Registrieren  |  Tour

Janina-Till-NZs Blog

Bye Bye Franz Josef

08.05.2010 | Bilder30 | Kommentare0 | Neuseeland  - Christchurch
5. Bericht “Goodbye Franz Josef” → “Hello Queenstown” Die letzten Worte zu Franz Josef: Wir waren insgesamt 2 Monate in Franz Josef....

...Es war eine sehr schöne Zeit, die wir nie missen wollen.

„Tom & Rosemary“ unterstützten uns in vielen Dingen und sind wirklich herzliche, nette und lustige Chefs. In der letzten Woche lud uns Tom sogar noch auf eine Angeltour mit seinem eigenen Boot ein. So fuhren wir gemeinsam zum Lake, angelten, tranken ein Bierchen und ließen es uns gut gehen.

Die letzten 3 Mittwoche verbrachten wir mit den Thai-Mädels und Arbeitskollegen in der Blue Ice Bar und sangen um die Wette (Karaoke-night).

Ausserdem konnten wir noch eine Pferdtour durch Wiese und Busch machen. Unsere Pferde hießen „Casper“ & „Flash“ und waren sehr zahm.

Dann war es soweit. Der letzte Tag in Franz Josef brach an. Damit die anderen eine Idee von typisch deutschem Essen erhalten können, machten wir für sie Kartoffelsalat, Frikadellen und zum Nachtisch einen Marmorkuchen. Es kam auch ganz gut an, (also das nehmen wir an J) da fast alles aufgegessen wurde.

Abends ging es dann noch mal in die Blue Ice Bar und am nächsten Tag begannen die Tränchen zu rollen. Es war ein sehr trauriger Abschied und doch freuten wir uns auch auf die Weiterfahrt. Da saßen wir also in unserem Mitsu, ganz ungewohnt so voll gepackt! Und die Vorstellung da hinten wieder schlafen zu müssen war uns noch nicht so ganz geheuer. Zu sehr haben wir unser eigenes Zimmer, Bett und Bad genossen…Es ging los…

Während der Fahrt passierte dann unser erstes Unglück. Schon beim Kauf unseres „Mitsus“ schmückte ein kleines Loch von einem Steinschlag ( 1 cm) unsere Frontscheibe.

Sandflys meinten an diesem schönen, sonnigen Tag als blinde Passagiere in unserem Mitsu mitzureisen. Doch da sie sich ja leider bemerkbar machen müssen, indem sie einem ein Stücken Haut raus beißen, werden sie höchst persönlich von uns „getötet“ !!! Es verlief dann etwa so:

Till: „Da Vorne fliegt eine!“

Janina: „Wo?“

Till: „ An der Windschutzscheibe! „

Janina: … haut leicht zu, um Parasit zu töten….

Knirsch! Drei 10 cm lange Risse, die in verschiedene Richtungen sprießen verschönerten nun auch noch unsere ScheibeL Somit müssen wir eine neue Windschutzscheibe kaufen und einbauen lassen.

Wanaka (zwischen Franz Josef und Queenstown):

Wanaka ist ein sehr nett gelegenes kleines, aber doch ausreichend großes Örtchen, direkt am Lake. Wir blieben etwa 3 Tage in Wanaka und genossen das herbstliche Wetter. Wir sahen uns einen Kinofilm im Paradiso-Cinema an. Das Kino bestand aus vielen Couches, Sesseln und einem alten Käfer, indem man ebenfalls den Film betrachten konnte. Das sollte es auch bei uns geben…Sogar Pizza konnte man währenddessen essen und Cocktails schlürfen. Am nächsten Tag schauten wir uns die Puzzelworld an, in der es einen schiefen Raum gab. Das war nach 1 min ganz schön ansträngend für die Sinne. Zudem holten wir uns Eintrittskarten für die die „warbirds over Wanaka“. Alte Kriegsmaschinen die sich in der Luft präsentierten.

Queenstown:

Von Wanaka aus ging es über die A6 in Richtung Süden. Eine schöne Landschaft begleitete unsere Reise und Arrowtown wurde auch noch schnell besichtigt.

Queenstown ist eine etwas größere Stadt mit ca. 10000 Einwohnern. Allerdings kommen noch etwa 10000 Touristen hinzu, da das Gebiet eine touristische Hochburg ist. Die ersten Tage bummelten wir häufig durch die Innenstadt, wanderten und shoppten. Wir fanden einen angenehmen und versteckten Schlafplatz für die Nacht, nur einige Minuten von der Innenstadt entfernt.

Entspannt verbrachten wir etwa eine Woche in der Stadt. Der Tagesablauf war häufig derselbe: Auschlafen, Frühstück, in die Stadt, Coffee, bummeln+shoppen, Internetcafe, Mittagessen, bummeln, spazieren oder wandern, Internetcafe und schließlich ins Bett fallen ^^.

