...Beach Resorts und "all incl." die atemberaubende Schönheit der Wüste erleben...
Hier könnt Ihr nachlesen, was ich auf meiner Reise erlebt habe und wo ich überall war:
Auf nach Ägypten
….und schon beginnt das Abenteuer. Mit Egpyt Air fliegen wir erstmal nach Luxor um dann wieder zurück nach Kairo zu gelangen. In Kairo angekommen wartet bereits ein junger Mann mit dem Shoestring-Schild auf uns. Er kümmert sich um unsere Visa und dann geht es auch schon auf ins Hotel. Hier erwartet uns Dave, der bereits einige Tage früher angereist war. Hungrig wie wir sind bringen wir nur die Sachen in unsere Zimmer und gehen (fast Mitternacht) auf die Suche nach Essbarem. Nach einem Chicken Shawarma sind wir dann auch müde genug, um schlafen zu gehen.
Die Wüste wartet!
Am nächsten Morgen ist es dann schon so weit…wir kehren Kairo den Rücken zu und fahren in die Wüste. Noch schnell Geld umgetauscht, Snacks besorgt und jede Menge Wasser. Wir sind eine Gruppe von 8 Leuten und unser Tourguide Mohamed. Eigentlich wollten wir auch noch etwas „zu trinken“ besorgen, damit die Nächte nicht so kalt werden, doch bei 3,50 Euro für ein Bier und 100 Euro für eine Flasche Bacardi bleiben wir doch lieber bei Tee.
Schnell befinden wir uns mit dem Minibus inmitten der ewigen Sandwüste…
Soweit das Auge reicht sind Sand, ein paar Felsformationen und manchmal ein kleiner Busch alles was es gibt. Nach einem Stopp an einer Tankstelle mitten in der Wüste können wir nach ein paar Stunden fahrt Palmen am Horizont entdecken. Ein weites Tal tut sich auf…die Bahariyya Oase liegt vor uns. Hier bekommen wir unser erstes ägyptisches Mittagessen. Fleisch, Bohnen, eine würzige Gemüsemischung, Kartoffeln in Tomatensauce und jede Menge Reis. Danach fahren wir in unser Camp. Eine schön angelegte Anlage mit Steinbungalows in der typischen Architektur dieser Gegend. Zum Sonnenuntergang fahren wir zu einem nahe liegenden Berg inmitten der Oase. Die letzten Meter klettern wir hinauf. Von hier haben wir einen wunderschönen Blick über die gesamte Oase, die sich über das gesamte Tal erstreckt und riesig erscheint. Die untergehende Sonne taucht die Umgebung in ein gelb-rotes Licht und zum ersten mal verspüren wir die besondere Atmosphäre dieser Wüstenregion. Nach dem Abendessen spielen ein paar Männer auf ihren Instrumenten und fordern uns zum tanzen auf. Dieses überlassen wir dann besser den Mädels.
