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LiveYourDreams Blog

Vom Toten zum Roten Meer

07.05.2008 | Bilder28 | Kommentare3 | Jordanien 
Nachdem wir die Wüste Ägyptens durchquert hatten, wollten wir nun auch in Jordanien auf Wüstenabenteuer gehen....doch gegen alle Erwartungen erlebten wir Jordanien ganz anders!!!!

Ein neuer Tag, ein neues Land!

6.45Uhr starten wir bereits zum Flughafen. Heute geht es nach Jordanien. 3h vorher bereits am Flughafen und dann auch noch ein Verspätung. Naja, nach langem Warten fliegen wir dann dennoch und nach einem etwas holprigen Landeanflug erreichen wir Amman. Schon auf der Fahrt zum Hotel bemerken wir, dass Jordanien ein starker Kontrast zu Ägypten ist. Die Straßen scheinen sehr sauber, der Verkehr verläuft geordnet und es wirkt sehr modern. Allerdings ist es auch weniger warm und als wir am späten Nachmittag nach Down Town aufbrechen sind lange Hose und eine Jacke ganz angenehm. Auch wenn der Taxifahrer kein Wort englisch versteht, können wir uns mit Hand und Fuß verständigen und erreichen unser Ziel. Wir schlendern die Straße entlang, schauen uns auf dem Markt um und machen uns mit der jordanischen Umgebung vertraut. Auf dem Rückweg halten wir an einem Restaurant, welches unser Fahrer vom Flughafen empfohlen hatte, das Tawaheen Al-Hawa (Wind Mill Restaurant). Es sollte nicht das letzte mal sein, dass wir hier her fuhren… 20 Kellner kümmern sich um das Wohl der Gäste, es werden super lecker Speisen aus der arabischen Küche aufgetischt, ein Mann kümmert sich um den Tee, ein anderer um die Shishas (hier Narghila genannt) und einer schält uns sogar die Orange fertig zum verzehr. Jeder ist zu Späßen aufgelegt und wir fühlen uns richtig wohl.

Jerash und schweben im Toten Meer

Am Morgen treffen wir unsere neue Gruppe und den Tourguide. Darauf hin geht es auch schon los, denn heute stehen Jerash und das Tote Meer auf dem Programm. Auf dem Weg bekommen wir schon einen ersten Eindruck von der Landschaft. Es ist unerwartet bergig und durch Höhe über dem Meeresspiegel auch relative frisch. Dafür ist die Landschaft teilweise grün und verschafft uns ein wenig Abwechslung nach dem sandigen Umfeld in Ägypten. Jerash ist eine alte Ruinenstadt aus der römischen Zeit. Man kann hohe Säulen über das gesamte Gelände verteilt sehen, Ruinen von alten Kirchen und andere Bauwerke. Sehr gut erhalten ist auch das römische Theater mit seinen steilen Zuschauerrängen. Gegen Mittag erreichen wir das Tote Meer. Einige hundert Meter unter dem Meeresspiegel gehört diese Region zu den am tiefsten liegenden der Welt. Auf der anderen Seite des Jordantales kann man schon Israel und die Stadt Jerusalem sehen. Vor Ort können wir uns erstmal an einem üppigen Buffet bedienen. Hier gibt es von arabischen Köstlichkeiten bis hinzu süßen Verführungen alles. Danach geht es an den Strand, wo wir im stark salzhaltigen Wasser (33%) des Toten Meeres regelrecht schweben und uns anschließend mit dem schwarzen wohltuenden Schlamm einreiben. Wir genießen die Sonne und hoffen auf die wohltuende Wirkung des Salzes. Zurück in Amman gehen wir wieder ins Tawaheen Al-Hawa zum Abendessen.

