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Hannaevas Blog

BEGINN Greyhound. Die wohl günstigste und interessanteste Fortbewegungsmöglichkeit in Kanada. 8 Stunden geht meine Reise von Vancouver nach Vernon. Die Dimensionen sind unglaublich. In dieser Zeit könnte man Deutschland komplett durchqueren, hier in Kanada ist es nur ein kleiner Teil von British Colombia. Die Strecke war sehr schön. Zu Beginn viele Wälder, Berge teilweise sogar mit etwas Schnee. Dann wird die Landschaft immer trockener, weite Prärien mit trockenem Gras. Wir fahren durch einige ausgestorbene Städtchen, ansonsten nichts. Auf den Autokennzeichen hier steht Beautiful British Colombia. Jetzt weis ich wieso. Zu schnell sind die 4 Wochen auf der Ranch vorbeigegangen. Es verlief zwar nicht alles nach Plan, sodass ich nach Vancouver nicht gleich auf die Ranch fuhr, sondern ersteinmal ein paar Tage in Vernon blieb. Dort wohnte ich bei Lynne, der Schwester von Anne. Hier habe ich in einem total schönen Haus gewohnt, mit Ausblick auf den Okanagan Lake. Endlich habe ich Zeit etwas zu kochen und jemanden der das schätzt. (Lynne HASST kochen). Und ich habe einen Teil des Hauses gestrichen, abgesehen davon, dass ich die eine Wand gelb statt blau gestrichen habe ,ist es mir auch sehr gut gelungen=) Mein nächster Stopp ist dann immer noch nicht Edgewood, sondern Chilliwack. Wieder geht es also Richtung Westen, 5 Stunden roadtrip mit Jeep und Trailer- beladen mit drei anderen wwoofern, anne und vier Andalusiern- zur International Andalusian Horseshow. Dort stellen wir dann die Pferde der Arrow Valley Farm vor und stauben sogar einige Orden und Medaillen ab. Geschlafen wird im Trailer, doch die Nächte sind kurz, die Abende lang. Dann gehts endlich nach Edgewood, also wieder zurück nach Vernon. Von dort fahren wir dann einfachmal eineinhalb Stunden durchs Nichts. Kurze Streckenbeschriebung: Wälder, Wälder, Berge, Wälder, Fluss, Wälder, genau ein Haus-allerdings unbewohnt, Wälder, Wälder, eine Lichtung, ein Tal mit Feldern zwischen den Wäldern - die Ranch - Willkommen am Ende der Welt. Selbst die besten Fotos können die Schönheit dieses Stückchen Naturs nicht annähernd zeigen. Sie zeigen nicht die Stille, die Ruhe der Natur. Weder die hellen Sterne noch die roten Sonnenuntergänge. Ein schöner Ort um aufzuwachen. Die Weite, die Ruhe, die Natur. Canadian Countryback. Bekommt man jetzt den Eindruck die Ranch sei ein toter Ort, so könnte man nicht falscher liegen. Dieser Ort ist immer belebt. Ob Bed & Breakfast Gäste, oder einer der unzähligen Freunde Annes, man ist nie allein. Diese Familie ist einfach unglaublich, ich habe so viel erlebt auf der Ranch, dass es unmöglich ist alles aufzuzählen. Nicht nur auf der Ranch, wo auch immer Anne uns hinbrachte. Viele Roadtrips haben wir gemacht. Nach Nakusp eigentlich nur um ein Pferd wegzubringen, aus einem Drink wurden dann zwei drei, so blieben wir die halbe Nacht; Nach Fauquier, einer süßen kleinen Stadt; nach Revelstoke um den riesigen Damm zu besichtigen; zu Freunden Annes auf Campingplätze zum Grillen und chillen; zum Whatshan Lake, Arrow Lake und Colombia River zum baden, wakeboarden oder einfach nur ausspannen; ins Nirgendwo zu irgendwelchen Freunden für nen