...regelmäßig verendete roos oder kühe. man sieht verdorrte gräser, trockene sträucher, staub und steinlandschaften im so typischen australischen braunrot.
nachdem ich in darwin nun endlich meine begleiter (linda,caro&rahel) gefunden hatte, sind wir am 4. januar mit r2d2 losgedüst, weg vom monsun verregnetem darwin und northern territory auf in richtung western australia. bis in die kimberlys wurden wir von cyclonen und regenschauern verfolgt, die uns daran hinderten die wundervolle natur der kimberlys zu erkunden und so rauschten wir mit topspeed 100km/h in richtung broome, um den launen des wetters zu entkommen.alles läuft gut! wir wechseln und beim fahren ab und die gute laune nachdem verlassen der regengebiete nimmt stark zu. ich fahre die meiste zeit und innerhalb von 19std. kommen wir broome schon sehr nahe. es sind immerhin 1900km von darwin aus die bewältigt werden wollen und der dieseldurst von r2d2 ist mit dem durchschnitt von 13,5l /100km auch nicht gerade sparsam..aber durch 4 geht das schon;)
der wechsel vom schwülnassen klima zur erdrückenden wüstenhitze WA's ist aber für uns alle nicht ganz leicht und gerade nachts,wenn man schlafen will, plagt einen nicht nur die hitze, sondern auch ein großaufgebot von mossies,mitchies(mückenarten mit ausgepräftem blutdurst)& natürlich auch fliegen in allen formen und farben.großartig, wenn man die kleinen freunde nun wirklich nicht braucht, so sind sie doch immer und überall..hauptsächlich an oder in mund, nase, augen& ohren. aber auch daran gewöhnt man sich;)
in broome angekommen, sind wir erstmal erleichtert,dass der cyclone uns mit seiner anwesenheit verschont&damit die weiterreise problemlos erscheinen lässt.die stadtselbst ist eher mehr ein dorf und es gibt ausserdem schier endlosen cable beach mit seinen kameltouren zur abenddämmerung nicht viel zu erkunden.die entscheidung diesen ort also so schnell wie möglich zu verlassen, fiel uns daher nicht besonders schwer. die weitere tour entlang der westküste ist auch visuell anders als gedacht.vor drei wochen verwüstete ein cyclone nicht nur vegetation und bushland,sondern auch die zufahrtsstrassen zu den meisten küstenteilen.leider gab es daher keine sightseens für uns..nur strasse und bushland, da sich aller 100km mal änderte aber sonst nicht viel spannendes bot. erstaunt waren wir auch über die preise,die wir an der westcoast bisher vorfanden..darwin kann man da schon fast billig nennen&auch die campingplätze sind..solang man nicht irgendwo wildcampt recht teuer. bei 50grad im schatten und endlosen kilometern vor und hinter uns, beschlossen wir, einen abstecher in das landesinnere (ca 300km) zu machen&dem sehr sehenswerten karaijini nationalpark zu besuchen. der karaijini np ist für seine sprudelnden wasserfälle und tiefen, farbenreichen canyons bekannt, die sich wie adern durch die hügelige region schlängeln.unser zusammentreffen mit dem australischen wildlife begann hier..gerade als wir vom baden in einem der wasserfallpools zurück kamen, lugte ein goldbrauner dingo neugierig vom rand der schlucht auf uns herab. da wir nicht wussten, wie er so drauf war, entschlossen wir uns erstmal für einen sicherheitsabstand, den er allerdings nicht so für nötig hielt. später als wir unser lager am nahegelegenen campingplatz aufgeschlagen hatten und gerade beim kochen waren, tauchte er aus dem nichts auf und fing an um r2d2 herum zu schnuppern und als er sich dann über unsere müllreste her machen wollte, mussten wir ihn verscheuchen. wild lebende dingo's werden bei solchen verhalten von rangern erschossen, da sie sich an die situation "gefüttert zu werden" gewöhnen und evtl. später menschen anfallen könnten. später nachdem wir in einer hütte uns schlafen gelegt hatten, kam der hungrige dingo wieder um nach essens resten zu suchen..nachdem er nichts gefunden hatte, steckte er kurz den kopf zur tür unserer hütte rein und verschwand dann endgültig.