Einen Tag vor unsere Weiterreise passierte noch ein weiteres kleines Unglück. Beim Ausparken fuhr Janina in ein ebenfalls ausparkenden Audi A8. Wir konnten ihn nicht richtig sehen und er uns auch nicht sehr gut. „Damn!“ ich dachte unsere Ersparnisse würden gegen null gehen aber der Fahrer des Audi’s reagierte unerwartet entspannt. Es war ihm anzusehen dass er keine Probleme mit finanziellen Mitteln hatte. Seine Worte waren: ‚No worries, bye bye’! Beide Autos hatten eine leichte Delle davon getragen.

Zurück blieben ich und Janina die uns überrascht und verwundert ansahen ^^.

Te Anau / Milford Sound:

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach „Te Anau“ in den Fiordland National Park. Zuvor allerdings fuhren wir auf einen Berg nahe Queenstown um noch einige Herr der Ringe Locations zu sehen.

Der Berg entpuppte sich als wunderschön, ein altes südkoreanisches Gefängnis stand auf dem Südlichen Gipfel. Der asiatische Knast wurde nach einem Dreh nicht wieder abgerissen und vergammelte nun langsam. Trotzdem war es sehr interessant anzusehen.

Nach ca. einer Stunde herum Marschieren hatten wir alles erkundet. Wir standen vor unserem Auto und ich (Till) suchte den Schlüssel. Vergeblich, in keinen der Taschen war er… „Verdammt!!“ Ich hatte ihn während der Erkundungstour im hohen Gras verloren. Der zweite Schlüssel war im Auto… Da standen wir nun allein und verlassen auf dem Berg und keine Menschenseele war zu Sehen.

gemeinsam machten wir uns auf dem Weg und wanderten erneut unsere Wegroute ab. Nach einer weiteren Stunde blieb er weiterhin verschwunden. Wir riefen bei der AA (Automobilclub) an, das würde uns 125$ kosten. Das war definitiv zuviel. Wir kamen auf die Idee das Fenster weiter zu öffnen (Das Fahrerfenster war 3 cm geöffnet.) Wir machten uns erneut auf zum koreanischen Gefängnis und suchten uns aus dem Schrott ein wenig Draht und einen kleinen Spanngurt zusammen. Nach 20 min. schafften wir es letzt endlich, die Kurbel sprang nach oben. Mit einem trockenen Stock vollendeten wir die Drehung und konnten die Tür von Innen öffnen. Über-glücklich konnten wir unsere Weiterreise beginnen.

Noch in der Nacht kamen wir in Te Anau. Der kleine Ort liegt am südöstlichen Ende des zweitgrößten neuseeländischen Sees Lake Te Anau. Er ist Ausgangspunkt für den Fjordland Nationalpark. Von dort aus machten wir uns dann auch auf den Weg.

Während der Fahrt haben wir uns von der beeindruckenden Natur, mit Wasserfällen und dichtem Regenwald, beeindrucken lassen.

Kurz davor mussten wir dann noch den „Homer Tunnel“ passieren. Dieser führte uns auf die andere Seite des Berges. (Nun gut, von Sicherheitsvorschriften haben die hier anscheinend noch nicht viel gehört).

Wir bestaunten den Fiord und die umliegenden Berge eine Weile, machten einen kleinen Spaziergang und fuhren dann wieder durch den Homer-Tunnel zu einem Bushwalk am Wasserfall. Wir kletterten durch den Bush bergauf. Und neben uns war die ganze zeit ein Wasserfall zu hören. Das war mit einer der schönsten hikes in ganz Neuseeland. Der Regenwald ist faszinierend schön und man könnte sich einen ganzen Tag einfach nur in den Bush setzen und die Bäume bestaunen. Die Bäume sind voller Moos, verwachsen mit anderen Pflanzen, überall schlängelt etwas anderes lang, das Grün präsentiert sich in einer Pracht, die kaum vorstellbar ist und ja..verzaubert einen förmlich. Nach dem walk fing es dann auch schon an zu Dämmern und wir machten uns auf zu einem DOC Campingplatz. Dieser lag direkt an einem Lake und somit hatten wir einen schönen, angenehmen Schlafplatz.

Am nächsten Tag machten wir noch einen alpinen Walk, der ganz schön anstrengend war, sich aber lohnte und fuhren danach wieder back zu Te Anau.

Invercargill/ Steward Island / wooffen:

Am darauf folgenden Tag ging es dann nach Invercargill, die mit 50.000 Einwohnern die südlichste Stadt Neuseelands und unserer Meinung die hässlichste ist. Wir fühlten uns hier gar nicht wohl und entschieden uns somit so schnell wie möglich Steward Island zu besichtigen. Es ist Neuseelands dritte und südlichste Insel. So fuhren wir dann mit einer sehr kleinen, wackligen Fähre zur Insel und Till verlor seinen Mageninhalt. Ok, kein guter Start, aber was nicht ist, kann ja noch werdenJ.