Auf dem King´s Highway durch das Hochland Jordaniens

Unser Guide hatte uns bereits auf einen langen Tag vorbereitet. Dementsprechend nahmen wir ein großes Frühstück bevor es zu unserem ersten Stopp dem Mt. Nebo ging. Von hier hat man eine Rundumsicht über das Jordantal und das Tote Meer, wie einst Moses selbst. In Madaba machen wir nur kurz Halt, um eine Kirche zu besichtigen, in der man sehr gut erhaltene Mosaike mit einer Karte aus früheren Zeiten auf dem Boden sehen kann. Auf dem Gang durch den Ort checken wir wie immer die Shops am Straßenrand und vergleichen die Preise. Ein leckeres Eis ist auch drin. Kurze Zeit später erreichen wir das Wadi Mujib, den Grand Canyon von Jordanien. Ein gigantisches Tal teilt hier das Land...in steilen Serpentinen geht es hinunter zum Stausee, der strahlend blau inmitten der trockenen Sand- und Steinwüste hervor scheint. Auf der anderen Seite geht es wieder nach oben, wo in einem Restaurant bereits ein Mittagsbuffet auf uns wartet. Mit Panoramablick über dem Canyon lassen wir uns die einheimischen Köstlichkeiten schmecken. Als Nachtisch gibt es Narghila, die beste auf unserer ganzen Reise. Unser letzter Halt an diesem Tag ist Kerak, wo wir eine alte Rittersburg besichtigen, die an einer uralten Handelstraße durch den Orient liegt. Danach wird die Landschaft eintöniger. Riesige karge Ebenen an deren Horizont Berge zu sehen sind bestimmen für eine Weile das Bild. Später geht es über in eine bergige Landschaft aus Hügeln und kurz darauf kommen erreichen wir unser Hotel in Petra. Kurz vor Sonnenuntergang checken wir in unser Hotel ein, welches sich über der Stadt Petra auf einem Berg befindet, von wo aus man den herrlichen Sonnenuntergang über dem Tal beobachten kann. Wieder einmal glüht die Landschaft in rot und beschert uns einen unvergesslichen Abend.

Die alte Stadt der Nabatäer- Petra

Gegen 7.00Uhr klingelt bereits der Wecker. Heute wollen wir die alte Stadt Petra anschauen. Am Eingang warten bereits Pferde, um die Touristen die ersten Meter bis zum Eingang in die schmale Schlucht zu bringen. Wir entscheiden uns zu laufen und können schon die ersten Überreste der Stadt sehen. Plötzlich konzentriert sich alles um den schmalen Eingang in eine hohe Schlucht. Die Sonne scheint nur teilweise hinein, doch wo sie hingelangt leuchten kräftige Rottöne. Über etwas 1-2km windet sich diese Schlucht durch den Fels. Alte Wasserleitsysteme sind zu erkennen, die vor tausenden von Jahren die Stadt mit Trinkwasser versorgten. Auf einmal, zwischen den Felsen der Schlucht kann man es erkennen, die berühmte Treasury Tomb. Riesige in den Stein gebaute Säulen und Verziehrungen gestalten den Eingang zur königlichen Grabstätte... einfach atemberaubend. Von hier an öffnet sich die Schlucht in ein weites offenes Tal, in welchem man hunderte von großen und kleinen in den Fels gehauenen Grabstätten findet. Hier verbringen wir den gesamten Tag, entdecken die vielen Höhlen und steigen über 1000 Stufen auf zum alten Kloster, wo sich eine weitere königliche Grabstätte befindet. Von hier kann man zudem auf die andere Seite hinunter ins Arab Tal schauen und hat eine herrliche Aussicht über das Tal von Petra. Wer will kann sich sogar von Eseln hoch tragen lassen, doch diese Attraktion lass ich mir gern entgehen. Wieder zurück im Tal setzen wir uns in eines der offenen Restaurants am Rande und genießen die Stimmung am späten Nachmittag. Wir beobachten das Geschehen bei einem türkischen Kaffee und stärken uns für den Rückweg durch die Schlucht. Zurück im Hotel gönnen wir uns ein türkisches Bad. Eine Nasssauna mit Massage und Whirlpool... eine sehr wohltuende Anwendung nach diesem langen Tag. Danach fahren wir mit unserem Guide hinunter in die Stadt zum Abendessen. Hier werden wir eingeladen, um nach dem Essen noch in einer Art Lounge zu traditioneller Musik und Tanz einen Tee zu trinken und eine Shisha zu rauchen. Nach diesem amüsanten Abendprogramm fallen wir erschöpft ins Bett.

