hab ich gern!
Faby
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