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Farmer-Girls Blog

Mendocino, Mendocino wir fahren jeden Tag nach Mendocino....nicht ganz!

02.09.2010 | Bilder13 | Kommentare2 | USA  - Healdsburg, California
Hi folks…nu bin ich also nach ca. 1000 Meilen in Healdsburg…eine Weinstadt in Kalifornien. Nach der Chocolate-Factory der nächste Volltreffer auf...

...meiner Reise…auch wenn meine Trinkmanieren vermutlich nicht den örtlichen Gepflogenheiten entsprechen…anyway…hier nun erstmal der Bericht des Roadtrips…

Tag 1 Seattle – Seaside

2 Tage in der Stadt waren mehr als genug und so waren wir froh endlich Richtung Kalifornien aufbrechen zu können. Erstes Etappenziel sollte das 190 Meilen entfernte Seaside sein. Die Fahrt verlief relativ unspektakulär. Bei schlechtem Wetter gestartet und bei Sonnenschein angekommen…was will das Traveller-Herz mehr…eine nette Unterkunft. Und die war bereits in Form eines Hostels gebucht…grundsätzlich habe ich mich daran gewöhnt, mit mehren Strangern in einem Zimmer zu schlafen…überhaupt legt man bei dieser Art zu reisen jeglichen Anspruch Privatsphäre ab…man ist einfach froh irgendwo schlafen zu können...aber dieses Hostel war dann doch seeehr speziell….etwas zu schmuddelig und mehr ein Community, bei der zur Begrüßung vermutlich als erstes ein Joint gereicht wird…meine Theorie ist: damit man den Dreck nicht sieht…was zu erfolgreichen Ideen führen kann…die Macher einer Werbung mit diesem riesen Staubknäul haben sicherlich hier geschlafen und nach dem Joint eine Dreck-Attack erlebt und dieses Ding kreiert…noch vor ein paar Monaten hätte ich gesagt…“niemals werde ich hier schlafen“…aber die Zeiten sind vorbei…Gabrielle und ich nahmen es mit Humor…der erste Satz nachdem wir wieder Richtung Auto sind „Ok, wo verbringen wir den Abend“…ganz egal…nur nicht dort. Also sind wir an den Strand und haben einen sensationellen Sonnenuntergang gesehen…dort habe ich festgestellt, das mir so ein Strand oder das Meer schon sehr zusagt… Zurück im Hostel haben wir uns dann in unser 8-Pers. Schlafraum geschlichen….geschlafen habe ich echt beschissen, denn zum einen war es bitterkalt und ich habe dem Laken nicht getraut und nur in meiner Fleecedecke geschlafen…zum anderen war meine Matratze so laut, das ich mich kaum drehen konnte, ohne alle anderen zu wecken…dementsprechend früh war ich wach, Gabrielle glücklicherweise auch. Und so haben wir uns um 8 Uhr morgens aus dem Staub gemacht…

Tag 2 Seaside – Yachats

…nachdem wir uns von Seaside verabschiedet haben, sind wir erstmal in den nächsten Ort „Cannon Beach“ um dort zu frühstücken. Danach gab’s einen Strandspaziergang, bevor wir uns auf den Weg nach Yachats begeben haben…entlang der Küste haben wir wirklich spektakuläre Landschaften gesehen, aufgesogen und für die Ewigkeit in Form von Bildern festgehalten, allerdings…nie und nimmer können Bilder das Gefühl vermitteln, welches wir in diesem Moment hatten…die frische Seeluft einzuatmen, dort zu stehen und diesen Ausblick zu genießen…unbeschreiblich! Nachdem wir uns von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt vorgearbeitet haben, musste dann irgendwann auch mal getankt werden…also zur nächsten Tanke, ausgestiegen und losgelegt…bis ein äußerst unfreundlicher, alter Asiate kam, irgendwas –ich vermute böses- murmelte und uns quasi den Zapfhahn aus der Hand riss und das Auto tankte…hätte ich alles genau verstanden und wäre ob der Unfreundlichkeit nicht so überrascht gewesen…ich hätte dem runzeligen Wicht gegen’s Schienbein getreten und ihm mal genau erklärt, das wir Europäer die Selbstbetankung drauf haben…aber so, haben wir brav gewartet bis er fertig war uns sind fix weiter…der nächste Aussichtspunkt war nicht weit und so ging die Siteseeing Tour weiter, bis wir dann in Yachats ankamen…klein…sehr klein und kein so schöner Strand, wie in Seaside - also eigentlich gar kein Strand. Das Hotel „Dublin House“ war ganz witzig, wir schliefen in einem „Lighthouse“, ein Anbau in Form eines Leuchtturms…allerdings trübte das nicht funktionierende WiFi den verwöhnten Traveller des 21. Jahrhunderts…so blieb uns nichts anderes übrig, als uns mit den ca. 5 TV-Sendern zu begnügen…wir gingen dann recht früh schlafen…