Drink… Neben mir waren wie gesagt noch drei andere WWOOFER da, wir haben einiges zusammen erlebt. Waren Wandern auf dem Saddleback Mountain, Reiten in den Bergen, Wäldern und Feldern, sind Motorboot gefahren, waren mit den Pferden schwimmen in Riesenseen, sind Sidou gefahren, sind Tubeboat gefahren, sind Quad gefahren (das Ding hatte keine Bremsen), waren an Seen zum schwimmen, waren bei den Hippieholes (Schlucht etwa 15 Meter, man springt vom Felsen runter ins eiskalte klare Wasser, kann nur übers Seil wieder rausklettern, über seehr steile Felsen, schon fies wenn man das Seil dann einfach rauszieht…), sind mit den Pferden über Heuballen gesprungen, waren auf der Fähre, haben gegrillt, hatten family reunions, sind auf Sand gesurft… um nur einen kleinen Teil zu nennen. Unsere Arbeit war ebenso abwechslungsreich wie unsere Freizeitaktivitäten. Jeden Tag gab es etwas anderes zu tun. Mal im Garten (. Beachte peas und beans sind NICHT das gleiche und sind zu UNTERSCHIEDLICHEN Zeiten reif. Ist also unklug die gesamten Pflanzen schon zu früh herauszureißen…); mal im Haus fürs Bed &Breakfast (haha habe den Kompostkübel mit dem Geschirrspühltabkübel verwechselt, Anne macht mich lachend drauf aufmerksam „ Just thought you should know“); mal auf den Feldern mit Gabelstapler, Traktor und Gater im Kampf gegen giftige Pflanzen, Mist und umfallende Heuballen (alles schön wieder aufgestapelt freude hält nur kurz, alles kracht wieder zusammen und wieder wird von vorne begonnen yei); mal mit den Tieren (Verletzte Babykuh mit Flasche füttern -läuft einfach frei rum, ruft man „babycow“ hört man es von irgendwoher muhen und er kommt angerannt-soo süß!, Pferde mit dem Gater füttern und dabei so schnell fahren das die Hälfte rausfliegt; den Kühen auf den Bergen Salz bringen- 4 Stunden Trip erst mit Jeep und Trailer, als der Trail zu schmal wird mit dem Gater- was für eine Aktion; Fohlen an Menschen gewöhnen und Kühe mit den Pferdern treiben), mal außerhalb in Nakusp (Cateringjob mit Anne für eine reuunion). Und so sah eine Woche auf der Ranch aus: Margaritha Monday. Tequila Tuesday. Whiskey Wednsday, Thirsty Thursday Und zum Abschluss noch einen kurzen Einblick in einen perfekten Tag au f der Ranch: Mit Kyra und Mathilde zum Whatshan Lake fahren. Perfektes Wetter. Mit dem Motorboot übers Wasser brausen zu einer verlassenen Bucht. Wunderschön. In der Sonne liegen. Sidou fahren. Übers Wasser rasen. Mit Speed über den riesengroßen See. Übers Wasser fliegen. Unglaubliches Freiheitsgefühl. Wakeboard fahren. Tubeboat fahren mit Mathilde, sehr schnell, auf und ab in den Wellen vom Boot. Wasser das sich aufbauscht, Boot fliegt mit uns durch die Gegend. Auf dem Wasser fliegen! Ist der Druck zu stark fällt man ins Wasser, da das Boot so schnell ist schiefert man wie ein Stein (!) noch etwa zehn Meter weiter bis man dann schließlich einsinkt, unglaubliches Gefühl. Atemberaubende Landschaft. Der See ist einfach riesig. Keine anderen Boote. Stille. Blauer Himmel, keine einzige Wolke. Überall Bäume und Berge. Wasser glitzert in der Sonne. Fröhliche, liebe Menschen. Am Strand liegen, wie im Paradis. Wie ein Traum. Keine Worte diesen Tag zu beschreiben. END

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