...schmiedeten wir einen mehr oder weniger sinnigen Schlachtplan für den Tag, danach ging es los die Stadt zu erkunden.
Erste Station war Little India. Dort hat es mir wirklich sehr gut gefallen, es gab viel zu entdecken. Vor allem die hinduistischen Tempel fand ich interssant. Allerdings war mir die ganze Zeit etwas unwohl, weil man Angst hatte etwas falsch zu machen und die Religion zu beleidigen. Naja wir sind jedenfalls nicht angespuckt worden. Kann aber auch daran liegen das spucken hier mit einer Strafe von von 200 Singapur $ geahndet wird, das sind knapp 100euro, können aber auch 500S$ gewesen sein, da sind die hier recht großzügig. In der Ubahn sind die Strafen am höchsten, der Topfavourit ist das Transportieren von brennbaren Gasen oder Flüssigkeiten, das kostet 5000S$ Strafe, also 2500euro. Wenn man sich hier mal einen Spaß erlauben will, geht man in die Ubahn, in der einen Hand einen Kanister Bezin in der anderen einen Hamburger, dann ne Zigarette im Mund und ne Katze unterm Arm. Der Spaß kostet dann 3500euro... siehe auch das Bild.
Leider ist das Wetter nicht wirklich toll. Singapur scheint das einzige Land auf unserer Reise zu sein wo jetzt doch Regenzeit ist. Naja ist auch das einzige wo ich das nicht überprüft habe ;-) naja wir sind ja nicht aus Zucker...
Jana: Nein, das sind wir wirklich nicht, aber manchmal regnet es schon ganz schön stark und da ist es doppelt ärgerlich, dass mein wunderschöner neuer Schirm (schwarz-pink) unverschämter weise in Chinatown den Geist aufgegeben hat. ICH KÖNNTE AUSRASTEN! :) Ich verleugne aber noch, dass er für immer verloren ist, deshalb hab ich ihn noch nicht weggeworfen, sondern er hat momentan einen wunderschönen Platz in unserem Hotelbad direkt neben dem Klo. Achja, da fällt mir ein, noch ein paar warme Worte zu unserem Hotel, das hatten wir ja noch garnicht:
Dieses Hotel zu buchen war ein riesiges Wagnis, deeeeeeenn, es war noch nicht fertig gebaut als wir gebucht haben. Michael hat extra vor unserer Abreise noch einmal angerufen, ob es schon fertig ist, was uns bestätigt wurde. Tja, als wir dann ankamen sah das erste was wir mitbekamen noch vollkommen unfertig aus, aber dann entdeckten wir den daneben gelegenen Eingangsbereich, der doch einladender aussah, abgesehen davon, dass auf dem Boden eine sich lasziv auf dem Rücken räkelnde Kakerlake lag. Naja, die Damen am Empfang waren aber wieder sehr nett (wie übrigens fast alle, denen man hier begegnet) und gaben uns die Schlüsselkarte zu Zimmer 319.
Das Zimmer ist echt der Hammer. Quasi nur ein Bett, ein großer Flachbildfernseher und ein riesiger Vorhang, der die gewölbte Fensterfront zur Straße bedeckt (unser Zimmer ist von der Grundfläche ne Art Tortenstück). Das Bad ist noch viel winziger (die Spitze vom Tortenstück) und anstatt Vorhang ist die Fensterfront hier einfach angestrichen, damit man nicht reinschauen kann. Dafür ist die Tür, die den "Wohnbereich" *hahaha* vom Bad trennt aus Glas - wer sich das wohl ausgedacht hat? Genauso wie, das wir viel zu früh mit Diskolicht durch unsere anscheinend von Wackelkontakt geplagten Deckenleuchten aus dem Schlaf gerissen wurden. In den Schlaf begleitet wurden wir hingegen von vielstimmigem Vogelgezwitscher. Hier gibt es so witzige kleine schwarze Vögel mit gelben Beinen, die überall rumhüpfen und sich abends für ein Pläuschchen in den Bäumen entlang der Straße treffen.
Hier wird es übrigens auch schon gegen sechs Uhr dunkel. Aber man muss sich keine Sorgen machen, dass man hier überfallen wird oder so. Singapur kommt einem zumindest wie ein sehr sicheres Pflaster vor.
Jetzt aber mal Ende des Hoteldiskurses und weiter mit unserem Tagesausflug. Von little India ging es weiter nach Chinatown. Kaum kamen wir aus der MRT (U-Bahn) fing es auch schon an zu regnen. Also beschlossen wir uns am besten erstmal drinnen aufzuhalten. Das ist relativ einfach in Singapur, weil es hier unendlich viele riesengroße Einkaufszentren gibt. In Chinatown waren die auch zum Größtenteil durch überdachte Brücken miteinander verbunden. Leider fand ich diesen unfreiwilligen Einkaufszentrenbummel aber nicht wirklich erquicklich. Die Shops darin waren nämlich genau das, was man sich unter chinesischem Ramsch jeglicher Art vorstellt. Ich find irgendwie den Gedanken ganz furchtbar, dass die das wirklich gut finden. Was es auch viel gab waren Chinesische Apotheken - auch sehr zwielichtig und eher abstoßend. Zum Glück nahm unser Chinatownausflug noch ein gutes Ende, als wir uns dann nämlich wegen knurrender Mägen doch noch in den Regen rauswagten und die tollen kleinen Chinatownsträßchen mit allen möglichen Ständen und Märkten fanden. Hier gab es zwar auch relativ viel Ramsch, aberirgendwie passte alles zusammen und es gab rote Lampions und son schönes Zeugs.
Eins der Highlights war aber sicherlich die große Markthalle und da vor allem die obere Etage - Essensstände mit allen erdenklichen und undenkbaren Speisen. Die essen da irgendwie wirklich (anscheinend auch sehr gerne) das, was bei uns weggeschmissen wird: Fischköpfe, Schweinefüße und -schwänze, Entenköpfe, -hälse, -füße. Wir haben ein paar ganz tolle Fotos für uns und euch gemacht! :) Dafür machen wir später noch einen Extrablog auf, damit ihr auch kein Foto, kein Highlight vermissen müsst! *krrrrrrrrr*
Das war wohl das Wichtigste von unserem zweiten Tag in Singapur. Aber morgen geht es schon weiter und es gibt noch viel zu entdecken!!
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