Tag 3 Yachats – Gold Beach

Früh aufgewacht, ging es nach einem guten Kaffee Richtung Gold Beach. Erneut vorbei an sensationellen Landschaften –ich kann gar nicht genug davon bekommen- und vielen kleinen Orten, bei denen mir immer nur eines einfällt: nie im Leben möchte ich hier wohnen…da ist nix…gar nix…überhaupt weniger als nix…so gesehen ist diese Reise ein echter Erfolg zur Erforschung meiner eigenen Wünsche…ich weiß wo ich auf keine Fall leben möchte…ansonsten gab es nicht viel neues – nur fantastische Landschaften. Gegen Nachmittag kamen wir dann in Gold Beach an…diesmal im Motel6 –mein persönlicher Favorit auf dieser Reise- 2 riesen Betten, Kaffeemaschine und WiFi…das Traveller-Herz war hocherfreut! Nach dem kurzen Zimmercheck war der Strand dran…und der war zwar schön, aber keines Falls „Gold“ – bei Ede Zimmermann wäre das unter der Rubirk „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ aufgetaucht…aber uns war das egal…wir haben uns einfach in die Sonne gelegt und die Zeit genossen…Freiheit pur!

Tag 4 Gold Beach – Eureka

Nach einer guten Tasse „Texas Tea“ ging es wieder on the road…diesmal Richtung Eureka…wie immer dauerte die Fahrt etwas länger, da zahlreiche „laß uns mal ein Bild machen“-Stops eingelegt werden mussten…was auch wieder sehr erfolgreich war. Als wir in Eureka ankamen, wurde das Wetter schlechter, was die sonnenverwöhnte Traveller-Stimmung ein wenig trübte…also ging es erstmal in die Stadt auf Sightseeing-Tour…allerdings entpuppte sich dieses Eureka als äußerst seltsame Stadt…es lässt sich wirklich schwer beschreiben irgendwie eine Mischung aus „Dawn of the Dead“ und „I am Legend“…also ging es fix in den nächsten Safeway…etwas Plastikflaschen-Wein besorgt…zurück ins Hotel und auf den nächsten Morgen gewartet…

Tag 5 Eureka – Healdsburg

Nachdem der nächste Morgen nun da war, ging es zeitig los, da wir diese seltsame Stadt so schnell wie möglich hinter uns lassen wollten….der Plan war auf dem Highway No. 1 an der Küste entlang zu fahren, was zwar etwas länger dauert, aber dafür um so schönere Ausblicke liefern soll…wenn denn das Wetter mitspielt…und das tat es diesmal nicht…daher fuhren wir nach einem kurzen Abstecher zurück auf den Highway 101 und ab nach Healdsburg, wo wir gegen Nachmittag ankamen…eine äußerst schmucke Gegend und weit und breit nix als Wein...so lässt es sich leben für die nächsten Tage. Überhaupt es ist ganz nett mal wieder für ein paar Tage an ein und dem selben Ort zu schlafen.

Unser "Alltag" fern des Highway sieht wie folgt aus: Wir arbeiten 3-4 Stunden und das wars...not too bad. Da die Weintrauben aus Zeitmangel zu nix verarbeitet werden, aber trotzdem von der Rebe müssen, war erstmal Traubenernte angesagt...ich hätte nie gedacht, das die Dinger so wiederspenstig und so zahlreich sind...aber wir haben Spaß mit Dr. Pearl.

Take care and a big hug form Healdsburg

Sandra

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Kommentare (2)

  • (#1) Ex-Zoomitglied-16420 sagte am 08.09.10 um 13:05 Uhr:

    Huhu Sandra,

    das mit dem Asiaten koennte dran liegen dass Selbsttanken in Oregon streng verboten ist und der in Teufels Kueche kommt wenn euch wer beim Selbsttanken erwischt. Habe ich auch erst bei meinem dritten Aufenthalt in Oregon gelernt. Sagt einem ja keiner .... *brummel*

    Die Kueste is aber wirklich spektakulaer und ich bin neidisch auf euer Glueck mit dem Wetter. Wir haben da bisher eigentlich vor allen Dingen nebel gesehen und nur bisschen von der tollen Kueste.

    Viele Gruesse. F.

  • (#2) Ex-Zoomitglied-16420 sagte am 08.09.10 um 13:08 Uhr:

    Das tollste an Oregon ist eigentlich dass die keine Sales TAX haben, was einen ja in den restlichen USA immer beim shoppen verwirrt.


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