Jeep Safari und Schattenspiele in der Weiße Wüste
Den Tag beginnen wir mit einer Jeep-Safari. Es geht durch die Oase entlang von Palmenplantagen und den Höfen der Bauern. An einem Salzsee machen wir Pause und im Schatten der Jeeps trinken wir Minztee. Auch wenn es komisch erscheint, das beste Mittel in der Hitze der Wüste. Dann fahren wir weiter in die Wüste hinein, Sanddünen hoch und runter, vorbei am Pyramid Mountain und immer quer Feld ein. Ein in der Sonne verendetes Rind am Rande des Weges nimmt uns fast den Atem, ein mörderischer Geruch, aber das gehört hier wohl dazu! Nach dem Mittagessen im Camp geht es weiter mit dem Minibus. Wir stoppen an einem Hügel, von dem aus wir die herrliche Landschaft der Wüste bestaunen können. Die Sonne brennt unaufhörlich….mittlerweile bereits mit den typischen Kopftüchern der Wüstenbewohner ausgestattet, lässt es sich aushalten. Am Cristall Rock Mountain können wir tatsächlich die in der Sonne funkelnden Mineralkristalle im Felsen entdecken. Die ersten weißen Felsen der hier beginnenden Weißen Wüste sind hier schon zu sehen. Nur kurze Zeit später befinden wir uns inmitten einer unwirklichen Landschaft aus weißen Felsformationen die wie Pilze aus dem Boden ragen. In der Ferne sind Berge zu sehen und die wieder ist es die untergehende Sonne, die alles in ein prächtiges Meer aus warmen Farbtönen verwandelt. Hier finden wir auch unser Camp für die nächste Nacht. Nur ein Zelt mit den Kochutensilien steht schon hier. Ein paar Matten, flache Tische und ein Lagerfeuer. Denn die nächste Nacht verbringen wir unter den Sternen. Es ist fast Vollmond, wodurch die Weiße Wüste auch in der Nacht wie bei Tage zu betrachten ist. Wir sitzen noch sehr lang, lauschen den Klängen der Trommler und genießen gleichzeitig die entspannende, von allem modernen Dingen weit entfernte Ruhe der Wüste. Als wir schon alle in unseren Schlafsäcken unter dem funkelnden Sternen liegen taucht plötzlich ein Wüstenwolf auf. Er schleicht langsam um unser Camp, wo wir ihn ganz nah im Licht des Mondes beobachten können.
Baden in heißen Quellen
Schon vor Sonnenaufgang sind wir wach. Die Nacht am Lagerfeuer war sehr angenehm und die Morgenstimmung ist erneut eine einzigartige Erfahrung. Natürlich ist immer meine Kamera dabei…jede Minute ändert sich das Licht und meine Speicherkarte dürfte bald voll sein, wenn es so weiter geht. Noch ist es angenehm kühl, doch sobald die Sonne am Horizont aufgeht, kehrt die Hitze zurück. Ein schnelles Frühstück mit dem typischen Fladenbrot, Marmelade, Käse und einer seltsamen süßen trockenen Paste aus Zucker und Sesam. Nur ein paar Kilometer entfernt erreichen wir die Farafra Oase. Hier besuchen wir ein Beduinen Museum, indem herrliche Malereien mit Sand und das traditionelle Leben des Wüstenvolkes zu sehen sind. Anschließend besuchen wir eine heiße Quelle. Zuerst erscheint es mir komisch, ein heißes Bad in der Wüste, aber Wasser ist Wasser und schließlich kann ich nicht widerstehen. Leider war dies auch der Abschied von meinen Badeshorts, die ich auf dem Dach des Busses liegen ließ. Nach 270 km durch die Wüste erreichen wir die Dakhla Oase. Auf dem Weg sind riesige Wanderdünen aus feinstem Sand zu sehen. Als wir die Oase erreichen erscheinen die grünen Felder wie Farbtupfer in der gelben Sandlandschaft…der Kontrast könnte nicht größer sein! In einer alten Festung, welche Teil einer 500 Jahre alten islamischen Stadt war, erhalten wir eine Vorstellung wie die Menschen in dieser Zeit gelebt haben. Eine Moschee, eine Schule, ein Gefängnis, Ölpressen (für Olivenöl) und sogar eine Bäckerei sind zu sehen. Und der Guide zeigt uns sogar eine Art Klimasystem, welches die Stadt belüften konnte. In unserem Camp beziehen wir unsere Zimmer. Zuerst einmal duschen und dann essen. Der Nachmittag steht für relaxen und sich von der langen Tour durch die Wüste erholen. Am Abend finden sich alle im Camp zusammen, um am Lagerfeuer der Musik der Einheimischen zu lauschen, zu tanzen, Shisha rauchend und Tee trinkend oder auch nur um sich mit den Einheimischen bei Spielen die Zeit zu vertreiben.
