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Effas Blog

Christchurch - yeehaa!

01.01.2010 | Bilder30 | Kommentare1 | Neuseeland  - Christchurch
Nachdem ich festgestellt habe, welch wahnsinnige Partymetropole Renwick ist, habe ich beschlossen in Christchurch ins neue Jahr zu feiern. Diese spontane Idee war mal...

...wieder mit viel Aufwand verbunden. Wir mussten dann nämlich einen Blaubeerenpflücker-Ersatz für mich finden. Und das war gar nicht so einfach. Es gibt nicht gerade viele Menschen, die an Silvester in Renwick sein wollen. ;-)

Aaaber es hat geklappt!

Die Fahrt war mal wieder einmalig. Dieses Mal sind wir nicht durch wunderschöne grüne Hügellandschaften gefahren, sondern entlang goldbrauner Berge. Goldbraun entsteht dann, wenn zu viel Sonne auf zu wenig Regen trifft. Und das passiert hier in dieser Gegend offensichtlich oft. :-)

Meine Gastmutter in Renwick meinte noch: Hey Eva, die Fahrt nach Christchurch ist richtig klasse. „The road hugs the sea“ (die Straße umarmt das Meer). Was so viel heißt wie: die Straße fährt direkt am Meer vorbei. Ich dachte noch so: Ja ja, das tun ja einige Straßen hier in Neuseeland. Passt schon.

Aber hey, DAS war wirklich einmalig. Die Straße hat das Meer nicht nur umarmt, sie hat sie sogar geküsst! Man fährt da wirklich direkt am Meer entlang. Mit quasi nichts dazwischen. Noch nicht einmal Straßenbegrenzungspfosten oder so.

Die Wellen peitschen entlang den Felsen und du denkst nur: Okay, wenn wir jetzt umfallen, wie oft müsste der Bus sich drehen, damit ich oben liegen und mich schnellst möglich aus dem Bus befreien kann?! Rucksack, Tasche, alles griffbereit.

Und nach fünf langen Stunden kommt man dann in Christchurch an. Und ich muss sagen: das ist die erste Stadt, die mir hier auf Neuseeland richtig gefällt.

Die Leute hier im Hostel sind einfach klasse, die Umgebung stimmt, Christchurch hat einen tollen Park und viele schöne Gebäude.

Geheimtipp (?!): Sol Square!
Fragt mich nicht, wo das genau ist. Ich würde dort nicht wieder hin finden. Aber es ist recht zentral und einfach ein geniales Viertel. Voller uriger Kneipen, Livemusik und einfach alternativer Style.

Als wir dort waren, kam gerade ein Brautpaar um sich dort fotografieren zu lassen. Ich würde sagen, ich habe die zwei besten Fotos erwischt. :-)

Donnerstag, 31.12.2009 – hab keinen Bock auf Silvester! Nee, echt jetzt. Komm, lass den Scheiß!
Ehrlich gesagt, Silvester. Was ist das schon. Ist doch jedes Jahr. Boah, ich hatte sowas von keine Lust Silvester zu feiern. Aber die Leute hier im Hostel wollten schön vorfeiern und dann zum Cathedral Square (quasi Stadtmitte-Treffpunkt) gehen um die große Party dort zu erleben.

Ich war eigentlich nur müde und wollte schlafen. Aber irgendwie bin ich dann auch auf der Party gelandet. Ich wollte nur kurz raus gehen und eine Kleinigkeit essen und schon war ich Teil von Pferderennwetten mit Spielkarten.

Sinn des Spieles war es natürlich zu verlieren. Denn dann musste man trinken. ;-) Ich hatte mehr auf die „Gewinnerpferde“ gesetzt. Aber jede Glückssträhne ist mal vorbei und dann ging es steil bergab. :-)

Nicht zuuu steil, wir wollen ja nicht das Gleichgewicht verlieren. :-) Aber es war genug um in richtige Partylaune zu kommen. Ja, manchmal brauch doch auch ich ein bisschen Alkohol um in Partystimmung zu kommen.

Aber das war gut! Wow, hatten wir eine geile Party! Wirklich! Ich mein, einfach einmalig!

Kurz vor zwölf sind wir dann singenderweise in die Stadt gelaufen. Kennt uns ja keiner. Aber jeder wusste, dass die meisten von uns Deutschen waren. ;-)))

Neue Erfahrung: auf Neuseeland ist es nicht erlaubt in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken. Das bedeutete, dass wir kontrolliert wurden. Aber wir hatten ja sowieso nichts dabei – neee! ;-)

Nach zwei Raketen war das Spektakel in der Partymetropole Christchurch dann auch vorbei. Wir wollen es mit dem Feuerwerk ja mal nicht übertreiben. Die Party ging aber noch weiter. Unsere zumindest. :-)

Wir haben gesungen, getanzt und gelacht. Einfach jeden umarmt und ein frohes neues Jahr gewünscht. Fotos ohne Ende und (das war wirklich lustig) so viele Leute wollten ein Foto mit uns haben.

Eins und noch eins und noch eins. Das hörte gar nicht mehr auf. Wir fühlten uns wie Berühmtheiten. :-)

Tja, nach einer Stunde trennten sich dann die Wege. Es gab die einen, die zurück ins Hostel gegangen sind, die anderen, die noch die Kneipen unsicher gemacht haben und es gab noch uns... Und das waren jetzt nicht viele. So gar nicht viele. :-)

Wir fuhren spontanerweise an den Strand. Morgens um halb vier. Tja, das war mal so richtig super kalt! Sternen klarer Himmel, Vollmond, kalter Wind, das Wellenrauschen um uns herum und ganz viel farbloser Sand.

Und was macht man in solch einer lustigen Nacht am kalten Strand, wenn man friert?

Richtig, man zieht sich auf drei aus und springt nackig ins Meer! Auf drei dann auch ganz schnell wieder raus aus dem Meer und wieder angezogen. Wow, das war mal lustig! Davon gibt es jetzt natürlich keine Fotos.

Ripley's Welt der unglaublichen Dinge – believe it or not. :-D

Mit dieser genialen Nacht (dem tollsten Silvester, an das ich mich erinnern kann) sage ich: Hallo ins Neue! Yeehaa!

...und so viel sie tot ins Bett.

Feststellung der Nacht:
Die Partys, auf die man keine Lust hat hin zu gehen, sind am Ende immer die Besten!

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Kommentare (1)

  • (#1) Ripley's sagte am 27.04.10 um 14:01 Uhr:

    Ripley's Welt der unglaublichen Dinge... ;-)
    und es ist wahr!
    es war wirklich richtig kalt aber lustig und mal was ganz anderes... :-)


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