...kommen. Als wir am Flughafen auschecken wollten wie wir dahin kommen, haben wir plötzlich fest gestellt, dass es nicht ein sondern zwei YHA Hostel gibt. Ob wir wussten in welchem wir gebucht haben? Natürlich nicht! Eins war ganz central und auch nicht weit weg von wo wir waren, also wollte ich da einfach direkt hinlaufen, da ich mir sicher war dass wir das im Central gebucht hatten. Julia wollten aber lieber auf Nummer Sicher gehen und vorher anrufen. Ich kann wirklich froh sein sie dabei gehabt zu haben....wir waren nämlich nicht in dem Central sondern in dem das saaauuu weit weg war. Na Herzlichen Glückwunsch da war meine Laune natürlich mal wieder auf dem Null Punkt. Da wollten wir extra direkt in der Stadt sein, damit wir überall hingehen können und jetzt mussten wir immer die Bahn nehmen die aber leider um 23 Uhr das letzte mal fuhr. Der erste Abend war dann auch nicht so erfolgreich, es lief folgend ab: Wir hatten uns ein gutes Partyviertel ausgesucht und total gekonnt hatten wir in kürzester Zeit auch die Bahnverbindung gefunden. Gut gesagt, getan wir fuhren also dahin, stiegen aus und......nichts! Eine dunkle leere Straße mit einem Krankenhaus und ein paar dunklen Büros drum herum. Selbstverständlich haben wir uns nicht entmutigen lassen, irgendwo muss ja die Party gehen und sind einfach mal drauf los gelaufen. Um die Geschichte kurz zu machen: wir sind ungefähr 2 Stunden und gefühlte 20 Km durch verlassene Straßen gelatscht und haben am Ende noch völlig erschöpft die letzte Bahn zu unserem Hostel erwischt. Was für ein Erfolg! Also irgendwie hab ich mit dieser Stadt einfach kein Glück! Am nächsten Tag hingegen hat sich das Blatt gewendet. Ich hab Julia die Stadt gezeigt und jedes einzelne Klamottengeschäft angesteuert. Meine Ausbeute waren 3 Kleider, ein Pulli und verschiedenster Kleinskram! Sehr befriedigend und Melbourne ist auch etwas in seinem Ansehen gestiegen!
Am nächsten Tag hatten wir uns ein Auto gemietet und zwar so ein richtiges Schnäppchen gemacht! Wir also zur Autovermietung hin und wollten das Auto abholen, also sie uns lächelnd mitteilt, dass zu dem Preis noch täglich 27 Dollar drauf kommt da ich noch keine 25 bin....darauf hin wollten wir erstmal drüber nachdenken ob wir uns da nicht doch lieber wieder einen Camper anschaffen wollten...wenigstens die Campingplätze sind billiger als Hostel. Da ich aber von Camper nicht begeistert war, hat Julia vorgeschlagen noch zu einer anderen Autovermietung zu gehen. Ich natürlich total pessimistisch wollte das erst gar nicht, aber hab mich dann doch breit schlagen lassen. Wir also dahin und sehe und staune meinte die Frau, dass wenn ich Student wäre gäbe es sicher ein Weg drum herum. Dass mein Studentenausweis bereits abgelaufen war, hat sie da auch nicht gestört! Auf jeden fall lacht sie mich plötzlich an und sagt „Ohhh you’re double upgradet now you having a Ford 6 zylinder!“ Ich hatte ja erstmal gar keine Ahnung was das eigentlich für ein Auto ist, bis ich es dann gesehen habe: ein Schlitten sag ich euch!! Total groß, flach und Automatik! Das Lenkrad hatte mehr Knöpfe als ein normales Auto insgesamt hat. Auf jeden Fall hab ich mich stehenden Fußes in das Auto vermietet. Das wir keine Versicherung hatten hat mich allerdings etwas nervös gemacht! (es ist aber Gott sei Dank nichts passiert)
Am 18ten sind wir dann aus Melbourne losgefahren an der Küste entlang Richtung Sydney. Wir haben jeden zweiten Tag im Auto geschlafen weil es billiger war und das Auto sowieso mega groß! Das Wetter hat sich leider etwas geändert im Gegensatz zu West Australia. Wir hatten Glück dass es meistens nur nachts geregnet hat und tagsüber trocken war. Jeden Tag haben wir uns irgendwelche schönen Städte und National Parks angeguckt die auf unserem Weg lagen. Am ersten Tag sind wir nach Phillip Island gefahren wo es die kleinsten Pinguine der Welt gibt. Da kann man sich dann angucken wie die abends nach der Dämmerung aus dem Wasser gehopst kommen und an Land wackeln um zu ihren Eiern zu kommen.
Einen Abend (wir haben auf einem Parkplatz geschlafen) kam ein Mann auf uns zu und hat uns nachdem er erfahren hat dass wir aus Köln kommen unbedingt ein paar Tipps geben wo wir hinfahren sollten. Er hat uns einen Punkt auf der Karte gezeigt, wohin eigentlich gar keine richtigen Wege eingezeichnet waren. Wir also am nächsten Tag diese sehr unscheinbare Straße reingefahren um dann bestimmt 30 km lang absolut nichts zu sehen außer Wald. Es war eine kleine später sogar ungeteerte Straße und es kam uns nicht ein Auto entgegen. Doch nachdem wir schon fast aufgeben wollten und am liebsten zurück gefahren wären, war es plötzlich da „the island“! Wer kennt nicht den Film mit Leonado Dicaprio! Wir kommen aus dem Bushland raus und fahren über eine kleine hölzerne Brücke und sind plötzlich in einem kleinen Bushcamp! So circa 20 Hippie- Buschmenschen haben ihre Zelte oder ähnliches dort aufgebaut völlig ab von jeder Zivilisation. Wenige Meter weiter war einer der schönsten Strände die ich je gesehen habe! Also das war echt nen toller Platz den wir da gefunden hatten.
Ich schreib jetzt nicht über jede einzelne Stadt in der wir waren. Nur noch über eines: In der Nähe von Jervis Bay hatten wir nicht viel zu tun, also sind wir zum Golfplatz gefahren. Es war so ein ganz einfacher kleiner und zu spielen hat auch nur $ 8,5 gekostet, also ncihts! Auf jeden Fall haben wir erst so total schlechte Schläger bekommen! Julia also hingegangen (der Typ war eh total begeistert davon dass sie ein Hcp von 3 hat) und wollte andere haben. Da hat der Typ ihr kurzer Hand einfach ein Set von Schlägern gegeben, dass er dort im Laden zum Verkauf angeboten hat. Also hatten wir richtig geile Schläger und ich hab das erste Mal in meinem Leben Golf gespielt. Am Anfang war es eine Katastrophe, aber am Ende war es gar nicht mal sooo schlecht!
Am 25ten sind wir dann nach the Gong (Wollongong) gekommen um dort nächsten Tag Australia Day zu feiern. Es gab eine Kirmes, viele Partys und abends ein Feuerwerk. Das war echt total schön! Vor allem weil wir auch noch indisch Essen waren und das meeega lecker! Und in einem Springbrunnen haben sie irgendwas rein getan so dass es ganz viele Seifenblasen gegeben hat. Das war ziemlich witzig!
Am nächsten Tag sind wir dann in die Blue Mountains weiter gefahren, aber was dort passierte werdet ihr bei der nächsten Folge von Krissis Ozabenteuer erfahren, wenn es wieder heißt: Eine Chaotin macht ihren Weg!
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