...Freitag Nacht um 4.44 Uhr gings los vom Saarbruecker Hbf, erstmal Richtung Frankffurt Airport und dann direkt mit dem ICE nach Amsterdam. Meine beiden Kumpels Olli und Lars waren genauso muede wie ich - die Nacht zuvor hatte ein Freund von uns noch eine Party und wir kamen wohl zu nicht mehr als 3 Stunden Schlaf.
Nach einer ca 5 Stuendigen recht unbequemen Zugfahrt kamen wir dann in Amsterdam an. Einmal quer durch die Innenstadt zum StayOkay Hostel am Vondelpark. Samstag Mittags bei schoenem Wetter vollbepackt durch die Stadt zu laufen ist garnicht mal so einfach.
Nach dem Checkin sind wir dann erstmal die Stadt erkunden. So schoen und einzigartig die Grachten und kleinen, alten Haeuser in Amsterdam sind, ich muss zugeben, dass ich noch nie so lange brauchte um mich in einer Stat zurecht zu finden. Irgendwie sieht auf den ersten Blick alles aehnlich aus und man hat keinerlei Anhaltspunkte, wo man sich gerade befindet, auch weil es fast keine groesseren Gebaeude gibt. Zum Glueck waren die anderen beiden vorher schon mal in Amsterdam und besonders Olli konnte uns die ersten Tage recht gut durch die vielen kleinen Grachten navigieren.
Den restlichen Tag verbrachten wir mit etwas Sightseeing und vor allem in vielen der kleinen Cafes und Bars. Natuerlich wollten wir uns das "Phenomen" der Coffee Shops und des Rotlichtviertels nicht entgehen lassen - das gehoert ja wohl zum Amsterdam Urlaub, ne? Jedenfalls war ich von beidem echt ueberrascht. Vor allem wie sich im Rotlichtviertel Nachts die Maedels hinter den Fenstern praesentieren - unglaublich. Man koennte meinen man ist im Nachtterrarium im Zoo und schaut sich an wie die Tiere hinter dem Glas so langsam aktiv werden. Total krass!
Da Olli spaeter seinen 27. Geburtstag hatte, gings schnell noch in einer Bar zum anstossen und danach machten wir uns auf den Weg zum Paradiso. Ich habe mir vor Abreise im Netz ein paar Nightclubs ausgedruckt und das Paradiso schien mir ganz interessant: es ist eine alte Kirche, die umgebaut wurde zum Nachtclub.
Der Abend war auch echt genial. Obwohl House (Musik) eigentlich nicht so wirklich mein Fall ist, war der DJ nicht schlecht und vor allem das Soundsystem und der Klang einfach nur "goettlich". ;-) Um 5 Uhr (oder so) waren wir dann zu Hause - total erschoepft schliefen wir dann in unserem 6 Bett Zimmer, das wir uns in der Nacht mit 2 Argentiniern und einem Ami teilten, ein.
Der darauffolgende Tag war sehr locker. Immer noch recht muede, war unser erstes Ziel etwas zu essen zu finden. Nachdem wir uns eine Weile im Vondelpark entspannt hatten (man ist da so viel los!) ging es dann wieder Richtung Innenstadt. Diesmal erkundeten wir die Gegend im Nordwesten um die Haarlemmerdijk, wo es einige coole kleine Geschaefte gab - die meisten leider geschlossen da Sonntag. Abends goennten wir uns ein geniales indisches Abendessen, das uns so dermassen abfuellte, dass der Abend fuer uns gelaufen war und wir eigentlich nur nochmal pennen wollten.
Am Montag war dann erstmal der ein oder andere Markt angesagt. Ausserdem wollten wir in den Zoo, sahen jedoch nicht ein EUR 17,50 fuer einen doch recht klein aussehenden Zoo zu zahlen. Alternativ sind wir dann mit der Strassenbahn zum Ooster Park und haben dort noch eine Weile die Sonne genossen. Ein wenig Shopping und ein bisschen mehr Essen und Trinken und auch der Tag war schon vorbei.
Dienstag war dann eigentlich nicht mehr so viel drin, nach dem Check-Out sind wir zum Bahnhoft, haben dort unser Gepaeck ins Schliessfach gesperrt und haben noch ein wenig die Gegend um den Bahnhof herum erkundet. Die Ruckfahrt war eigentlich recht entspannt, wenn man den Ausfall eines Zuges in Deutschland nicht zu ernst nimmt (DB ist halt DB).
Alles in allem ein wirklich sehr cooles Wochenende. Amsterdam bietet wirklich viel "Neues" und einige Extreme, die die Stadt zu etwas ganz Besonderem machen. Die Architektur rund um die vielen Grachten sind wirklich einzigartig und geben der Stadt eine Menge flair. Die Fahrraeder, mit deren Masse man sich erstmal anfreunden muss, machen das Ganze umso hollaendischer. Zum Leben faende ich die Stadt zwar interessant, aber doch etwas zu touristisch angehaucht. Man merkt, dass die Coffeshops und das allseitsbekannte Rotlichtviertel DIE Tourismusmagnete sind, die leider auch ne Menge "skuriler" Leute anziehen. Insgesamt aber eine geniale und unvergleichbare "fun town".
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