...faszinierend, stressig, hoch, gruen, verrueckt, ansteckend, leuchtend..das sind alles worte mit denen man sydney durchaus be- und umschreiben kann. eine wahnsinnig interessante metropole, hat mich in den letzten tagen einige muehe bereitet, alles so einzufangen und zu verarbeiten, wie ich es hier jede sekunde erlebe.
sydney ist kontrovers und das in vollem masse. ich brauche wohl nicht zu erwaehnen, dass es vollkommen anders als darwin ist. man findet viertel, die von menschen gepraegt sind und totenstille wolkenkratzer landschaften, wundervoll schroffe kuestenkliffe, kleine vorstadthaeuschen mit dem so typischen kleinen gaertchen vor der tuer, viele kleine aufmerksamkeiten und dann doch auch wieder die typischen eigenschaften einer grossstadt. es hupt, qualmt, stinkt, waehrend sich taximassen durch die grosszuegig gebauten strassen des zentrumsschieben. viele sprachen plappern pausenlos miteinandern und umeinander herum, so dass das eigene wort fast nicht mehr zu verstehen ist. ueberall wird man angesprochen, ob man nicht hier n cent spenden will oder da beitreten moechte. man ist freundlich und geschaeftig zugleich. es geht alles sehr schnell. man sieht fast keine aboriginals hier, es sei denn, sie spielen den clown im mc d.'s oder halten ne digeridoo session fuer die touries auf der strasse. man verliert sich in den vororten sowie in den haeuserschluchten von down town sehr schnell und ich muss oft schauen, dass ich nicht verloren gehe. auch der look der leute erinnert nicht mehr an den entspannten countrystil. hier is man modisch im trend und weit ab vom legeren stil.
es ist ein bisschen sehr ungewohnt, dieses neue gesicht von australien zu sehen, nachdem ich sehr lange in einer sehr ruhig und zurueckgezogenen gegend gewohnt und gelebt habe. fast habe ich das gefuehl ich fuehle mich in darwin wohler, als im grossstadtjungle dieser tosenden metropole. und doch kann man hier und da noch den typisch australischen entspannten menschen treffen, den ich vom norden her kenne. die meisten menschen sind hier allerdings sehr unterschiedlich und vielleicht taeuscht mich mein erster, sehr wager eindruck auch etwas. den in sydney is zu gross, um es richtig kennen zu lernen.. meine gasteltern kevin und marry sind auch der meinung, dass sie sydney nicht kennen und die beiden wohnen immerhin schon seit 93 hier und muessen es daher wissen.
durchatmen und dann weiter, denn ich habe noch bis zum 15.11 zeit , mir den rest zu geben. die letzen tage verliefen daher fuer mich dann doch etwas stressig, weil ich ja dann doch gern so viel wie moeglich sehen moechte und nur ungern zur ruhe komme. ich hatte am 1 november erstmal die stadt via rad erkundet und bin mit kevin's mountainbike mehr als 6h in der kompletten stadt rumgeduest. nicht das mich die 35 grad gestoert haetten, die ja in darwin durchaus normal sind. nein, es waren dann doch eher die sehr huegeligen strassen, die das radeln nicht so einfach machten, wie ich mir das vorgestellt hatte. es geht wie in san francisco immer hoch und runter, bis einem irgendwann dann doch die puste ausgeht. am abend, traf ich mich mit ein paar freunden am beruehmt, beruechtigten kings cross, dem rotlicht distrikt und der barmeile schlecht hin. es war halloween und ich hatte das ungute gefuehl, der einzige nicht kostuemierte zu sein. man kam in fast keinen club oder aehnliches rein ohne jmd. in der schlange zu kennen oder stundenlang anzustehn und die cops hatten wohl alle muehe die zombi's, harry potter's, vamps, hexen und allerei andere komische gestalten (leicht alkoholisiert) im zaum zu halten. es war zuviel und zu voll. zum glueck gab es noch ein paar andere ruhigere ecken, in die man sich fluechten konnte, um dem ganzen trubel aus dem weg zu gehen. aber das ist nun mal so, wenn man am sonntag ne sightseen tour macht :D
ich besuchte in den folgenden tagen nun das aquarium von sydney, die gardens, einige galerie austellungen, und wanderte am kuestenstreifen in richtung bondi beach, um eine open air skulpturenausstellung zusehen, die echt mal interessant ist. verscheidene kuenstler haben sich einen platz ergattert und ihre kunst am strand, am felsen oder entlang des pfades plaziert. einziger nachteil waren die unendlichen massen von menschen, die es mir manchmal richtig schwer gemacht haben den trip zu geniessen. um mich davon etwas abzukuehlen, beschloss ich mir dann noch die schnorchelausruestung zu borgen und nahe des bondi beach mal eine runde die unterwasserwelt anzuschauen. schoen war das schon, aber verdammt kalt und so verbrachte nicht sehr lange zeit im wasser.
