...lange das dann dauert. Die nette Dame am Ticketschalter hat mir auch erstmal das falsche Ticket verkauft. Erst auf nochmalige Nachfrage zwecks Flughafen meinte sie dann, dass ich mit meinem Tagesticket nicht bis zum Flughafen kommen würde. Also wieder alles umändern und ein anderes Ticket kaufen. Wenigstens bekam ich das Geld für das erste Ticket wieder. Nachdem ich dann am richtigen Flughafen ankam war ich erstmal von der Größe überwältigt. Wie soll ich da nur den Andy finden. Erstmal eine rauchen, hab ja noch 10 Minuten Zeit bis das Flugzeug landet. Das tat gut. Wieder drin stand ich dann also mit vielen Wartenden. So nach weiteren Minuten stellte ich frest das ich am falschen Ausgang stand. Na toll. Also los den richtigen Buchstaben suchen. Ha, gefunden. Natürlich kamen schon Leute raus. War Andy schon dabei? Da aber nicht nur 1 Ausgang allein im Raum war, sondern gleich 2 (c/D) musste man die Augen immer auf beide haben, da der liebe Computer einem nicht gesagt hat welcher Ausgang jetzt genau der richtige ist. Immer mehr Leute kamen und gingen und wurden in Empfang genommen. Ich ahnte schon schlimmes wie damals in Brisbane. Aber ich wartete weiter tapfer. Und dann, als ich die Hoffnung schon fast aufgegebene hatte, kam Andy angetapst. Er sah aus wie ein Dönerspießträger. Denn er hatte seinen Rucksack in Folie eingewickelt gehabt und ihn auf der Schulter getragen. Das Ding sah halt aus wie ein Dönerspieß.
Die Freude war natürlich groß. Schnell wieder ein Ticket für die Bahn gekauft und auf ging es in die Innenstadt auf die Suche nach Andys Hostel. War eine Querstraße von unserer. Aber sein Hostel war natürlich am anderen Ende. Nach dem einchecken, nem großen Schluck aus der Metflasche und ner kurzen Dusche für Andy gings auch schon weiter in unser Hotelzimmer wo Bianka auf uns wartete. Dort angekommen gabs erstmal nen gemütliches Pläuschen und dabei verging die Zeit und auch die zwei Metflaschen waren schnell leer. Da die Habour Bridge um 6 Uhr geschlossen wurde für Fußgänger machten wir uns auf die Socken, denn wir wollten das Feuerwerk von einem Geheimtipp aus beobachten, also von genau gegenüber dem Operahaus. Um 17 Uhr kamen wir dort auch an, nachdem wir festgestellt hatten, dass wir bestimmt 2 km Umweg gelaufen sind. Wir haben einen kleinen Flecken Rasen zwischen zwei Häusern direkt am Meer und genau gegenüber vom Opernhaus gefunden. Dort waren schon einige Menschen versammelt und dort ließen wir uns nieder, denn es mussten ja noch ein paar Stunden überstanden werden, ehe das Spektakel losging. So gegen 18 Uhr haben Bianka und ich uns auf den Weg gemacht eine Toilette zu finden. Es gab weiter hinten noch eine große Wieso, wo alle wie die Ölsardinen dalagen – aber immerhin gab es 4 (!!!) Dixi-Klos. Zu so einer frühen Zeit waren die Klos schon sehr voll. Es hat schon Spaß gemacht die Leute zu beobachten die gerade von so einem Klo kamen. Die Gesichter verknautscht bis zur Unkentlichkeit. Ich hab ein Klo gefunden und brauchte mein Gesicht nicht so verziehen. Es roch nicht ganz so schlimm. Aber ich wusste, ich werde es mir verkneifen was zu trinken, denn dann muss man ja nur aufs Klo und das wollt ich mir zu späterer Stunde nicht mehr antun. Um 9 Uhr gabs dann das erste Feuerwerk für die Kinder. Das hab ich leider verpasst, aber dafür hatte ich in dieser Zeit eine viel tollere Erfahrung. Einen Anruf aus Deutschland von meinem Lars. Da hat sich mein Herzl gefreut und die Tränen standen vor Rührung in meinen Augen. Wir haben uns dann gemütlich ganz vorn auf die Steinabgrenung direkt am Meer hingesetzt. Dort saß neben mir eine nette Frau mit der ich schnell ins quatschen kam. Sie kommt aus Polen, ist aber schon seit 30 Jahren in