am morgen darauf machten wir uns auf den weg über holprige schotterpisten, um den rest des parkes zu erkunden.wir kamen leider nicht weit, denn die schotterpisten hatten mit ihren kleinen spitzen steinen r2's hinterrad durchlöchert und auf 3 rädern gings nunmal nicht weiter..reifenwechseln in der mitte vom nirgendwo ,unter ca 55 grad sonnenhitze und einem unglaublichen fliegenaufgebot war nicht wirklich das was wir unsvorgestellt hatten.der wagenheber musste durch die lage der strasse mit steinen unterlegt werden, da er sonst die erforderliche höhe nicht geschafft hätte. dazu kam das uns die australisches honigbienen, die zum glück nicht stechen, sehr anziehen fanden und uns besuchten wo sie nur konnten. als der part geschafft war und wir den "fuss" von r2d2 in luftige höhe befördert hatten, sollte der harte teil eigentlich geschafft sein.aber dem war leider nicht so und ein neues problem stand zur lösung bereit..der ersatzreifen hatte anscheinend einen schleichenden platten und war nicht wirklich fahrbereit, da er schon zuviel luft verloren hatte. was nun? alle optionen ausgespielt befanden wir uns mit einem schwindenen wasservorrat und sengender hitze in einem nationalpark mit der hälfte der grösse deutschlands..dazu noch auf einer abgelegenen route, die nicht sehr viele leute um diese jahreszeit fahren. wir waren in einer situation, die man wirklich vermeiden will..doch die hoffnung stirbt ja zuletzt und so kam es das, während ich mir die schlimmsten szenarios in meinem kopf schon überlegte, aus blauem himmel auf einmal zwei 4 WD's auftauchten und uns quasi retteten..es waren schweizer ( sarah und stefan ), gefolgt von einem team der np ranger, die den park entlang patrolierten und nur durch zufall, wie sie uns erklärten, den track auf dem wir gefangen waren passierten. der reifen wurde gefixt und hielt. so ging es dann weiter auf steinigen gravelroads durch den park im convoy mit den schweitzern, die uns netter weise angeboten hatten uns zu begleiten, bis wir wieder auf sicherer strasse waren. nach einer weiteren nacht im national park nahmen wir dann kurs auf einen kleinen ort namens tom price. es ist eines der städtchen die durch mining gesellschaften aus dem boden gestampft wurden und fast zu klein sind,um auf der landkarte eine bedeutung zu haben. dort flickten wir den kaputten reifen und verbrachten eine nacht auf dem dortigen campingplatz, um uns von den strapatzen des tages zu erholen. dennauch ein kleiner walk von 20min wird bei diesen temperaturen zur entbehrung. es gab einen pool viel schatten und eine kängarooh mommy mit ihrem jungen im beutel..wie süss war das denn!ab und zu kam es heraus gekrabbelt und erkundete seine umwelt mit übermütigem gehüpfe.quer durch den platz ging es mit einem affenzahn und die mutter beobachtete das ganze mit ruhigem blick einiger entfernung, wenn sie sich nicht am spieltrieb des kleinen beteiligen wollte. fledermäuse&papageien zogen über unser lager hinweg während wir kochten und langsam die dämmerung über uns hereinbrach.
nachdem wir tom price verlassen hatten, waren wir auch nicht mehr allein unter uns. am abend hab ich mal wieder mit wahnsinnig vielen leuten gequatscht und so hatten helen& lorenz sowie zwei andere backpacker vorgeschlagen wir sollten doch convoy fahren. gesagt getan und so ging es mit 80 sachen die 650km in richtung ex mouth, wo wir eine längere zeit bleiben wollten. der tag war lang, heiss & wollte schier nicht enden, doch irgendwann gegen 9 uhr erreichten wir erleichter die lichter von ex mouth. das suchen einer herberge für 8 personen gestaltete such schwerer als gedacht, denn die campingplätze, hostels oder ähnliches hatten alles schon seid 6 uhr für den checkin geschlossen und das wildcampen kann man in kleinstädtchen wie ex mouth eben doch nich wirklich, da die strafen sehr hoch sind. doch wie immer gibt es einen weg und wir fanden ein 3mann zimmer in dem dann auch 8 leute platz fanden. die einheimischen jungs hatten wohl auch gleich unsere anwesenheit bemerkt und kamen wohl aus neugier, ihrem alkohldurst und der maedels wegen rum. ein lustiger plausch begann und wurde spaeter sehr harsch durch die besitzer der location unterbrochen, da wir wohl etwas laut geworden waren..und das geht um halb 11 in ex mouth eben nicht :)
to b continued ...
Blogeintrag gelesen von 95 Besuchern.