noch schnell das fliegennetz auf und raus. draussen ist die luft noch ganz kuehl und frisch, doch schon wandern die ersten sonnenstrahlen ueber die weissen duenen der kueste. ich hoere ewtas entfernt das rauschen des meeres waehrend skippy und seine kaengarooh freunde zwischen unseren zelten hin und her huepfen. es ist wunderbar friedlich und ein leichter wind kuehlt mich, doch ich brauch noch mehr erfrischung um zu starten. der sand ist noch ganz nass unter meinen fuessen und ich versinke ein bisschen. kleine krabben hasten ueber den strand, das naechste sichere versteck suchend. sie hinterlassen kleine punkte im sand als spuren, bevor sie verschwinden und nicht wieder auftauchen bevor alles sicher ist. das wasser ist so kristallklar, dass man sich nicht mal anstrengen braucht, um die fische schimmern zu sehen. ab und zu hoert man es platschen, wenn sie auf der flucht sind und aus dem wasser springen um zu entkommen. ein sprung und ich bin vom kuehlen nass umgeben, merke wie mich fische leicht beruehrend und an meinen fuessen knabbern..es kitzelt ein bisschen und waehrend ich schwimme, lassen sie ganz von mir ab. selbst bei solch stillem wasser merke ich die starke stroemung, die jede schwimmbewegung fast verschwindend gering erscheinen laesst. ich bin am plantschen, tauchen, wasser spritzen, schauen, entdecken und und und einfach am gluecklich sein, denn davon hatte ich in letzter zeit wohl doch nicht soviel.
„Das Paradies pflegt sich erst dann als Paradies zu erkennen zu geben, wenn wir aus ihm vertrieben sind.”, das hat einmal hesse gesagt und ich denke, dass es sich genauso mit australien verhaelt, nur dass man eben nicht vertrieben wird, sondern man einfach nur reist. staendig trifft man auf neues und wird mit neuen eindruecken, farben und information ueberflutet. vieles erlebte rauscht an einem schnell vorbei und wenn man nicht aufpasst, dann vergisst man schnell.
doch trotzdem ist man im paradies. an diesem morgen merkte ich das besonders, da die natuerliche stille dieses ortes, die kaum von wind und wellen gestoert werden kann.
vom erfrischenden bad, gehts zurueck in die thongs. ab zu r2d2 und einpacken..die maedels schlafen noch. ich schnuere mein swag ( australisches buschbett ) zusammen und wasche geschirr, lade die campingstuehle auf den dachgepaecktraeger und verschnuere alles sorgfaeltig. meine morgentliche prozedur des motorchecks, mit oel-, kuehlwasser-,getriebefluessigkeits-kontrolle, reifendruck etc. folgt und gerade als ich die motorhaube runtersausen lassen will, krabbeln die maedels, mit verschlafenen blicken, aus ihren zelten. noch vor dem zaehneputzen ist die erste kippe bei ihnen an und ich habs schon fast aufgegeben. ich bin sogar dabei ein rauchverbot im auto stueck fuer stueck durchzusetzen, da es sonst nur noch stinkt.. was soll man machen? ich schnapp mir in der zwischenzeit meinen reisefuehrer und schaue mir die route und deren sehenswuerdigkeiten an, denn ausser mir hat sich leider noch niemand darum gekuemmert. auf geht's! der motor laueft und alles scheint tippitoppi.
nachdem wir einige meter gefahren sind, eroeffnen mir die drei, dass sie doch gern noch einen kompletten tag am strand chillen wollen. ich frage verwundert, was sie denn mit ihrem bisherigen sonnenbrand machen wollen& ob sie die idee wirklich so gut finden. doch meine ratschlaege bleiben ungehoert. na dann geht's wohl nochmal zum strand. dort angekommen, brennt die sonne schon sehr starkt- es ist mittlerweile schon 10 uhr- und ich bleib dann doch lieber am auto. als die drei nach 20 min sich entschieden haben, dass es wohl doch etwas zu sonnig ist und anscheinend auch der sonnenbrand die badewilligkeit etwas bremmst, soll es weiter gehen. doch es geht nicht - r2d2 streikt oder besser die wegfahrsperre. der knopf mit dem ich sie normalerweise immer geloest habe, will mir sienen dienst verweigern und so stecken wir fest. ich probiere, schraube, fluche, bete aber nix hilft. ich verabschiede mich in richtung hauptstrasse und begebe mich auf der suche nach hilfe.. natuerlich allein.