Australien. Und wie es immer so ist, wusste ich nach kurzer Zeit ihre ganze Lebensgeschichte. Und auch ich hab ne Menge erzählt von unserem Treiben on OZ, so dass sie dann meinte das ich ohre Tochter sein könnte und meine Eltern verdammt stolz auf mich sein müssten und sie wöllte mich am liebsten adoptieren, so sympathisch fand sie mich und meinen Lebensweg. Und so verflog die Zeit und schon waren es nur noch 5 Minuten bis 24 Uhr. Ein Countdown wurde angestimmt und schon ging das Spektakel los. Ich hab zwar nicht so ganz verstanden warum die Leute immer so kreischen müssen, aber gut. Das Feuerwerk war auch wirklich grandios. Sowas hab ich noch nie gesehen. Ich hoffe es kam bei euch im Fernsehen und ihr konntet einen kleinen Teil von den 12 Minuten sehen. Und wir haben wirklich alles gesehen. Das Feuerwerk von der Brücke, vom Operahaus, von den dahinter liegenden Hochhäusern und auch das was von unserer Seite abgefeuert wurde. Atemberaubend. Zwischenzeitlich hatte ich sogar Heimweh. Wie habt ihr wohl Silvester verbracht? Ich hab richtig realisiert das ich in Australien bin. Nach 12 Minuten war alles vorbei und die Leute grölten. Wir hatten danach noch Spaß weil die Kerle von der Party vom Nachbarhaus dann nackt ins Meer gesprungen sind und was haben wir gelacht als sie rausgeklettert sind. War halt kalt nech... Naja, Rasierer kennen die hier scheinbar nicht..... Auf dem Heimweg gabs dann nen halben Keks der mich sehr zum Singen angeregt hat. Zum Leidwesen der vielen Menschen hab ich den ganzen Nachhauseweg gesungen. Vornehmlich Ärztelieder. Und Andy hat kräftig mitgesungen und das ohne Alkohol und Keks. Zuerst steuerten wir unser Hotel an um aufs Klo zu gehen. Dort trafen wir dann auch Leah und ihre Freunde wieder, die am Opernhaus standen. Die hatten natürlich nicht so einen tollen Blick wie wir von unserem Platz. Weiter gings dann mit Bacardi-Cola. Haben uns noch mit Jean-Philipp getroffen der auch schon sehr gut dabei war. Eigentlich wollten wir in einen Gothic-Club gehen. Hatten ja schon in Erfahrung bringen können wo einer ist. Nach ewiger Rumlatscherei wollten wir uns auf den Heimweg machen, als unseren Augen 5 „Cyber-Plüsch-Goths“ entdeckten. Die meinten dann das wir schon auf dem richtigen Weg zu dem Club waren. Aber da es mittlerweile schon 03.20 Uhr war und der Club schon um 4 Uhr zumacht (Wie so zeitig???) wurde unsere Hoffnung auf ein Tänzchen zu schwarzen Klängen zerstört. Und so gings dann halt auf ein Abschlussbier in eine Bar. Beim Verlassen hab ich natürlich erstmal die Granate gezündet. Da standen an der Tür zwei Typen die aussahen wie Metaler. Und natürlich musste ich die erstmal anquatschen. Und dabei sah ich das Shirt von dem einen. Sonata Arctica. Und da ich ja unnüchtern (gibt’s das Wort?) eh kein Blatt vor den Mund nehm, musste ich vom Stapel lassen das die Band ja wohl langweilig ist. Der Typ mit dem T-Shirt lachte sich dann plötzlich einen ab und meinte, dass der andere Typ neben ihm in dieser langweiligen Band spielt und der Typ da auf der anderen Seite auch.... ups. Naja. Fettnapf bitte zu mir zum reinspringen. Was hat Andy gelacht. Aber wir wollten ja eh gerade gehen. Da wir aber keine Lust zum laufen hatten nahmen wir uns kurzerhand ein Taxi, denn Andy hatte ja noch nen weiteren Weg als wir. Da wir aber zuviele waren, ist Leah mit JP gelaufen, schon weil er jede Orientierung verloren hatte. A bissl betrunken und erschöpft vielen Bianka und ich ins Bett und haben nicht mal mehr gemerkt wann Leah heim ist.
Ich habe im Net die Minuten mitgezählt bis bei euch 0 Uhr war...ick hab ganz sehr an dich gedacht.....Schön zu lesen das du gut reingerutscht bist!!
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