Mit dem Kamel durch die Wüste
Aufwachen gegen 7.00Uhr, denn die Kamele warten schon. Laut brüllend stehen sie da mit ihrem Nachwuchs und so manch einer wundert sich, ob die Kamele ihm so gut gesonnen sind. Doch am Ende sitzen alle auf ihrem eigenen Kamel und los geht’s. Die Herde folgt immer einem Leittier, manchmal langsam und ab und zu auch im wilden Ritt. Schnell verschwindet das Camp hinter den Hügeln, nur wir und die Wüste. Zum Glück scheint die Sonne noch nicht so stark und der die „Sättel“ sind eigentlich ganz bequem. Nach einer Stunde stehen wir inmitten der Wüste, wo schon bald ein paar Pick-ups auftauchen, die uns zurück ins Camp bringen. Einer hatte die super Idee auf dem Dach zu sitzen…also fuhren wir auf dem Dach des Pick-up entlang von Sanddünen und auf Schotterpisten zurück. Gegen Mittag fahren wir weiter. Immer wieder passieren wir Checkpoints, an denen kontrolliert wird, ob wo wir hingehen und wo wir herkommen. Somit ist immer gewährt, dass kein Auto in der Wüste abhanden kommt. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir die Kharga Oase. In einem Wüstencamp in der Nähe werden die Nacht verbringen. Einfache Holzliegen mit Matten unter dem Sternenhimmel sind unsere Lager für die Nacht. Doch zuvor können wir noch den Sonnenuntergang von den nahe gelegenen Sanddünen genießen. Ein fantastisches Schauspiel. Während auf der einen Seite die Sonne hinter den Bergen aus Sand untergeht, steigt am anderen Ende der Mond auf und steht wie ein Licht über den Palmen der Plantage. Zurück im Camp gibt es Abendessen. Gemeinsam sitzen wir mit der Gruppe an den flachen Tischen auf Matten. Später bringt sogar jemand Kartenspiele und „Mensch-ärger-dich-nicht“ hervor und wir trinken Minztee.
Von der Wüste an den Nil
Gegen 5.00 Uhr ertönt Musik im Camp. Mohamed, unser Guide, hat sein Handy angestellt und versucht die Gruppe zu wecken. Noch immer recht kalt, mach ich es mir zunächst am Feuer gemütlich. Bei einer Tasse Tee und Frühstück wird es langsam wärmer und wir brechen auf, um in Luxor den Convoy nach Assuan zu erwischen. 270 km zum ersten Stopp liegen vor uns. In Luxor stoppen wir in einem Hotel. Gleich neben an befindet sich ein Coffee Shop. Hier sitzen wir zwischen den Einheimischen, trinken Tee, bestellen eine Shisha und beobachten das Leben auf der Straße. Pferdekutschen mit Touristen kommen vorbei, Eselskarren mit Lieferungen von den Feldern und Frauen mit ihren Schleiern prägen das Straßenbild. Eine Stunde später sitzen wir wieder im Bus und schließen uns dem Convoy nach Assuan an. Diesen müssen Touristentransporte aus Sicherheitsgründen folgen. Nach weiteren 200 km sind wir endlich da. Da die Klimaanlage im Bus ausgefallen war wurde es im Bus recht warm und jeder war froh als wir im Hotel mit einem Erfrischungsgetränk aus Hibiskusblüten begrüßt wurden und Mittagessen bereit stand. Eine Stunde später sitzen wir bereits im Boot auf dem Nil. Wir wollen ein Dorf der Nubier besuchen. Es geht auf Stromschnellen und engen Passagen entlang des üppiggrünen Ufers des Nils. Eine ungewohnte Farbe nach den Tagen in der Wüste. Im Dorf reiten Kamele, Kinder spielen auf der Straße und Händlern versuchen ihre Waren zu verkaufen. In einer Schule zeigt uns unser Guide wie man arabisch schreibt. Eine witzige Sache auch wenn nicht viel hängen bleibt. Im Haus einer Familie bekommen wir zunächst erstmal die Haustiere der Nubier vorgestellt. Mit kleinen Kaimanen auf dem Kopf und auf den Armen schießen wir ganz aufgeregt ein paar Erinnerungsfotos. Danach stehen dutzende Töpfe und Platten mit unbekannten nubischen Gerichten zur Auswahl…ein wenig von allem kommt auf meinem Teller. Fast alle Sachen sind super lecker und einen zweiten Gang zum Buffet lass ich mir nicht nehmen. Im Dunkeln fahren wir zurück in die Stadt mit dem Boot. Zu Müde wenigstens noch auf einen Tee zu gehen, fall ich heute früh ins Bett.
