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Finns Blog

Oslo und seine Kuriositäten!

08.06.2008 | Bilder10 | Kommentare1 | Norwegen  - Oslo, Oslo
Da ich durch einen früheren Urlaub schon lange von Norwegen begeistert bin, fiel mir die Entscheidung nicht schwer, meine Freundin (travel & work) in Norwegen...

...besuchen zu wollen. Allerdings muss man natürlich immer auch das nötige Kleingeld dafür aufbringen, sodass unsere Wahl auf Oslo fiel.

Oslo deshalb, weil ich die Hoffnung hatte, einen Ryanair-Billigflug zu finden – was ich letztlich auch tat. Es dauerte jedoch eine Weile bis ich mich in die Denkweise der Fluggesellschaft eingefunden hatte, denn: Oslo ist nicht gleich Oslo!

Zwar behauptet Ryanair Flüge nach Olso anzubieten, tatsächlich wird man allerdings zum Flughafen Torp gebracht, der 2 Stunden (Bus) von Oslo selbst entfernt liegt. Die weitere Anbindung funktioniert mit „Torp Expressen“ wunderbar – wenn auch alles etwas teurer wurde als geplant.

Ich verreiste übrigens nur mit Handgepäck, um weiter Geld zu sparen und musste dabei etwas ganz Lustiges feststellen. Und zwar ist es ja verboten allerlei scharfe Gegenstände mit an Bord zu nehmen, eben auch Rasierer. Einwegrasierer sind laut Ryanair allerdings erlaubt! Was mich etwas verwunderte, denn Menschen mit bösen Absichten sind sicherlich in der Lage die Schutzkappe eines Einwegrasierers abzumachen.. naja!

Während ich mich also bei meiner Anreise mit nerviger Ryanair-Flugzeug-Werbung und quengelnden Kindern rumplagen durfte, erwartete meine Freundin (8h Zugfahrt von Stavangar nach Oslo!) mich bereits.

Zusammen nutzten wir die Gunst des wunderschönen Wetters und liefen durch die Stadt und kamen dabei am Schloss, am Parlament und am Hafen vorbei. Auf einer Wiese in der Nähe der Festung ließen wir uns schließlich im EM-Eröffnungs-Getummel nieder.

Wenig später kauften wir noch ein wenig Verpflegung für unser Buffet ein, das aus „Brot“ (Achtung! Norgwegen ungleich Deutschland!), Käse, den weltbesten Cookies und zwei Dosen Bier bestand. Auch hier sollte man bedenken, dass man sich in Norwegen befindet, wo eine Dose Bier mit 4€ noch recht preiswert ist. Man muss allerdings auch hinzufügen, dass es ganz lustige Geschmacksanzeigen auf diesen Dosen gibt à la wie fruchtig dieses Bier ist.

Nach diesem Vier-Gänge-Menu erkundeten wir noch unser Hostel und legten uns schlafen.

***

07.06.08 – Dieser Tag sollte lang und anstrengend werden, denn wir wollten möglichst viel in kürzester Zeit sehen. Zu Beginn kauften wir uns den Olsopass, der wirklich eine Investition wert ist, denn so spart man sich viele Eintritte.

Wir besuchten also das Munch-Museum, fuhren U-Bahn, waren im Friedensnobelcenter, fuhren mit einem Boot zur Halbinsel Bygdøy und besichtigten dort das Freilichtmuseum mit der Stabkirche (nur die Kopie!). Nach dem Essen ging es dann weiter zum Vigelandpark, in dem wir zahlreiche Statuen imitierten.

Anschließend wollten wir nach diesem laufstarken Tag noch ins Freibad, das zu unserem Entsetzen bereits zumachen wollte. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, dort richtig zu duschen, denn die Dusche in unserem Hostel musste man sich erst mühsam zusammenbasteln (und wir durften uns eine Dusche pro Etage teilen, hygienisch also auch nicht so prickelnd).

Daraufhin liefen wir zurück zur Liegewiese an der Festung, wo die Party schon im Gange war, denn es spielte Portugal gegen Türkei. Es war so viel los, dass wir allerlei Dinge sahen, die wir so gar nicht hätten sehen wollen. Oslo, die Stadt der Kuriositäten! 50% der Frauen trugen keine BHs (dieser Trend schwappt momentan auch zu uns nach Deutschland..), nicht weit von uns wurde recht offensichtlich mit Drogen hantiert und andere sammelten fleißig Müllsäcke voll Pfandflaschen.

Während des gesamten Tages lief übrigens parallel ein Musikfestival in ganz Oslo, denn überall waren Bühnen aufgebaut und es wurde live gespielt. Außerdem haben wir eine (vermutete!) Stasi-Zentrale aufgedeckt, denn nicht weit von unserem Hostel gab es ein riesiges Gebäude, das kein einziges Fenster besessen hatte – sehr verdächtig!

Zudem kamen wir bei unseren Ausflügen noch an der „Kondomeriet“ vorbei, in der wir seltsame Vorlieben der Norweger erkennen mussten (aufblasbare Gummipuppen kennt wohl jeder, aber Schafe?!). Zu ihrer Verteidigung muss jedoch dazugesagt werden, dass es wohl eher ein Spaßladen war. :)

Eine weitere Erkenntnis bezieht sich auf die Smarties! Denn auch Smarties sind in Norwegen anders als bei uns. Zwar bestehen sie aus Schokolade und Zucker wie unsere, jedoch haben sie je nach Farbe einen anderen Geschmack. Gelbe Smarties schmecken also zitronig usw.

Außerdem wimmelt es vor "Knud/Knut"s und "Fred"s (= Frieden)!

***

Den 08.06.08, unseren letzten Tag, wollten wir etwas ruhiger angehen lassen. Wir besichtigten nur noch das Kulturmuseum und die National Gallery. Schließlich musste ich mich schon gegen Mittag auf die Heimreise machen, auf der mich dann lediglich eine betrunkene deutsche Fußballfan-Gemeinde nervte.

Achja, zuvor am Flughafen in Torp traf ich auf eine Horde von Elvis-Imitaten, die zusammen wohl eine Band ergaben. Sehr ulkige Gestalten!

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Kommentare (1)

  • (#1) tamara sagte am 23.08.08 um 14:44 Uhr:

    uuuhhhh! wie spannend! und ich war dabei!!!


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