danach sollte eigentlich laut meiner schedule ein tagen mit viel aufregung und adrenalin starten, denn ich wollte meinen ersten fallschirmsprung wagen..leider hat das wetter dieses unternehmen bis auf weiteres verschoben und ich hoffe, dass es noch wird, denn ich hab schon gebucht.
also beschloss ich ein paar freunden von lindy aus darwin, die ich so halb noch von meinem ersten trip kannte, einen besuch abzustatten. also gings mit dem auto meiner gasteltern in die blue mountains, die im uebrigens nicht sehr hoch sind (max. 1190 m above sealevel)und ihren schoenen namen einem blauen schimmer verdanken, der sich ueber die komplette region erstreckt. dieser blaue schimmer entsteht durch aufsteigendes eukalyptus oel von gummibaeumen und wird oft durch starken nebel verstaerkt.
wir trafen uns am rande des nationalparkes der blue mountains und gegingen zusammen eine 7h wandertour,die uns durch wasserfaelle, dschungelartige pfade, lagunen und die wunderschoenen felsformationen der blue mountains fuehrte. die canyons sind nicht nur sehr tief, sondern auch interessant strukturiert, durch die auswaschung durch wasser, wind oder aehnliches. ein glueck, dass ich genuegend wasser dabei hatte, denn es war trotz recht kuehler temperaturen und vor allem anhaltenden regenschauern / nebel recht kuehl. in mitten unserer monstertour bin ich dann meinen freunden den skippie's ( von ortsfremden auch gerne als kangaroo bezeichnet ) bis auf wenige meter nahe gekommen. sie hatten wohl keine angst vor mir und grassten ganz entspannt im busch. nur ab und zu schauten sie hoch, ob ich denn noch da bin oder was ich denn so treibe..aber stoeren.. weit gefehlt. sonst habe ich sie ja eher nur von weitem gesehn, aber diese hier waren fast streichelzahm und ausgewachsen..echt entspannte tiere.
abends haben wir uns dann in einem kleinen ort namens greybrook zwischen sydney und den blue mountains, nochmal zusammen gesetzt und ein wenig geplauscht. der durchschnittsaustralier bekommt dann wohl doch nicht so oft einen deutschen zu gesicht und so verbrachten wir den restlichen abend mit durchaus leckerem bier und witzigen frage-/ anwortspielchen. nice people!
heute bin ich abends zu einer austellungseroeffnung eingeladen und werde mal sehen, was die arty d'arty jungs hier so treiben.
Ciao Kogsen,
sehr schöner Artikel über Sydney, klingt nach einer spannenden Stadt! Naja, und daß es Dir gut geht, kann man auch rauslesen. Sehr schön! Weitermachen<<<<<!
...ah ja, aber der Titel trifft wohl weder Artikel noch Ausführlichkeit! :-) Ich erhoffe mir künftig ein glücklicheres Händchen bei der Wahl....
:-P
Hallo, lieber Cogo,
hast du meine SMS gekriegt? Es war ein verrücktes Wochenende, dann fing auch noch mein Handy an zu spinnen. Habe nun ein neues, aber leider erstmal ohne deine schönen Klingeltöne. Bin gespannt auf deinen nächsten Bericht.
Liebe grüße
Deine Robby
Blogeintrag gelesen von 168 Besuchern.
Spam?