...schade fuer eine 5-stuendige Autofahrt. Endlich angekommen bezogen wir sogleich ein Zimmer im Blackcurrant Backpackers, wo Pascal, neben seinem Job bei Taupo Tandem Skydiving, work for accomodation macht. Es war toll, ihn nach 2,5 Monaten wiederzusehen. Zum einen war ich nach Taupo gekommen, um natuerlich Pascal zu treffen, zum anderen aber auch um Skydiving zu machen, da es hier nun mal am guenstigsten ist. Daher war ich ziemlich enttaeuscht als ich vom Wetterbericht fuer die naechsten Tage erfuhr: Es sollte die naechsten Tage nur regnen. Ich stellte mir trotzdem um 8 den Wecker, in der Hoffnung, der Wetterbericht koennte doch mal daneben liegen. Und ich sollte belohnt werden. Als ich am naechsten Morgen aus dem Fenster sah, herrschte strahlender Sonnenschein und es war fast keine Wolke zu entdecken.
Um halb 11 erreichte ich mit Pascal seinen Arbeitsplatz bei Taupo Tandem Skydiving. Er zeigte mir zunaechst alles und erklaerte mir, wie alles ablaufen wuerde. Ich buchte das Silberpaket: Ein Sprung aus 15 000 Fuss Hoehe mit Fotos, einem Video und einem T-Shirt dazu. Ich wurde in einen etwas unvorteilhaften roten Anzug gesteckt und bekam eine Muetze und Handschuhe, da es dort oben 15 Grad kaelter sein wuerde. Ich lernte dann auch meinen Sprungpartner Brad kennen, der sich als absoluter Gluecksgriff herausstellte. Er war super nett, aber er versuchte mich mit Spruechen wie „Oh, heute hab ich gar kein gutes Gefuehl“ und „Ich bin ganz schlecht im Landen“ nervoes zu machen, was ihm auch sehr gut gelungen ist :) Zu eurer Beruhigung kann ich jedoch sagen, dass ein Tandemspringer mindestens 1000 Spruenge vorweisen muss, um als solcher arbeiten zu duerfen. Genug Erfahrung hatte er also ^^ Es stellte sich zudem heraus, dass ihm das Hostel, in dem wir uebernachten und Pascal arbeitet, gehoert. Mal wieder so ein Zufall.
Um 11 ging es dann los. Mit mir sprangen noch zwei Neuseelaender und ein Japaner, der allerdings schon aus 12 000 Fuss. Ich war als Vorletzte dran und je naeher wir dem Ausgang entgegen rutschten, desto staerker fragte ich mich, ob ich das ueberhaupt wollte. Meine Nerven waren zum Zerreissen gespannt. Doch dann ging alles ganz schnell. Es wurde noch ein Exit-Foto gemacht, auf dem ich aber natuerlich nicht in die Kamera schaue! Aber das haette mich sowieso 25$ extra gekostet, also war es ganz gut so. Und dann waren wir auch schon in der Luft. Es war richtig kalt und ich hatte Probleme, zu atmen, was mich leider davon abhielt, den Freifall so richtig zu geniessen. Wir alberten ein bisschen mit dem Kameramann. Dann zog Brad die Reissleine und wir glitten durch die Luft. Unter uns war der See, die schneebedeckten Berge im Hintergrund. Es war traumhaft. Leider war es dann viel zu schnell wieder vorbei. Nach ein paar Kreiseln landeten wir wieder sicher auf der Erde.
Dann drehten wir noch eine kurze Abschlussszene fuer das Video, in der wir alle tanzen sollten. Dabei kam ich mir ziemlich bescheuert vor, da wir von einer ganzen Meute Japanern beobachtet wurden. Pascal schnitt das Video fuer uns zusammen und das wars. Ich bin froh, ein Video und Fotos zu haben, da es einfach rasend schnell rum war und man so eine kleine Erinnerung an den Nervenkitzel hat. Der Spass hat mich 499$ gekostet, aber das war es, meiner Meinung nach, wert und ich kann es nur jedem weiterempfehlen. Das muss man mal gemacht haben und ich bin so froh, dass das mit dem Wetter so gut geklappt hat!
Am Donnerstag geht es dann noch nach Rotorua ins Spa und am Freitag wieder zurueck nach Wellington. Samstag ist dann wieder arbeiten angesagt.
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