Wir checkten im Hostel ein, ruhten uns ein wenig aus und gingen gegen Abend spazieren. Am nächsten Tag liefen wir die „Mainstreet“ entlang, die aus 4 Geschäften bestand J und gingen wandern…Wir erwischten leider an beiden Tagen Regenwetter und empfanden den Aufenthalt als nicht so lohnenswert. Vermutlich ist es in der Sommerzeit schöner. Die Insel ist dennoch sehr erholsam, ruhig und wir hörten das Gezwitscher verschiedenster Vogelarten und Meeresrauschen noch nie deutlicher und intensiver.

Und los ging die Kotzfahrt mit der Fähre back zur Südinsel. Till erwischte es leider schon wieder J und ich stand auch kurz davor..

Ja und dann trennten uns unsere Wege für ein paar Tage wooffen auf einer Farm und mit Mitsu durch die Gegend fahren. „Hamish“ der Farmer holte mich in Invercargill ab und wir fuhren eine Stunde raus aufs Land. Da lernte ich dann auch gleich meine Freunde die Schafe kennen. Ich reparierte Zäune, gab etwa 100 Schafen eine Wurmkur in den Nacken (Spritze), lernte Wilma die Katze kennen, durfte Quad-bike fahren und trieb die Schafe zusammen mit den Hirtehunden.

Am letzten Tag kam Till zu Besuch. Wir aßen gemeinsam mit Hamish und reparierten gemeinsam Zäune für ihn.

Dann war es auch schon wieder vorbei mit der Wooffing-zeit und weiter ging die Fahrt Richtung Dunedin.

Unsere Reise führte uns durch die „Catlins“, die Südwestliche Ecke der Insel. Wir hatten eine schöne Tagestour mit einigen Zwischenstops. Wir hielten mehrmals um zu einigen Wasserfällen zu laufen, aber auch um am Nugget Point freilebende Sea Lions aus nächster Nähe bestaunen zu können.

Dunedin:

Am selben Abend trafen wir in Dunedin ein und natürlich gingen wir als erstes abends Sushi essen. Dunedin ist eine östliche Küstenstadt mit 120.000 Einwohnern, also im Vergleich zu den Städten in denen wir waren eine Weltmetropole!

Touristische Highlights sind dort der Tunnel Beach (ein reicher Einwohner ließ sich einen Tunnel zu seinem eigenen Privatstrand buddeln), Harington Point (wir konnten im Schutze der Dämmerung Zwergpinguine beobachten) und der englische Bahnhof.

Wir nutzten auch die grosse Stadt um unseren Van erneut über den TÜV (in NZ WOF=Warrant of Fitness) zu bekommen. Natürlich klappte es nicht auf Anhieb, zwei neue Räder mussten her und eine rostige Stelle unterhalb der Batterie mussten erneuert werden…

Am selben Abend besuchten wir Clemens&Inge in ihrem Haus in South Dunedin und wurden von Inge kulinarisch (Nudeln&gefüllte Entenbrust im Speckmantel) verwöhnt. Ein nettes Häuschen haben sie sich ausgesucht & wir lernten Inges liebe Eltern + die süße Hündin „Bella“ kennen. Stürmig und total verspielt reist sie die volle Aufmerksamkeit auf sichJ.

Clemens ließ zudem noch seine Connections spielen und wir konnten so billiger unser Auto reparieren lassen.

Nach weiteren zwei Tagen die wir in und außerhalb Dunedin’s waren, besuchten wir für einen weiteren Abend Clemens&Inge. Wir kochten zusammen und ließen uns es gut gehen. Danke nochmal für die Unterkunft ^^.

Weiter ging die Reise nach Christchurch, 300 lange Kilometer quälten wir uns die Highways hinauf. Ein kurzen Stopp in Oamaru, um bei einem dänischen Bäcker Brot nach deutschem Rezept zu kaufen. Zwar nicht so gut wie das deutsche aber immerhin besser als das Matschtoast ^^.

Momentan sind wir in Christchurch und weiterhin auf der Suche nach einem JOB…

Also ihr Lieben…

Ganz liebe Grüße aus Neuseeland & seid gedrückt!

Janina & Till

Bookmark and Share

Weitere Fotos



Kommentar hinzufügen

Falls du ein globalzoo-Mitglied bist, bitte zuerst einloggen!
Name
Emailadresse
(wird nicht angezeigt)
Dein Kommentar
Spam-Schutz Bitte trage das Ergebnis der Rechnung in das Feld ein.
18 + sieben =
All links get rel="nofollow". Spam entries will be deleted automatically!
 

Blogeintrag gelesen von 103 Besuchern.

Alle Blogeinträge nach...


Janina-Till-NZ