Abu Simbel und relaxen auf ägyptisch
Gegen 3.00Uhr morgen klingelte der Wecker bereits. 3h Fahrt nach Abu Simbel…doch wir sollten nichts bereuen. Die beeindruckende Tempelanlage ist gigantisch. Riesige Statuen von Ramses II bewachen den Eingang zum Felsentempel. Man kann den Nassersee überblicken der inmitten der trockenen Wüste leuchtend blau hervorsticht. Im Inneren der Tempel kann man die vielen Verzierungen sehen und weitere Statuen. Man kann sich kaum vorstellen wie dies alles vor tausenden von Jahren ohne Technik erbaut wurde und noch heute so gut erhalten ist. Gegen Mittag sind wir wieder zurück in Assuan, wo Dave gut ausgeschlafen schon auf uns wartet. Mit großem Hunger gehen wir auf die Suche nach einem Restaurant. Lokale Küche soll es sein…auf dem nahe liegenden Platz werden wir fündig. Mehrere Straßenrestaurants befinden sich hier und wir ordern Shawarma, Kebab, Reis und Tee. Nebenan sehen wir derweil eine riesige Shisha…Später relaxen wir in einer Bar im Hinterhof, wo wir Shisha rauchend und Tee trinkend den Tag wie echte Ägypter in Ruhe genießen. Am Abend schlendern wir über den großen Markt, wo uns die Verkäufer auf Schritt und Tritt ansprechen und uns Souvenirs in jeglicher Form anbieten. Von Plastikpyramiden, über Shishas, T-Shirts, Bilder bis hin zu exotischen Gewürzen und Teesorten kann man hier alles erwerben. Zum Abendessen gehen wir in ein Restaurant am Nil. Leider ist die Küche nicht so gut wie die Aussicht von hier…da bleib ich doch lieber bei den arabischen Restaurants.
Mit der Feluke den Nil hinunter
Nachdem wir unsere frisch gewaschene Wäsche endlich abholen konnten ging es zum Hafen. Hier gingen wir an Bord einer Feluke, einem einfachen typischen Segelboot auf dem Nil. Wir brachten schnell die Sachen an Bord und los ging es. Nur langsam entfernten wir uns von den riesigen Cruise-Schiffen und der Stadt Assuan, da der Wind eher schwach war und Motor gab es nicht. Dies war auch gut so…denn nun konnten wir mal richtig entspanne. In völliger Ruhe zog die Landschaft an uns vorbei. Riesige Sanddünen die hinter den sattgrünen Ufern des Nils aufragten, kleine Häuser mit Feldern, Kühe und Esel, einige Vögel und zahlreiche andere Feluken. Übermütig ließ ich mein T-Shirt heute mal aus und schneller als ich sehen konnte hatte ich einen schönen Sonnenbrand auf dem Rücken. Zu Mittag hielten wir an einer Sanddüne. Natürlich versuchte ich gleich diese zu erklimmen, doch auf halbem Wege brannten meine so sehr, dass ich rennend wieder das Ufer und das kühlende Wasser des Nils aufsuchte. Auf dem Boot richteten unser Skipper und seine Helfer inzwischen unser Essen her. Der Wind wurde leider nicht stärker so dass wir mehr treibend wie segelnd nur langsam vorwärts kamen. Der Sonnenuntergang war wie immer sehr spektakulär. Der Sand leuchtet glühend rot, die Kontraste zwischen den grünen Palmen und den braunen Tönen der Wüste erscheinen noch extremer und die Stille auf dem Wasser macht diesen Moment unvergesslich. Mittlerweile sind auch wieder einige Cruise-Schiffe unterwegs und als es dunkel ist scheint es mir doch etwas beunruhigend, als diese immer wieder