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Farmer-Girls Blog

Hinter'm Horizont geht's weiter...

14.10.2010 | Bilder1 | Kommentare1 | Kanada 
Nach 5 Monaten und 17.648km (+ ein paar hundert) ist es Zeit Abschied zu nehmen, von Kanada und dem bisher größten Abenteuer meines Lebens. Morgen um diese...

...Zeit sitze ich im Flieger nach Deutschland…es ist schon erstaunlich wie schnell 5 Monate vergangen sind, wenn sie vergangen sind :-)

Ich weiß nicht, was diese Reise mit mir gemacht hat, das werden die nächsten Monate zeigen, aber auf jeden Fall hat sie mich verändert. Dazu fällt mir ein Werbespot von Louis Vuitton ein, den ich vor ein paar Jahren gesehen und behalten habe:

Was bedeutet Reisen?

Fortbewegung? Urlaub?

Wahres Reisen heißt Entdecken.

Erst die Welt. Dann sich selbst.

Eine Reise erzählt uns Geschichten. Über uns.

Sie zeigt uns die Welt. Und unseren Platz darin.

Macht der Mensch die Reise? Oder macht die Reise den Menschen?

Das Leben ist eine Reise. Wohin wird sie führen?

Für mich bedeutete Reisen bisher nicht viel, ich verband eher Stress damit, was vermutlich damit zusammenhängt, das ich nicht gerne fliege (woran sich auch nix geändert hat). Hauptsächlich aber, weil ich mir nie Gedanken darüber gemacht habe, das reisen für mich eine andere Bedeutung haben könnte, als 2 Wochen in einem Hotel zu verbringen, Touristen-Ausflüge zu machen und am Strand zu liegen. Nicht das daran etwas schlecht wäre, aber es ist einfach nicht für mich.

Urlaub bestand für mich darin, 2 Wochen nicht arbeiten gehen zu müssen. Von Fortbewegung kann man ich da nun wirklich nicht sprechen. Nun da ich aber das erste Mal gereist bin, wie es für mich richtig ist, weiß ich dass mein wahres Reisen das Entdecken ist.

Bin ich ein Entdecker…oh ja, das bin ich. Ich möchte die Welt und mich selbst entdecken, ich möchte die Menschen die mir begegnen entdecken, erleben und nicht nur sehen. Ich möchte Ihre Geschichten hören und dadurch etwas über mich selbst erfahren.

Die Menschen, denen ich begegnet bin, ob auf einer Farm, im Bus oder in einem Zug, all’ diese Menschen haben mir ihre Geschichte erzählt und ich habe ihnen meine Geschichte erzählt und alle haben wir eins gemeinsam – wir sind Entdecker und Erzähler. Und bedeutet das nicht Fortbewegung – für mich bedeutet es das.

Diese Reise hat mir vielleicht nicht die Welt im geografischen Sinn gezeigt, aber sie hat mir eine für mich neue und aufregende Welt gezeigt, in der ich meinem Platz näher gekommen bin. Habe ich gefunden, was ich gesucht habe…nein…ich weiß nie was ich suche, bis es mich findet. Und das ist etwas was ich wirklich gelernt habe auf dieser Reise…Dinge passieren, wenn sie passieren sollen, man muss nur dafür bereit sein. Der Mensch muss die Reise machen, damit die Reise den Menschen machen kann…wohin sie führen wird – ich hab keinen blassen Schimmer…aber am Ende ins Licht :-)

Nun möchte ich die Gelegenheit nutzen, und mich bei Euch allen bedanken, das Ihr mich auf dieser Reise begleitet habt. Vor allem meinen treuen Feedback-Gebern, ohne die es nicht so einen Spaß gemacht hätte diesen Blog zu schreiben. Und ja Petra, Du bekommst Deine gebundene und signierte Ausgabe…versprochen! Besonderen Dank auch an „ : - )“ – und Marius, Du musst Dein Handy jetzt nicht mehr direkt neben’s Bett legen.

Und natürlich an meine Menschen, die mich vermisst haben…..sollten! ;-)

Ein ganz besonderer Dank aber an meinen tätowierten Typ, das er es so lange ohne mich ausgehalten hat und meine Meuder - es kommt der Tag, da werdet Ihr Euch wünschen, ich wäre mal wieder 8.000km weit entfernt - dann heißt es nicht: „ab auf die stille Treppe“ - dann heißt es ab in den großen Flieger… ;-( Und auch an meine Oma, deren Erzählungen ihrer Reisen maßgeblich zu meiner Reise beigetragen haben!

Bevor mir nun selbst die Tränen kommen, hör ich lieber auf…und nicht vergessen: Nach Kanada ist vor Irland!

A big hug and see you soon

die Sandra

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Kommentare (1)

  • (#1) Ex-Zoomitglied-16420 sagte am 14.10.10 um 21:28 Uhr:

    jaja, der weg ist das ziel.

    Wie oft habe ich mich für den spruch schräg anmachen lassen. und doch ist es wirklich einfach so. andere sagen reisen bildet. und bildung veraendert menschen. egal wie. und das ist in den seltensten faellen tatsaechlich die geografie.

    btw. das war der teil der mir an unserem alten arbeitgeber am besten gefallen hat. ich waere sonst nie nach israel gekommen und das hat ziemliche spuren hinterlassen. rumaenien und brasilien waren da aehnlich. und es ist auch etwas anderes wenn man zum arbeiten irgendwohin kommt und sich da mit den menschen auch arrangieren muss.

    egal wie.

    ich freu mich drauf dass wir mal ein bisschen erfahrungen austauschen. ... wenn du das magst.

    lieben gruß f.


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