...dann fuer die naechsten 12 Stunden in den Bus Richtung Norden nach Byron Bay gestiegen. Vor mir sass "Maik aus Dresden"- und genauso hat er auch geklungen. Ich habe ja den Nachtbus nicht umsonst genommen, sondern um-wie man sich leicht denken kann- dort zu schlafen. Da hatte ich meine Rechnung jedoch ohne Maiks Mitteilungsdrang ueber seine Gurkenfabrik gemacht. Ich habe in dieser Nacht zwar keine Sekunde Schlaf bekommen, bin dafuer aber nun bestens ueber die Produktionsablaeufe und Leistungsformate gruenen Gemueses informiert.
Als ich in Byron Bay angekommen bin, hat es geregnet. Am Busstop habe ich dann auf meinen Hostel Shuttle Bus gewartet. Und gewartet. Und gewartet. Irgendwann wurde ich dann abgeholt. Mittlerweile weiss ich, dass die Shuttle Busse nicht nach Zeitplan fahren, sondern immer genau dann, wenn der Fahrer ausgeschlafen hat. Typische Aussie-Relax-Mentalitaet: nur keinen Stress.
Ich hatte zehn grossartige Tage in Byron Bay. Das Hostel ist das wahrscheinlich gechillsteste der Welt. Keine Regeln, keine nervige Security, die ab 1 Uhr das Feiern verbieten will. Haengematten, Homecinema, wunderschoene Aussenanlage, Pool, Bodyboard, Fahrraeder, das ganze Programm. Raus aus der City und rein ins Surferleben. Statt mit der U-Bahn mit dem Fahrrad fahren. Surfen, Meeraction, Leuchtturmgucken. Die Menschen dort waren hammermaessig toll. Es ist kein grosses Hostel und ich habe ganz schnell jeden kennengelernt. Alle sind superfreundlich, wollten fuer mich kochen, mit mir ausgehen, mir den Strand oder das Surfen zeigen. Ich hatte eine wunderbar relaxte Urlaubszeit. Fast jeden Abend ging es ins Cheeky Monekeys, Das bedeutet Essen fuer 5 Dollar und Party ohne Ende. Die Australier feiern einfach krasser als wir. Hemmungsloser. Marcel und Lena, mit denen ich schon nach Sydney geflogen bin, waren zur selben Zeit in Byron und so habe ich die beiden auch mal wieder gesehen. Marcel und Max haben im Van auf dem Woolworth-Parkplatz gehaust (man muss ja gucken, wo man bleibt). Die beiden, deren franzoesische Nachbarn und ich sind dann zu einem Roadtrip in den Dschungel aufgebrochen. Wir haben ein australisches Paar kennengelernt, die 20 Fussballfelder Dschungel besitzen und uns fuers Wochenende gerne dorthin einladen wollten. Klar, dachten wir. Wenn sie uns ein bisschen frueher bescheid gesagt haetten, haetten wir auch die Chance gehabt, Sachen zu packen. Aber "in 10 Minuten gehts los". Alles was ich dabeihatte, war Toast und Kaese, mein Bikini und ein Buch. Und das Verrueckte daran ist, dass ich fuer den Australischen Dschungel mehr auch nicht brauchte. Vergesst Trekkingschuhe und Zelte. Wir sprechen hier von Abenteuer, man. Das Wochenende war grossartig. Ich habe Dinge gesehen wie noch nie zuvor. Riesige Wasserfaelle, 1-Meter-Geckos und Kaenguruhs. Hoehlen, in denen die Aborigines lebten, unterirdische Gaenge und die schoensten Pflanzen der Welt. Die Jungs und ich sind den ganzen Tag von einer Lagune in die naechste geklettert. Ich persoenlich eher wie Tarzan als wie Jane. Fuer zart Besaitete ist das auf jeden Fall nichts, ich habe jetzt noch ueberall Schrammen.
Zurueck in Byron Bay wollte ich wieder in mein Hostel einchecken. Es war zwar kein Bett mehr frei, aber wie immer kann ich mich auch hier wieder auf mein Glueck verlassen. Am Abend vor dem Roadtrip habe ich mich mit James, dem Manager, unterhalten und er mochte mich. Er wollte mich unbedingt in seinem Hostel behalten, ich wuerde "gute Stimmung verbreiten". Also hat er mich erst in seinem Van, dann im Fernsehraum und auf der Couch in der Wohnung schlafen lassen. Fuer 10 statt 24$ pro Nacht. Inklusive Waschmaschine, sauberer Wohnung, usw. Obwohl ich nur anderthalb Wochen im Hostel war, habe ich angeboten bekommen, fuer Kuecheputzen freie Unterkunft zu bekommen. Naechsten Freitag soll ich wieder zuruecksein. Eigentlich will ich ja hoch in den Norden reisen. Wir werden sehen...
Dann ging es weiter. Der Greyhoundbus brachte mich nun nach Surfers Paradise. Mein zweiter Zwischenstop vor Brisbane und meine erste Couchsurf-Erfahrung. Im Bus ging die Party, im Abifahrt-nach-Lloret-Style. Surfers wird gerne mit Miami verglichen. Hochhauser und langer weisser Strand. Ich bin ein bisschen durch die Stadt gelaufen und war am Strand bis Matt, mein Couchsurf Mate mich am Busstop abgeholt hat. Wir sind wie die Italiener mit Rucksack und Taschen vollbepackt auf dem Roller zu seinem Haus geduest.. Ich habe das ja online schon alles gesehen, aber in Wirklichkeit sieht es noch viel besser aus! Das Haus liegt direkt am Strand, gross, sauber und schoen. Die Mitbewohner sind supernett und lustig. Wir hatten ein paar Cocktails auf dem Balkon ueber dem Strand, sassen unten am Wasser. Haben gespielt, gefeiert, gelacht und rumphilosophiert. Dann haben sie mich mit allen ihren Freunden zu Surfers Paradise beruehmten Nachtleben mitgenommen. Ich hatte einen verdammt tollen Abend. Dem Mitbewohner Steve gehoert ein Casino. Heute ist dort ein offizieller Anlass und er hat mich eingeladen, mitzukommen, Free Food und Drinks, dann Party im Casino. Mit Meerblick sitze ich nun Matts Rechner, kriege Fotos von den Reisen der Australier gezeigt und gehe gleich surfen. Mit Wetsuite bin ich ja nicht auf gutes Wetter angewiesen.
man man man, Du bist schon das GLÜCKSKIND überhaupt, oder!? da muss man ja echt seinen Neid unterdrücken. Geniesse die Zeit weiterhin!
Deine Blogs sind Super, freue mich immer wenn es ne neue Anekdote zu lesen gibt, weiter so :-)
Liebe Grüße
Da kriegt man ja richtig Fernweh :-)) und ich schliesse mich Onkel Alex an.
Liebe Grüße,
Christina
und ich sage noch: Mireensche, werd bidde NICHT Pilotin! :D man sieht - du bist bestens gerüstet für den großen Trip und kommst überall super an und unter, das freut mich riesig! Falls du mal nen Scheißtag hast, schau dir deinen tollen Blog an und du kannst dir todsicher sein, dass sich sehr schnell alles zum Guten wendet! Ich drück dich aus Würzelein und wünsch dir megaviel Spaß beim Surfen, baby!
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