mit ihren Suchscheinwerfern nach Feluken Ausschau halten, da diese keine Positionslampen haben. Doch immer wieder schafft es unser Skipper das Boot aus der Fahrrinne der doch sehr viel größeren Schiffe zu manövrieren. Sicher erreichen im Dunkeln unseren Standplatz für die Nacht. Einige andere Feluken sind bereits da und man hört Musik aus der Ferne, wo Leute am Lagerfeuer sitzen und sich an Gesängen und Tänzen erfreuen. Waschräume oder Toiletten gibt es hier keine…nur das nahe gelegene Feld. Bald gibt es schon Abendessen, auf der Feluke versteht sich, und wir sitzen noch eine ganze Weile, unterhalten uns über die Erlebnisse der letzten Tage und was uns noch auf unserer Reise erwarten wird. Auf Deck richten wir unsere Schlafplätze her und einer nach dem anderen schläft unterm gleissenden Licht des Mondes ein.
Der Tag der Tempel
Als ich meine Augen öffne haben wir bereits abgelegt. Wir treiben in der Mitte des Nils, unser Guide hält gerade sein Morgengebet ab und gar nicht weit kann ich schon unser Ziel erkennen. Dort angekommen gibt es erst noch Frühstück bis uns wenig später unser Bus abholt. Wir fahren durch Dörfer und Städte. Das Leben hier ist schon im vollen Gange. Auf Märkten wird alles angeboten was die Menschen hier zum leben benötigen. Frisch geschlachtete Ziegen und Kuhhälften hängen an der Straße, bunte Gemüsemärkte und sogar Fisch wird angeboten. Auf dem Weg nach Luxor besuchen wir noch den Kom Ombo Tempel und Adfu Tempel. Beeindruckende Denkmäler der Geschichte Ägyptens mit noch sehr gut erhaltenen Bauwerken. In Luxor angekommen ruhen wir uns kurz aus, bevor es am Nachmittag zum Karnak und Luxor Tempel geht. Dave hatte es wohl mit dem Magen erwischt, so dass er aussetzen musste. Da wir kurz vor Schliessung am Karnak Tempel eintreffen, sind die meisten Besucher bereits gegangen. Wo sich anfangs noch hunderte Menschen durch die Gänge drängten hatten wir nun fast alles für uns allein. Die riesigen Staturen, Obelisken und immer wieder die prächtigen Verziehrungen an den Wänden, die von dem Leben vor tausenden Jahren in Form von Szenen berichtet. Die Schattenspiele der niedrig stehenden Sonne geben diesem Ort eine mystische Atmosphäre und so manch ein Gedanke wie es hier vor tausenden Jahren zugegangen ist geht einem durch den Kopf. Von hier aus machen wir uns auf zum nahe gelegenen Luxor Tempel. Gegenüber befindet sich ein McDonald (ich weiß, das klingt jetzt nicht gerade abenteuerlich). Hier gönnten wir uns nach der Hitzeschlacht des Tages einen erfrischenden Milchshake! Anschließend gingen wir zum Tempel. Da es bereits dunkel war, wurde der gesamte Komplex mit Lichtern angestrahlt… Reliefs und andere Verziehrungen erschienen so noch plastischer so dass dieser Tempelbesuch zum ganz besonderen Erlebnis wurde. Die riesigen Statuen und die hohen Säulen, welche den Weg zum Zentrum der Anlage säumten wirkten in der Dunkelheit gigantisch. Zurück im Hotel wartete bereits der Silberschmied, bei dem Armbänder, Anhänger und Ringe mit unseren Namen in den alten Hyroglyphen der Ägypter bestellen wollen. Bei einem kühlenden Bier lassen wir den Tag ausklingen.
