...wurde allerdings ins Kühlhaus verbannt und hat dort die Kirschen abgewogen und die 10kg Kisten auf Paletten gestapelt. „Verbannt“ ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck, obs schöner ist, 8-10 Stunden in der Kälte zu arbeiten oder 8 Stunden am Fließband zu stehen – man weiß es nicht.
Wir hatten uns ein Zimmer gemietet, nur 5 Gehminuten vom Arbeitsplatz entfernt. Das Haus gehört einer Familie, die ursprünglich hier gewohnt hat, jetzt aber in Wellington lebt und das Haus nun als Ferienhaus nutzt. Wir haben uns das Haus mit der Familie (Eltern + zwei Söhne, 13 und 17) geteilt, was sehr gut geklappt hat.
Seit Samstag ist die Kirschsaison vorbei. Darauf haben wir abends bei einer Arbeitskollegin angestoßen. Aber wir beide haben das Glück, zwei von sechs auserwählten Leuten zu sein, die ab Dienstag in der Nachbarhalle weiterarbeiten dürfen! Ab morgen geht es also mit Nektarinen, Pfirsichen und Pflaumen weiter. Was genau wir dort machen müssen wissen wir allerdings noch nicht.
Außer mit multilingualen Kirschen konnte man sich während der Fließbandarbeit zwischendurch ein bisschen mit den Kollegen links und rechts oder gegenüber unterhalten. So habe ich You Ya aus Shanghai kennengelernt, die in Neuseeland zum ersten Mal gesehen hat, dass Kirschen an einem Baum wachsen. Rund um Shanghai gibt es keine Kirschbäume, wie sie mir sagte. Dass bei uns zu Hause Birnen-, Kirsch- und Apfelbäume einfach im Garten wachsen, konnte sie kaum fassen. Obst kennt sie nur aus dem Supermarkt. Für sie ist die ländliche Gegend generell sehr beeindruckend, vor allem die Schafe. Das kennt sie von zu Hause nicht. Über die Größe Aucklands im Vergleich zu Shanghai konnte sie nur schmunzeln.
You Ya war nur bis Donnerstag in Alexandra zum Arbeiten und hat uns ihre wesentlich günstigere Wohnung weitervermittelt. Wegen des Endes der Kirschenzeit hat sie sich in einem anderen Ort einen Job gesucht, sodass wir ihre Unterkunft hier in Alexandra übernehmen konnten.
Jetzt Wohnen wir 3 Autominuten vom Packhaus entfernt, etwas außerhalb von Alexandra. Unsere Unterkunft ist eine zu einer voll ausgestatteten Wohnung umgebaute ca. 40 qm² große Garage. Wir haben ein Schlafzimmer das durch eine Schrankwand und einen Vorhang von Wohnzimmer und Küche getrennt ist, eine Sofaecke mit Fernseher und eine Küchenecke. Und natürlich ein Bad mit Dusche und WC. Das Ganze hat ein bisschen Studentenbuden-Atmosphäre J. Das Haus der Vermieter steht unserem Häuschen gegenüber und heute wurden wir von ihnen erst mal mit Gemüse aus dem eigenen Garten eingedeckt.
Letzte Woche waren wir übrigens Jetboot fahren in Queenstown! Sehr empfehlenswert!!! J Wir haben auch Fotos und Videos gemacht.
Die Homepage von unserem Arbeitgeber: http://www.hinton.co.nz/
Und zwei Links zu unserem derzeitigen Wohnort: http://de.wikipedia.org/wiki/Alexandra_(Neuseeland)
http://www.alexandra.co.nz/
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