Die Stille im Wadi Rum

Gemütlich starten wir gegen 10.00Uhr. Nach nur 2h sind wir auch schon inmitten der bergigen Sandwüste des Wadi Rum. Beeindruckend zeigt sich diese Gegend aus einem Kontrast von Wüste und Bergen. Am Fuße eines großen Felsmassives liegt unser Camp. In Zelten werden wir die nächste Nacht verbringen doch zuvor erwartet uns noch ein ganz besonderes Abenteuer. Auf einer Jeep Safari gehen wir mitten ins Wadi Rum. Auf der Ladefläche eines Land Rovers nehmen wir auf Bänken platz und halten uns während der wilden Fahrt über Sanddünen gut fest. Die Landschaft ist fantastisch....weite Ebenen aus Sand und dazwischen immer wieder riesige Felsformationen und Berge. Wir begegnen Kamelen, Ziegenhirten und finden Beduinenfamilien die immer noch in Zelten das Nomadenleben ihrer Vorfahren leben. An einem riesigen Felsentor halten wir an....von hier können wir das weite Gebiet überblicken. In einem Beduinenzelt bekommen wir Tee serviert, eine Mischung Minze, Kardamon und Salbei... sehr lecker. Zum Sonnenuntergang stoppen wir an einem Felsen, an dessen Fuße wir ein kleines Feuer entfachen und noch einmal Tee zuzubereiten. In der Abenddämmerung fliegen wir regelrecht zurück zu unserem Camp. Querfeldein, ohne Straßen und Wege lenken die Beduinen ihre Jeeps durch die Wüste mit dem geschulten Auge eines Wüstennomaden. Am Abend genießen wir die Ruhe der Wüste, sitzen am Lagerfeuer, lauschen der Musik der Beduinen und tauschen uns mit unseren Mitreisenden über deren Reisen und Erlebnisse in der Welt aus.

Auf an den Strand

Schon gegen 6.00Uhr morgens machen sich einige von uns auf zum Kamelreiten bei Sonnenaufgang. In einer Gruppe von Kamelen mit ihrem Nachwuchs geht es einmal rund um das riesige Felsmassiv hinter unserem Camp. Etwas später steh ich dann auch auf und mach mich fertig für die Weiterreise. Heute soll es endlich ans Meer gehen. Nach nur 1h Fahrt erreichen wir Aqaba. Schon von weitem erblicken wir das blaue Meer…. Kaum im Hotel eingecheckt, sitzen wir schon wieder im Taxi zum Hafen. Hier wartet ein Glasbodenboot auf uns für eine Schnorcheltour. Wir fahren entlang der Küste immer entlang des Riffs. Die riesige jordanische Flagge von Aqaba ist noch lang zu sehen. Dann stoppen wir an einem Strand, von dem aus wir nur 5 Meter ins Wasser müssen und schon über dem Korallenriff schwimmen. Im noch immer recht kalten Wasser halten wir es nicht allzu lange aus, aber um ein paar farbenprächtige Fische zu beobachten bleibt genug Zeit. Unterdessen wird für uns das Essen am Strand vorbereitet…natürlich gibt es Fisch, gebacken im heißen Sand des Strandes. Auch viele Einheimische sind hier zu sehen, auch wenn diese unter Badebekleidung Jeans und Röcke sehen. Andere Kulturen, andere Sitten! Zurück in Aqaba machen wir uns auf die Stadt und ihre Märkte zu erkunden. Schließlich ist hier eine steuerfreie Zone und viele Sachen günstiger als anderswo in Jordanien. In einem gemütlichen Restaurant lassen wir uns von den Köstlichkeiten des Roten Meers verwöhnen und genießen die gelassene Stimmung der Urlauberstadt.