Im Tal der Könige
6.30 Uhr geht es mal wieder los. Im Tal der Könige auf den Spuren der Grabräuber. Ganz unscheinbar von weiten fahren wir immer tiefer in das Tal. Heute mit Straßen ganz einfach zu erreichen, kann man sich nur schwer vorstellen, wie vor langer Zeit hunderte von Arbeitern für die Erbauung der Grabstätten hier her kamen. Als erstes Erkunden wir das Grab von Tausert. Ein langer Korridor führt tief ins innere des Berges. An den Wänden sind immer noch die farbigen Malereien zu erkennen. Das nächste Grab ist das von Thutmes III. Weit oben zwischen den Felsen hat er seine letzte Ruhestätte gewählt. Außen geht es steile Treppen nach oben, im inneren dann wieder steil nach unten. Die Hitze ist bereits extrem. Innen ist es sehr stickig, die Luft ist sehr warm und das atmen fällt schwer. Als wir wieder draußen sind fühlt sich die Luft im Vergleich zum Inneren richtig kühl an. Danach finden wir noch ein weiteres Grab, etwas abgelegen doch dafür ohne die Touristenströme wie am Grab von Ramses. Ein Wärter führt uns hinunter. In der untersten Kammer angekommen zeigt er uns eine dunkle Seitenkammer, halb zugemauert, in der Gebeine von Krokodilen zu sehen sind (den heiligen Tieren). Plötzlich geht das Licht aus…100m tief im Felsen, am Grabmal eines alten Pharaos. Was einem da alles durch den Kopf geht. Um uns herum komplett schwarz…kein Licht dringt soweit von außen ein. Zum Glück hat der Wärter eine kleine Lampe und führt uns zum Ausgang. Nach dieser schaurigen Einlage verlassen wir das Tal und fahren zum Tempel der Königin Hatshepsut. Dieser befindet sich auf der Rückseite vom Tal der Könige. Schon von weitem zu sehen mit seinen riesigen Säulen ist dieser wie ein Palast direkt in den Felsen gebaut. Nach diesem schweißtreibenden Erlebnis kehren wir zurück nach Luxor, wo wir den Nachmittag relaxend am Pool verbringen. Nach Sonnenuntergang wird es kühler und wir machen uns auf zum Markt. Kleine enge Gassen mit Läden die alles bieten was man sich vorstellen kann. Weiter hinten kommen wir in den Teil, wo vor allem die Einheimischen ihre Waren kaufen. Auch wenn wir etwas verwundert angeschaut werden, sind die Leute meist freundlich. Natürlich kaufen auch wir einige Sachen und machen uns dann auf den Weg zum Essen in ein nettes Restaurant mit Terrasse und Blick auf den Luxor Tempel.
