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Gangos Blog

Peking

17.08.2010 | Bilder0 | Kommentare0 | Deutschland 
Ankunft in China, bzw. Peking bedeutet für uns gleichzeitig, Abschied von der Transsibirischen Eisenbahn. Ein Taxi zu bekommen ist wohl nicht so einfach wie wir...

...dachten, denn direkt vom Bahnhof wollte uns erst mal keins mitnehmen. Nach einer Weile schafften wir es dann doch noch und kamen glücklich am Hostel an. Vermutlich wurden sie durch unser großes Gepäck abgeschreckt. Eine kurze Verschnaufpause, dann geht es zur ersten Erkundungstour. Erst mal ein bisschen im Viertel umsehen und dann sind wir auch gleich noch zum Himmelstempel.

Dabei konnten wir gleich die ersten Eindrücke der chinesischen Architektur gewinnen. Das war ziemlich beeindruckend. Und wir konnten auch gleich feststellen, dass das Leben hier völlig anders ist, als in Russland, in der Mongolei oder in Europa… Das Abendessen war leider kein voller Erfolg, da wir in einem Restaurant gelandet sind, in dem es zu viele Touristen und dadurch genervtes Personal gab- schade (aber die Empfehlung des Hostels war nur auf Chinesisch und wir hatten nicht die Geduld jeden Restaurantnamen mit dem Zettel zu vergleichen. Zurück im Hostel erlebten wir leider eine Enttäuschung: es gibt nur noch Hard-Seat Tickets bis Shanghai (Wir haben die Zugtickets bis Shanghai und Hongkong noch nicht gekauft und uns hier gleich erkindigt…). Das heisst, man muss 30 Stunden auf einer Bank mit zwei anderen Menschen sitzen- das geht gar nicht! Alternative: fliegen- aber das ist ewig teuer. Was nun? Entscheidung auf morgen aufschieben…

Nach einem „europäischen Frühstück“ im Hostel, sind wir gestärkt in die Metro aufgebrochen. Sich dort zurecht zu finden ist nicht ganz einfach, aber es geht, irgendwie.

Tatsächlich am Bahnhof angekommen und nach einer dreiviertel Stunde wartend in der Schlange, haben wir herausbekommen, dass es noch Soft-Sleeper-Tickets nach Shanghai gibt, für die Hälfte des Flugpreises (80€). Das ist alles andere als günstig, aber die einzig realistische Lösung. Was haben wir daraus gelernt? Man verlässt sich am besten auf die eigenen Informationen und kümmert sich selber um diese Dinge, es könnte ja sein die Telefondame hat einfach mal keinen Bock zu recherchieren.

Glücklich, mit unseren Tickets in der Hand und einem Hamburger im Bauch, konnten wir uns dann endlich auf den Weg zu unserer Sightseeing-Tour des Tages machen.

Sightseeing ist auch das was wir in den kommenden Tagen am meisten gemacht haben: Himmeltempel, Platz des himmlischen Friedens, Verbotene Stadt, Vogelnest und Olympia Park, Baihai-See und Hutong-Gebiete, Lama-Tempel, verschiedene Einkaufsstrassen, Fressgassen, grosse Mauer, Konfuzius Tempel,…

Morgen steht dann noch der letzte Tag Peking an und es soll leider regnen, also nehmen wir uns einige Museen vor und natürlich packen! Um halb zehn geht es dann weiter nach Shanghai…

Eindrücke Peking:

Es ist wirklich schwer hier gut zu essen. Das klingt jetzt erst Mal komisch, denn man kann hier an jeder Strassenecke irgendwas essen- man kommt sich vor wie in einem Riesen-Restaurant, aber was kann man davon wirklich essen? Was vertragen wir? Was will ich essen (Stichwort: Skorpion, Innereien, Schlange, Frosch, Seestern, Seepferdchen, Schildkröte etc.)? Wir hatten dann doch einige Male sehr viel Glück, ein paar Mal aber eben auch nicht.

Die Chinesen sind mittlerweile an Europäer gewohnt- wir mussten nur zweimal aufs Foto J Man fühlt sich manchmal (zurecht) angestarrt, aber das macht ja nichts.

Ingo meinte es hat sich seit 2007 sehr viel in Peking verändert. Der Verkehr ist viel geordneter, quasi alle öffentlichen Schilder sind auch auf Englisch oder zumindest in lateinischen Buchstaben, Metro fahren ist total easy, überall gibt es Sicherheitskontrollen, die eigentlich eher ein Überbleibsel von den Olympischen Spielen sind und nur noch pro forma dastehen, Taxifahren funktioniert nach Taxometer, alle sprechen so viel Englisch wie sie brauchen (z.B. Verkäufer, Kellner(eher weniger)), es gibt überall öffentliche Toiletten, die auch regelmäßig sauber gemacht werden, … Vermutlich haben hier doch einige der Veränderungen und Anpassungen der Regierung wegen Olympia 2008 überlebt.

Alles in allem ist es eine Stadt in der wir uns Willkommen und auch sehr wohl fühlen. Man muss natürlich aufpassen, dass man sich nicht abzocken lässt, denn handeln ist hier einfach an der Tagesordnung und wer verdienen kann, der macht das. Bis auf ein paar Fehler haben wir das auch ganz gut hinbekommen J

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