Tauchen im Roten Meer

Noch ein wenig verunsichert von dem kalten Wasser am Vortag entscheide ich mich doch dafür, auf einen Tauchtrip zu gehen. Die Neugier was mich unter Wasser noch alles erwarten könnte ist doch zu groß. Mit einer Gruppe Franzosen werde ich zum Tauchresort gefahren. Wir erhalten unsere Einweisung und die Ausrüstung und schon geht es zum ersten Tauchgang. Am Japanese Garden finden wir ein herrliches Korallenriff mit zahlreichen Fischen und verschiedensten Korallen. Ein schönes Gefühl wieder Tauchen zu gehen und die Schwerelosigkeit unter Wasser zu fühlen. Das Highlight des Tages sollte aber noch folgen. Über Mittag kamen auch noch andere meiner Gruppe und wir verbrachten den Tage am Pool und erholten uns in der Sonne. Nach dem Mittag ging es zum zweiten Tauchgang. Ein altes versunkenes Frachtschiff direkt vor der Küste war das Ziel. Langsam ging es vom Strand entlang eines Riffs in immer tiefere Regionen bis wir in der Ferne die Umrisse eines riesigen dunklen Gegenstandes sehen konnten. Je näher wir kamen desto größer und klarer wurde es. Ein atemberaubendes Erlebnis, als wir ganz nah um das alte Schiffswrack tauchten, an dem schon zahlreiche bunte Korallen gewachsen sind und viele Arten kleiner und größerer Fische ihren Lebensraum gefunden haben. Das Schiff lag auf der Seite so dass man einfach alle Seiten des Schiffes sehen kann. Die Steuermannsbrücke, die Laderäume und auch der dunkle Rumpf des Schiffes, der wenn man unter ihm schwimmt schon etwas bedrohlich wirken kann. Am Abend kehrten wir nach Aqaba zurück, wo wir später gemütlich in einem Straßencafe mit unseren neuen Freunden bei Tee und Shisha den Tag ausklingen ließen.

Rückkehr nach Amman

Am Vormittag hatten wir noch Zeit für die letzten Besorgungen. Vor allem eine Shisha sollte es werden. Nicht irgendeine…nach drei Wochen arabischen Raum wussten wir genau worauf es ankam. Also durchsuchten wir alle Läden und ließen und verschiedenes zeigen. In einem kleinen Shop fanden wir wonach wir suchten. Dabei machten wir mit ein wenig Verhandlungsgeschick sogar noch einen guten Deal und erstanden zwei wunderschöne Narghila. Nach dem Mittagessen ging es mit unserem Minibus zurück nach Amman. In 5h ging es noch einmal quer durch das Land. Am Abend gingen wir wieder ins Windmill Restaurant, wo wir uns bereits zu Beginn unserer Reise kulinarisch verwöhnen ließen.

Die Altstadt von Amman

Mit dem Taxi ging es zur Citadelle, der alten Ruinenstadt im Zentrum Ammans. Von hier hatten wir einen tollen Rundblick über die Stadt mit ihren vielen Hügeln und weißen Häusern die sich an die Berghänge schmiegen. Überall kann man die Türme der Moscheen entdecken und vor allem hören. Durch schmale Gassen und auf versteckten Pfaden gehen wir hinunter zum alten römischen Theater. Noch sehr gut erhalten kann man sehr gut nachempfinden wie es hier früher zuging. Nach dem Kulturteil schlendern wir über die nahe gelegenen Märkte und stöbern in den Shops nach last-minute Souvenirs. Tee, Türkischer Kaffee, Gewürze, die typischen Kopftücher und natürlich ein Snack am Straßenrand. Am Abend treffen wir uns noch mit einem Bekannten der uns, ihr werdet es nicht glauben, ein Chinesisches Restaurant ausführt (aber ein sehr gutes).

Heimflug

7.00Uhr morgens holt uns ein Fahrer ab und bringt uns zum Flughafen. Mit Royal Jordan fliegen wir nach Amman und dann mit Egypt Air nach Hause.

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Kommentare (3)

  • (#1) lngo sagte am 30.09.08 um 08:09 Uhr:

    Hi Lars,

    super Reisebericht und tolle Fotos!

    Hast Du die Jordanien Tour von zu Hause aus gebucht oder erst vor Ort eine passende Tour ausgewählt?

    Grz ingo

  • (#2) LiveYourDream sagte am 07.10.08 um 15:43 Uhr:

    Habe ich alles von zu Hause organisiert. Vor Ort wird es sicher möglich sein, aber um ehrlich zu sein, hab ich wenig Anlaufstellen für Touristen gefunden, wenn es um Touren geht. Kannst allerdings auch die öffentlichen nutzen und dann am jeweiligen Ort Ausflüge buchen.
    Ist auf alle Fälle eine Reise wert....war super positiv überrascht und beeindruckt von Land und Leuten.
    Gruss Lars

  • (#3) Feos sagte am 22.09.09 um 21:04 Uhr:

    hey deine tour is ja genial gewesen. du hattest alles von daheim organisiert, darf man fragen, wo du genau gebucht hast, vllt ne homepage oder so zum mal checken. Vielen dank schonmal und weiterhin schoene Reisen.
    Gruß Jens


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