Ein Tag in Luxor
Endlich ein Tag nur für uns….spät aufstehen, in Ruhe frühstücken und langsam den Tag beginnen. Wir entscheiden uns das andere Ufer des Nils zu erforschen. Dafür nehmen wir eine Fähre mit der wir zur anderen Seite übersetzen. Fast ausschließlich unter Einheimischen fühlen wir uns etwas beobachtet, doch jeder ist freundlich und nur der ein oder andere versucht uns einen Kamelritt anzubieten oder einen Fahrradverleih zu empfehlen. Wir aber suchen zielstrebig das Restaurant „Africa“, welches uns unser Guide empfohlen hatte. Eine nette Dachterrasse mit Ausblick auf den Nil und sehr leckerem Essen. Der Kellner verrät uns auch noch wie man das ein oder andere Gericht selbst zubereitet bevor wir für einen Gang entlang des Flusses starten. Wieder zurück in Luxor besuchen wir erneut den Markt. Hier hatten wir ein kleines Cafe gesehen, in dem wir in Ruhe Tee und Shisha genießen und das Treiben der Händler auf dem Markt beobachten. Danach ist es auch schon an der Zeit zurück ins Hotel zu gehen, wo schon ein Bus auf wartet, um uns zum Bahnhof zu bringen. Von hier nehmen wir den Nachtzug nach Kairo. 10h stehen uns bevor…doch auf bequemen weiten Sitzen finde ich sogar richtig Schlaf. Auch wenn hier und da ein Handy klingelt oder einer denkt er müsse mitten in der Nacht Musik hören, ist die Fahrt recht angenehm. Es ist eben auch in Ägypten nicht viel anders als in westlichen Ländern. Dave hat immer noch Probleme mit dem Magen, so dass vor allem er sehr oft Bekanntschaft mit den wüsten Toiletten im Zug machte.
Kairo
Früh um 7.00Uhr sind wir endlich da. Wir fahren direkt zum Hotel wo wir auch gleich in die Zimmer dürfen und ein wenig Schlaf nachholen können. 3h später bin ich dann auch schon wach. In der Lounge treffe ich auf einen älteren Ägypter der hier gerade auf Durchreise ist und das Basketballteam von Alexandria trainiert. Er erzählt mir von seiner Frau, seinen Kindern und von seiner Geliebten, als ob es das normalste der Welt wäre. Andere Länder andere Sitten! Gegen Mittag sind dann alle wach und wir machen uns auf nach Down Town. Wir schauen uns ein wenig um und sind erstaunt wie diese moderne Shoppingwelt in unser bisheriges Bild von Ägypten passt. Nach dem Abendessen sitzen wir noch entspannt auf der Dachterrasse unseres Hotels, wieder mal mit Shisha und Tee und einem Ausblick über Kairo bei Nacht.
Der Tag der Pyramiden
Heute heißt es Abschied nehmen. Einige von unserer Gruppe fliegen bereits nach Hause, während wir uns auf machen die Pyramiden rund um Kairo zu erobern. Als erstes kommen wir nach Saqqarah. Hier finden wir die ältesten Pyramiden Ägyptens, die Stufenpyramiden, erbaut von Imhotep für seinen König Djoser. Im inneren finden wir die Grabkammer des Königs und beim Blick in die Ferne entdecken wir noch weitere Pyramiden inmitten der Wüste. Danach machen wir uns auf zum wohl bekanntesten Wahrzeichen Ägyptens, den Pyramiden von Gizah und der Sphinx. Leider ist es nicht erlaubt diese zu besteigen, doch allein der Anblick dieser riesigen Bauwerke und die Vorstellung an deren Erbauung versetzen uns in Staunen. Man kann nur schwer erahnen, wie tausende von Arbeitern über Jahre hinweg hier tätig waren, um diese Meisterleistung zu vollbringen. Zum Abschluss begeben wir uns noch zur Sphinx, von wo aus wir das gesamte Panorama mit den Pyramiden als Hintergrund bestaunen können. Auf dem Rückweg lassen wir uns im Papyrusinstitut noch zeigen, wie dieses hergestellt wird und lassen uns ein persönliches Exemplar erstellen. Kurz vor Dunkelheit schnappen wir uns noch ein Taxi zum Khan el-Khalili, dem berühmtesten Markt Ägyptens. Dieser befindet sich in der Altstadt mit seiner riesigen Moschee und man findet hier alles was man sich vorstellen kann. Einheimische wie Touristen gehen hier einkaufen. Die Mischung aus dem Geschrei der Händler, den bunten Farben und Gerüchen des Orients ist ein faszinierendes Erlebnis, welches wir mit einem ägyptischen Abendessen beenden.
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