...zwei Stunden an der mongolischen Grenze, bis wir endlich weiterfahren konnten. Da es bis dahin mitten in der Nacht war, konnten wir nach dem ganzen Stress gut schlafen. Ausserdem konnten wir einen netten Mongolen kennen lernen, der gerade wieder in seine Heimat fuhr und uns ein paar wichtige Tipps für die mongolische Hauptstadt geben konnte.
Morgens um halb sieben sind wir dann in Ulaan-Bataar angekommen und siehe da… da steht ein Mann mit einem Schild auf dem steht „Ingo Hipp“. Er hat uns abgeholt und in unser Guesthouse gebracht (das Steppe Guesthouse, sehr zu empfehlen). Vorher hatten wir schon unseren neuen Mongolischen Freund gefragt, ob er denn in dem Guesthouse anrufen könnte um zu fragen, wo wir hin müssen. Wir wussten eben nichts von dem Pick-up-Service. Dort angekommen mussten wir mitten durch den Raum laufen, in dem alle noch geschlafen haben. Endlich wieder eine Dusche! Wir hätten nicht gedacht, dass es so gut tun kann!
Erstes Ziel: die Zugtickets nach Peking im mongolischen Reisebüro abholen (dazu muss man wissen: in Ulaan-Bataar gibt es nur wenige Straßennahmen und die Adressen richten sich nach Districts und Stadtteil, dann die Nummer des Gebäudes und das Stockwerk). Aber: ohne Probleme, auf Anhieb erfolgreich gemeistert J!
Dann kommt eine erste Erkundungstour durch Ulaan-Bataar… Wie kann man diese Stadt beschreiben? Eigentlich ist es nicht möglich. Es ist eine verrückte und eine chaotische Stadt. Ausserdem ist sie laut und extrem dreckig, viel Smog. UB gilt zur Zeit als die Dreckigste Stadt der Welt! Die Menschen sehen nicht sehr offen und herzlichen aus und sie schauen als hätten sie noch nie Ausländer gesehen.
Wir können nicht sagen, dass wir uns in dieser Stadt wohl fühlen, aber man muss es selbst gesehen haben. Die wenigen Sehenswürdigkeiten der Stadt hat man innerhalb eines Tages gesehen (Parlament, Hauptplatz, Gadan-Kloster, Haupteinkaufsstrasse) und deshalb haben wir beschlossen morgen aufs Land zu fahren. Bis das organisiert ist, dauert es eine Weile… Doch wir konnten rausfinden, dass es in der Nähe einen Nationalpark gibt den man per Bus ohne Probleme erreichen kann. Hoffentlich erwischen wir morgen um elf den richtigen Bus, an der richtigen Stelle! Im Nationalpark können wir übernachten und essen bekommen (wir haben einen Ger-Park-Besitzer angerufen, der uns erwartet) und die Landschaft der „schweizerischen Mongolei“ (dieser Landschaftsteil heisst tatsächlich so) geniessen. Das wird bestimmt toll!
Mal sehen was uns die Mongolei noch bringt…