...Oaxaca angekommen sind, machten wir uns erstmal auf die Suche nach einem Hostel. Nach kurzer Suche und durch den Tipp der Touristeninformation wurden wir auch ziemlich schnell in der Altstadt fuendig. Dort hatten wir 6 Betten und ein riesiges Bad fuer uns alleine und auch Sabi kam durch die 3 Hunde und 2 Katzen auf ihre Kosten :-).
Oaxaca selbst war einfach nur schoen. Zu sehen gab es zahlreiche Kirchen, eine huebsche gepflasterte Innenstadt und den bisher schoensten Zocalo (Hauptplatz), den wir in ganz Mexiko gesehen haben. War richtig schoen bepflanzt mit alten, grossen Baeumen und Weihnachtssternen. Nicht nur einmal hat es dorthin auf eine Tasse Kaffee oder eine heisse Schokolade (eine der Spezialitaeten dieses Bundesstaates) verschlagen. Eine weitere "Spezialitaet" in dieser Gegend sind essbare Heuschrecken. Ich selbst habe eine probiert und weiss jetzt, dass ich in Zukunft keine mehr essen werde :-P. Wer es mir nicht glaubt, kann sich gerne durch ein Video davon ueberzeugen lassen.
Am naechsten Tag ging es dann nach "Hierve el Agua". Dazu mussten wir erst einen "Colectivo" nehmen, der sich als stinknormales Taxi herausstellte. Fuer die ca. 50km haben wir trotzdem nur ca. 1 Euro bezahlt und wissen jetzt, dass in einem normalen Auto auch 3 Leute vorne sitzen koennen ;-). "Hierve el Agua" selbst war sehr schoen. An diesem Ort befinden sich naemlich Mineralquellen, die dann wie Wasserfaelle in das Tal stuerzen. Ueber die Zeit haben sich dann Mineralablagerungen gebildet, die nun wie ein versteinerter Wasserfall aussehen. Anschliessend haben wir noch eine kleine Wanderung durch die heisse und trockene Gegend, die so ganz anders war als das Mexiko das wir bis dahin kannten, gemacht.
Am zweiten Tag haben wir unsere vorerst letzte Ruine, "Monte Alban", angeschaut. Diese liegt auf einem Berg, dessen Spitze von den Erbauern vorher komplett abgetragen wurde. Dabei handelte es sich nicht um die Maya, sondern dieses Mal um die Zapoteken. Auch diese Ruine war sehr eindrucksvoll, obwohl wir feststellen mussten, dass wir mittlerweile etwas "ruinenmuede" sind. Aber die naechste und letzte Ruine erwartet uns erst bei Mexico City.
Am naechsten Tag fuhren wir dann mit einem Colectivo die abenteuerliche Strasse nach Puerto Escondido. Der rasende liess sich offensichtlich auch durch die zahlreichen Kreuze am Fahrbahnrand nicht von seiner Fahrweise abbringen, aber waehrend ich saemtliche Angstzustaende bekam verschlief Sabi das ganze einfach. Trotzdem war die kurvenreiche Fahrt sehr interessant, weil wir dabei saemtliche Klimazonen durchquerten und sich die Vegetation einige Male aenderte.
Als wir in Puerto Escondido ankamen ging es gleich mit einem Taxi ins "Tower Bridge Hostel". Der Name laesst es schon erahnen, dass es einem Englaender, namens Steve, gehoerte. Auch wenn wir nur die erste Nacht ein grosses Doppelzimmer hatten und die naechsten Naechte im Dormitorio verbringen mussten, erwies sich die Unterkunft doch als Gluecksgriff. Auch eine kleine Katze war fuer Sabi wieder am Start ;-).
Am ersten Tag liessen wir es uns noch am wunderschoenen Pazifikstrand, den wir nach langem Suchen endlich gefunden hatten (die Beschilderung war unter aller Kanone), gut gehen. Am naechsten Tag nahm uns der Hostelbesitzer, Steve, mit zu einem Strand, an dem sich eine Schildkroetenaufzuchtstation befand. Dort bekamen wir die einmalige Gelegenheit kleinen Babyschildkroeten auf ihrem Weg ins Meer zu helfen. Dazu mussten wir sie aus einem Eimer nehmen und am Strand in Meernaehe wieder absetzen. Dort verschwand dann eine nach der anderen im Meer. Eine traurige Tatsache dabei ist, dass nur eine von 1000 Schildkroeten ueberlebt, wir hoffen jedoch, dass unsere dazugehoeren ;-).
Am naechsten Tag machten wir uns schon frueh am Morgen auf den Weg zum Strand um an einer 3-stuendigen Bootstour teilzunehmen (Preis 13 Euro). Der Trip hat aber all unsere Erwartungen uebertroffen. Nicht nur, dass wir 6 grosse Schildkroetenbrueder oder -schwestern unserer Kleinen vom Vortag gesehen haben, nein, wir sahen auch eine komplette Delfinschule mit mehr als 100 Tieren. Wir koennen es heute noch nicht fassen, was wir gesehen haben, weil es einfach zu schoen war. Die Delfine waren dabei zum Greifen nahe und veranstalteten eine extra Show mit Spruengen und allem drum und dran.
Am darauffolgenden Tag habe ich es dann mal mit Schnorcheln in der Bucht des "Playa Carrizalillo" versucht. Zum ersten Mal seit 10 Jahren! Was ich sah war einfach nur beeindruckend. Nicht weit von den Badegaesten, ca 30m entfernt an den Felsen, bekam ich Fische in allen Formen und Farben und zahlreiche Wasserpflanzen zu Gesicht. Ich bekam sogar die Gelegenheit in einem Schwarm von ueber 100 Fischen mitzuschwimmen. Ein tolles Erlebnis!
Abends ging ich dann zusammen mit Steve zum oertlichen Fussballverein, bei dem er selbst Torwart ist, zum Spielen. Der Fussballplatz, auf der einen Seite nur Staubboden, auf der anderen Seite ca. 20cm hohes Gestruepp, sah etwas anders aus als die, die ich gewoehnt bin. Trotzdem glaube ich, dass ich beim Spielen die Ehre der Deutschen nicht beschmutzt habe, da mir sogar ein Tor gelungen ist. (Endstand 4:4) Sabi war waehrenddessen nochmals am Schildkroetenstrand und half dieses Mal 6 Babyschildkroeten bei ihrem Weg ins Meer.
Heute sind wir im naechsten Bundesstaat, Guerrero, genauergesagt in der Stadt Acapulco angekommen. Mehr dazu im naechsten Blog. ;-)
Bis dahin Saludos von der Pazifikkueste,
Miguel & Sabi
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