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Effas Blog

Helsinkiii nach 3 Tagen!

11.06.2010 | Bilder11 | Kommentare1 | Finnland  - Helsinki, Etelä-Suomen Lääni
Mit dreistündiger Verspätung, nämlich um 23 Uhr, konnten wir endlich los fahren. Öl- und Filterwechsel bei Nacht, überprüfen und...

...erklären aller Flüssigkeitsbehälter. Ja, ja, alles kein Problem. Und muss unbedingt sein – so in der letzten Minute vor der Abfahrt.

Aber nach nur drei Stunden waren wir dann endlich auf der Autobahn. Dass wir plötzlich in Deutschland waren, haben wir nur daran erkannt, dass plötzlich alle Schilder auf Deutsch waren. Da ist nix dazwischen. Keine Grenzposten mehr, gar nix. Einfach durch düsen.

Bei 120 km/h musste uns dann natürlich bei heftigstem Platzregen der auf der Fahrerseite befindliche Scheibenwischer wegfliegen. War ganz toll, so plötzlich nichts zu sehen.

Ein paar Kilometer später hat dann ein Hirsch beschlossen, sich in einer Kurve uns in den Weg zu stellen.

Aber auch das haben wir gemanaged. Da kann ja jetzt nichts mehr Schlimmes kommen, oder?

Die erste Nacht im Auto haben wir auch ganz gut überwunden. Bettlaken zur Verdunkelung und zum Sichtschutz, Frühstück auf dem Kofferraum und bevor es wieder los ging, einen kleinen Spaziergang gemacht.

Erster Tag: 320 km, Amsterdam – Osnabrück

Mittwoch, 09. Juni 2010 – 856 km, Osnabrück – Koto:
Eigentlich wollten wir für die nächste grosse Pause in Frankfurt an der Oder sein. Jetzt sind wir aber spontanerweise in Berlin gelandet. Hier wollten wir eine Freundin besuchen und haben auf eine Dusche gehofft. :-) Meine Freundin war aber leider nicht da, also wurde kräftig weiter geschwitzt.

Dafür haben wir es uns vier Stunden in einem Schatten neben der Spree gemütlich gemacht. Herrlich, so entspannt herum zu liegen bis die Sonne weiter weg ist und das Auto nicht mehr so aufheizt.

Und nach über 20 km (LKW-)Stau kurz hinter der Grenze in Polen konnten wir dann endlich wieder richtig los starten. Wir dachten schon, wir müssten dort übernachten. Dabei wollten wir so wenig Zeit wie nur nötig in Polen verbringen.

Donnerstag, 10. Juni 2010: 775 km, Koto – Paistrys
Eine Moskito verstochene Nacht, Frühstück und einer Dusche im Waschbecken der Raststätte später, geht es jetzt auf nach Litauen.

30 Grad Aussentemperatur, 50 Grad auf dem Asphalt, gefühlte 80 Grad im Auto und verrückte Polen auf der Strasse. So macht Autofahren doch so richtig Spass!

Also landschaftsmässig ist Polen bis kurz vor der Grenze zu Lithauen ja jetzt keine vorzeigbare Schönheit. Auch mit den Baustellen haben sie es nicht so. Total unorganisiert und ewig lang.

Hinzu kommt das Überholverhalten der Polen. Ich muss auf den Standstreifen ausweichen, dann wird überholt – trotz Gegenverkehr! Der übrigens auch auf deren Standstreifen ausweichen muss.

Boah, sind wir froh aus Polen wieder raus zu sein und nicht hier zurück fahren müssen. Allerdings ist der Sprit hier sehr billig. Nur etwas über einen Euro.

Freitag, 11. Juni 2010: 601 km, Paistrys – Helsinki
Das letzte Stück von Lithauen, ganz Lettland und Estland liegen hinter uns. Starke Regenschauer, wenig Verkehr und halbwegs flache Landschaft.

Es passiert nicht wirklich Spannendes. Auch das Überholverhalten hat sich bisher nicht verändert. Scheint also eine 4-Länder-Angewohnheit zu sein.

Im Auto zu schlafen wird eigentlich von Nacht zu Nacht gemütlicher. Man gewöhnt sich wirklich daran. Und gegen die Moskitos habe ich mir jetzt ein Spray gekauft, das auch super wirkt.

Einen Abend früher als erwartet sind wir nun in Helsinki. Und es gibt absolut keine Schlafmöglichkeit hier. Nach dann doch über 2.000 gefahrenen Kilometern hatte besonders ich auf eine Schlafmöglichkeit gehofft. Aber nein, es ist absolut nichts zu machen. Also wieder eine Nacht im Auto und auf Morgen hoffen...

Die Landschaft bisher übrigens war so gut wie in jedem Land gleich. Wenig besiedelt, keine Autobahnen, nur Schnellstrassen, eher wenig Verkehr (nicht so wie in Polen) und so gut wie immer Wald um sich herum.

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Kommentare (1)

  • (#1) frischmilch sagte am 15.06.10 um 22:45 Uhr:

    wow, ihr seid ja ganz schön weit gekommen.

    das mit dem überholen ist übrigens ganz üblich, denn es ist auch kein standstreifen, sondern eine verbreiterung zum überholen. meistens für die vielen Traktoren. gibts in deutschland auch ein paar mal.


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