...Donegal. Leider war das Wetter an diesem Wochenende natürlich nicht wirklich gut. Wir haben uns samstagmorgens in den Bus gesetzt und kamen dann nach 3-4 Stunden in Donegal an. Wir hatten erst einmal überhaupt keinen Plan wo wir hin mussten und sind deshalb zu allererst zur Touri-Info gelaufen und haben uns dort auch sofort nach dem Weg zu unserem Hostel erkundet. In Donegal Town gibt es nämlich nur eins und selbst dahin muss man erst mal 10 Minuten laufen, bei Regen und mit Tasche natürlich nicht so berauschend… Wir haben uns also einen ersten Eindruck von der Stadt gemacht und dann unser Hostel gesucht, was auch recht gut zu finden war. Leider war uns beiden zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht klar, warum wir eigentlich nach Donegal wollten. Es war beschissenes Wetter, von der Landschaft, die total super sein sollte, konnte man leider kaum etwas sehen und die Stadt hatte auch nicht wirklich etwas Besonderes an sich und wie sich nachher herausstellen sollte, waren auch die in Donegal lebenden Leute sehr seltsam. Aber Tanja und ich hatten unseren Spaß :-) Im Hostel haben wir eine ganz kurze Verschnaufpause eingelegt und sind wieder in die Stadt gegangen, sie einmal umrundet und sind etwas essen gegangen. Anschließend haben wir uns auf die Suche nach einem schönen Pub gemacht, was aber nicht immer einfach ist. Und nach einem eher langweiligen und sehr seltsamen Abend mit vielen noch seltsameren Typen sind Tanja und ich schon fast ins Hostel geflüchtet. :-)
Sonntags haben wir um 10 Uhr gefrühstückt und haben uns dann auf den Weg gemacht die Umgebung unseres Hostels mal näher zu erkunden. Das Wetter war zum Glück wesentlich besser als am Vortag (es hat zumindest nicht geregnet) und man konnte auch ein wenig von der Landschaft sehen. Wir haben also einen kleinen Spaziergang an der Donegal Bucht gemacht. War echt klasse. Wir sind quasi durch einen Wald gelaufen und waren dann am Meer (sah zwar eher als wie eine Talsperre in Deutschland, aber es war Meerwasser :-) Da wir danach nicht so genau wussten, was wir noch machen sollten und unser Gepäck ja auch schon dabei hatten sind wir mittags schon wieder in den Bus nach Navan/ Dublin gestiegen.
Weihnachten lief bei mir ziemlich ruhig ab. Die Familie ist am 24.12 nach Majo gefahren, um dort Weihnachten und Silvester mit ihrer Verwandtschaft zu feiern und somit hatte ich das Haus ganz allein für mich :-) Sie haben mir zwar auch angeboten ich könne mit ihnen fahren, aber das war mir doch ein wenig zu viel Trubel. Heiligabend habe ich mit Franziska im Pub verbracht. War ein echt lustiger Abend und 1. und 2. Weihnachten war ich alleine zu Hause und habe es mir gemütlich gemacht. Silvester habe ich in Dublin verbracht und dann waren meine freien Tage auch schon wieder rum.
und jetzt zu dieser Woche: Montagmorgen war ich hier in Navan beim Zahnarzt, weil mir ja ausgerechnet hier in Irland ein Zahn abbrechen musste. Also wenn ihr in Irland seid, macht euch darauf gefasst, es passiert nie etwas Normales. Es ist immer irgendwie ein wenig anders:-) Ich hatte schon Horror davor, weil ich auch überhaupt keine Ahnung hatte, wie das hier alles abläuft und vor allem wie viel ich dafür bezahlen muss. Ich habe also mit Delia gesprochen und sie hat mir sofort einen Termin beim Zahnarzt gemacht und sich auch nach dem Preis erkundigt. Pro Füllung 95 € und 50 € um überhaupt untersucht zu werden. Ich habe mich also Montagmorgen auf den Weg dorthin gemacht mit 300€ in der Tasche, weil ich das Gefühl hatte, dass mindestens 2 Zähne behandelt werden müssten und da der eine ja abgebrochen ist, wusste ich auch nicht, ob das nicht vielleicht doch teurer wird. Außer mir war sonst nur das Personal in der Praxis und nach 2 Minuten Wartezeit hat die Zahnärzten mich auch schon mit in den Behandlungsraum genommen. Wesentliche Unterschiede zu den deutschen Zahnarztpraxen gab es dort übrigens nicht. Die Zahnärztin hat mir dann alles erklärt und mir auch gesagt wie viel es kosten wird. Ich habe mich dort in der Praxis sehr wohl gefühlt. Die Leute haben miteinander geredet und während der Behandlung hatten sie das Radio an, was ich in Deutschland noch nie erlebt habe. Nach ca. 10 Minuten war ich auch schon wieder aus der Praxis raus. Insgesamt habe ich nur 110 € bezahlt, also quasi nur für die Füllung, weiß zwar nicht warum, aber soll mir recht sein :-) Ach ja, wenn sie dir sagen sie frieren deinen Zahn ein, heißt das soviel wie, sie geben dir ne Betäubungsspritze :-) und nach ca. 6 Stunden sind dann auch die letzten Reste der Betäubung weg :-)
Leider bemerkte ich dann am nächsten Morgen, dass mit dem Zahn doch nicht alles wieder in Ordnung ist. Die Füllung war an einer Stelle etwas zu hoch, sodass ich überhaupt nicht richtig essen konnte. Nachdem ich dann Dienstagmorgen das Haus aufgeräumt und geputzt hatte machte ich mich wieder auf dem Weg zum Zahnarzt. Die haben mein Problem auch sofort verstanden und nach ein paar Minuten Wartezeit und einer kurzen Behandlung war ich auch schon wieder auf dem Nachhauseweg.
Ansonsten ist hier alles wie immer. Mein Tagesablauf ist immer noch der gleiche und auch die Kinder haben sich nicht wirklich geändert :-)
Ach ja, den Rückflug nach Deutschland haben meine Schwester und ich mittlerweile gebucht (am 19.3.09) und ich werde die Prüfung für das Cambridge Certificate im März machen können. :-)
Blogeintrag gelesen von 366 Besuchern.