...richtigen Guide auf nepalesischer Seite gefunden hatten, ging es in einem sehr beengten Auto die holprige Straße 40km weiter hinunter ins Tal bis zu „The Last Resort“. Über eine riesige Hängebrücke überquerten wir das 160m tiefe Tal, wo zwei Tage Action und Relaxen gleichzeitig auf uns warteten, in einem paradiesischen Garten, der im extremen Kontrast zu den Landschaften in Tibet stand. Endlich wieder üppiges Grün wie im Dschungel, leuchtende Farben und Schmetterling wohin das Auge auch blickt. Die feuchte warme Luft konnte man sofort spüren, so dass wir uns gleich am Nachmittag für Canyoning entschieden. Sieben Wasserfälle galt es zu überwinden…am Seil hängend, die kühle Dusche des rauschenden Baches über uns hereinbrechend. Am Abend relaxten wir in der offenen Lounge, wo neben Masala Tee und Kaffee, auch die verschiedensten Cocktails auf der Karte standen. Die Nacht verbrachten wir in einem Zelt, das Rauschen des Flusses und die Stimmen des Dschungels im Hintergrund.
The Last Resort
Entspannen, Relaxen, Entspannen….so oder umgekehrt verlief der Tag. Ein kurzer Sprung in den Pool, in der Sonne liegen, essen, trinken…so erholt man sich hier von den Höhenabenteuern in Tibet. Benedetta wollte es ein wenig spannender und konnte nicht widerstehen, den Bungy-Sprung aus 160m von der Hängebrücke tief in die Schlucht zu wagen.
Rafting und zurück nach Bhaktapur
Vorletzter Tag und noch einmal war Action angesagt - Rafting auf dem Bhote Kosi. Auf dem Weg stoppte uns noch eine Straßensperre einiger Jugendlicher, die eine Spende für ihre Schule haben wollen. Naja…nach ein wenig hin und her und einer kleinen Spende ging es dann auch endlich weiter. Kurze Anleitung und „Sicherheitshinweise“ (Achtung, es wird gefährlich!) durften wir ins Boot und auf ging es. Lunchstopp, Jumping-Rock, ein paar heftige Stromschnellen, alles war dabei. Eine Person ging über Bord (Verluste sind eingerechnet) und am Schluss ließ uns der Guide auch noch eine Stromschnelle schwimmen….ein riesiger Spaß und erfrischend dazu. Ein Fahrer wartete wieder auf uns am Ende der Strecke und brachte uns im wilden Tempo entlang von Dörfern und Feldern zurück ins Kathmandutal nach Bhaktapur. Dieses mal noch vor Dunkelheit hatte wir die Möglichkeit uns diese schöne alte Stadt noch etwas genauer anzuschauen und den Sonnenuntergang mit Blick über die Dächer und den noch immer sehr belebten Markt der Einheimischen zu genießen. Zum Abendessen gab es noch einen Schluck Rakshi (auch Roxy), um den Abschluss dieser gelungenen Shoestring-Tour mit zu begießen.
Heimreise
Eine lange Reise stand bevor. Nach ein paar letzten Souvenirs in Kathmandu verabschiedeten wir uns von diesem sehr interessanten Land und stiegen in den Flieger nach Delhi. Hier fanden wir wiedererwartend einen Guide mit dem Schild „Shoestring“ am Flughafen. Tatsächlich hatte man uns ein Hotel für nur 8 Stunden Aufenthalt gebucht. Wir wollten aber nur etwas essen und dann am Flughafen auf unseren Anschlussflug warten. So fuhr man uns zu einem modernen westlich geprägten Einkaufszentrum, wo wir zum Glück auch noch ein indisches Restaurant fanden. Am nächsten Morgen gegen 8.00 Uhr landeten wir dann erschöpft und müde, aber mit einem Koffer voller Erinnerungen an diese tolle Reise auf europäischem Boden.
Ich war noch nie in Nepal, aber das Land interessiert mich wirklich sehr!!
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