...als ich daheim war und hab meinen Abend vor dem Fernseher verbracht.
Samstag war ich bei Flanner's Beach, der am Neuse River liegt, was bedeutet, Fluss, dunkles Wasser, viele Fische, flach und schlammiger Boden. Ist halt nicht der Atlantik, aber es lässt sich dort schon aushalten.
Als ich nach Hause wollte, sprang mein Auto nícht mehr an und machte nur noch klick, klick, klick. Die anderen beiden waren schon nach Havelock und ich stand allein da. Verzweiflung machte sich breit, aber natürlich kam gleich jemand zur Hilfe und hat fremdgestartet. Allerdings hat der Zauber nur bis zum ersten Stop-Schild gehalten und das Auto war wieder aus. Doug und Conny haben mich dann abgeholt und noch das Auto in ne Parklücke geschoben. Somit war mein Samstag auch gelaufen.
Sonntag Früh wurde dann was für's Karma gemacht: Freiwilligenarbeit beim MS Bike Event in New Bern. Hier wurde Geld für den Kampf gegen Multiple Sklerose gesammelt, in dem Fahrradfahrer 30, 75 oder 100 Meilen zurücklegten. Wir durfen an einem der Reststops Eiswürfel verteilen.
Sonntag Nachmittag hat Andy dann mit mir nochmal nach meinem Auto gekuckt, dass aber gar kein Geräusch mehr machen wollte. Hatte mich ja da schon mit Abschleppen lassen abgefunden, da ich nicht dachte, dass ich das Auto da nochmal wegkrieg,
Montag nach der Arbeit bin ich dann doch noch mal mit George, nem Kollegen aus meiner Abteilung, und jeder Menge Werkzeug hin. Zumindest haben wir nach einer Stunde die Batterie ausgebaut (ihr glaubt nicht, wie dämlich amerikanische Autos konstruiert sein können) und bei AdvancedAutoParts testen lassen - jipee, noch 1 Volt Spannung. Okay, 15 Monate alte Batterie auf alle Fälle hinüber.
Dienstag bin ich dann damit zu Walmart um die nochmal aufladen und testen zu lassen. Nachdem das Gerät zur Zeit nicht funktioniert, durfte ich mir kostenlos eine zum Austausch mitnehmen, weil noch Garantie drauf war (manchmal hab sogar ich Glück und zumal ohne Rechnung). Damit wieder zum Auto, das Ding provisorisch eingebaut - Mann, wärt ihr stolz auf mich gewesen - und ohne zu Bremsen zur nächsten Werkstatt gerette. Diagnose nach 45 Minuten: broken alternator = kaputte Lichtmaschine. Auto hab ich dort gelassen, wurde zum anderen zurückgefahren, bin wieder brav in die Arbeit und Nachmittag kam der Anruf, dass alles fertig ist. Hab dann am Abend mit Steffi das Auto abgeholt.
Das Ganze hat mich tausende von Nerven und 250 Dollar gekostet.
Aber am Freitag gibt's noch 2 neue Reifen, nen Ölwechsel sowie die Safety Inspection und ich übergeb das Auto an Stefan.
Das Positivste an dieser Woche war, dass mein Professor an der FH mit meinem Expose zufrieden ist und ich damit mit der Diplomarbeit loslegen kann.
Achja, noch ne witzige Geschichte, woran man merkt, dass ich schon zu lang in dem Land bin: Steffi war so nett und hat mir für die ganze Autosache ihr Auto geliehen. Ich stand mit meiner neuen Batterie bei Walmart und wollt wieder los, da hat sich das Zündschloss nimma bewegt. Hab Steffi angerufen, was ich falsch mache - keine Ahnung. Hab's nochmal probiert, aber nichts ging. Steffi hat sich dann mit ihrem Kollegen auf den Weg gemacht. Kam einer vorbei und fragt, ob ich ein Problem hab, mein so: der Schlüssel lässt sich nicht zum Starten drehen, er fragt: schon mal versucht, das Lenkrad zu bewegen? Ich hab bei Steffi angerufen, Kommando zurück, ist nur die Lenkradsperre :)
Ich dachte ja schon, alle Autos hassen mich jetzt!
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