als mich franzosen dann endlich aufgesammelt haben, fahre ich nochmal kurz zurueck, um mit den maedels abzusprechen, das ich nun zum touristen center oder nach exmouth zurueckfahre um hilfe zu holen. danach gehts durch den kompletten national park zurueck. es wird wohl so um die 50 grad warm gewesen sein, als ich im touristen center auf dem parkplatz stehe und wahllos leute anspreche, ob sie uns sich abschleppen koennen, denn im center war man komischer weise aeusserst unwillig mir zu helfen. die buerokratie hat auch in australien fuss gefasst und so kann ich nicht mal vom touristen center aus telefonieren. als ich nach 7 std. probieren, reden und warten immer noch nicht erfolgreich bin, beschliesse ich mir eine telefonkarte zu kaufen und den abschleppdienst anzurufen..done. als er r2d2 dann auflaed ist es schon fast dunkel und ich bin erleichter und kaputt. zum kroenenden abschluss rennt unss noch ein 3m langer python uebern weg und selbst der fahrer des trucks ist schwer beeindruckt. auf meine frage ob man hier im nationalpark desoefteren solche schlange antrifft meint er nur: "nun ihr habe eher glueck keine getroffen zu haben mate, denn der park ist voll mit den viechern". die maedels waren augenblicklich still, als sie das hoerten. kein wundern, denn mit solchen tierchen wird camping dann doch ni wirklich toll.
in exmouth angekommen laden wir unser zeug beim campingplatz aus und der fahrer karrt r2d2 vor die nahe gelegene werkstatt. ich bin 400 $ aermer und die werkstattrechnung is noch nicht dabei. ich brauch ablenkung, denn meine stimmung ist nun echt bei null. beim klamotten schleppen helfen uns 2 dudes die auch in unserer naehe campen und mit denen ich mich dann den rest des abends unterhalten hab, denn sie waren irgendwie die bessere company an diesem abend, als die maedels. meine letzten gedanken vorm einschlafen sind noch die werkstatt und die weiterreise am naechsten tag und nachdem ich mich 2mal umgedreht habe, ist auch schon wieder morgen. ich bin wohl der erste, der bei der werkstatt aufschlaegt und der mechaniker verspricht das problem asap zu loesen. yeah! ein problem weniger :D zurueck auf dem campingplatz packe ich schon zusammen, klar das die maedels dann nachdem aufstehen erstmal an den pool muessen. doch das sollte nicht die einzige ueberraschung sein.. als ich sie danach auf die kosten anspreche bekomme ich kurz und knapp zur antwort:"das ist dein problem, wir beteiligen uns an diesen kosten nicht." ich muss mir eine halbe stunde lang wirklich bloesinn anhoeren, bevor ich mich entscheide, denn billigsten weg zu gehen. schnellst moeglich nach perth und keine weiteren umwege. nicht mit dieser crew. es ist zwar schade, dass ich dadurch sehr viel verpassen werde, aber es ist auch nciht anders moeglich.
also packen wir die sachen und es geht wieder auf die strasse in richtung coral bay..mal sehn was noch passiert..
am anfang dachte ich "man ey, wie deprimierend". wenn man nämlich mit nem schnupfen im verschneiten deutschland sitzt, ist der gedanke nicht weit hergeholt. "another day in paradise" ist schon so ziemlich das wünschenswerteste, was man sich gerade vorstellen kann.
aber deinen trouble mit den görls, da will ich dann doch nichts eintauschen. ist ja scheußlich! ... halt uns auf dem laufenden!
ey kocksen. warum tust du dir das an? irgendwie scheinen alle die du unterwegs triffst besser drauf zu sein als die weiber für die du da den dödel vom dienst spielst. schmeiß die endlich raus aus deiner karre. irgendwo... aber tu es.
hab trotzdem das gefühl, dass du zumindest für dich einen weg gefunden hast den trip zu genießen soweit es möglich ist. mach weiter so. hau rein...alter philosoph.
beste grüße aus der heimat. moritz
na dann hoffe ich mal, dass ich nich so anstrengend bin :), wovon ich mal ausgehe..
freu mich auf die zeit in oz..
super viel spaß in perth und aufm weg nach melbourne (und hoff. nen heilen r2d2)
liebe grüße
Hey kocksen, so hier nochmal die Meldung aus dem schönen Schleußig. Sitzen grad in ner kleinen lustigen Runde zusammen und wollten mal liebe Grüße nach Oz schicken:
Dan, Mandy, Marika und die Jana
PS: das Leben ist ein ständiger Kampf... um sauberes Geschirr. Copyright by Mandy_Roth
PS2: der Pegel stimmt :)
Und die Jana hat nicht nur Recht, ich beneide Euch auch ganz böse darum, den März on the road zu verbringen. Hoffentlich viel,viel stressfreier... :-)
Grüße aus Schleußig!
Blogeintrag gelesen von 106 Besuchern.
Spam?