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NiMas Blog

Alltag

19.01.2009 | Bilder29 | Kommentare4 | Neuseeland  - Greymouth
Wir haben uns gedacht, es waere vielleicht ganz witzig euch an unserem Alltag teilhaben zu lassen...wo gehen wir Einkaufen, aufs Klo usw. Hier mal ne kleine Anleitung zum Alltag in Neuseeland:

1. Schlafplatzsuche

Da wir ja arme Schweine sind verzichten wir auf jeglichen Komfort eines Hostels oder Campingplatzes. So haben wir es seit 4 Monaten durchgezogen (bis auf 2 Zwischenfaelle, siehe vorhergehender Blog) wild zu campen. Das hat bisher gut geklappt...man muss nur wissen wie man es anstellt, denn nicht ueberall in Neuseeland ist das wild campen erlaubt. In den Northlands und Coromandel beispielsweise stehen ueberall Verbotsschilder wie "no camping or overnight staying" ...besonders an tollen Plaetzen direkt am Meer...aber, " wir parken hier nur und schlafen zufaellig in unserem Auto" ;o))) Man kann sicher versuchen auf solchen Plaetzen ueber Nacht zu bleiben...wir wurden bisher nicht weggejagt...und falls sich doch jemand beschwert, faehrt man eben woanders hin. Wenn es gerade "out of season" ist dann haben diese Schilder sowieso keine Relevanz. Auf der Suedinsel gibt es zahlreiche "self contained" Campingplaetze. Diese sind kostenlos, meist am Meer, See, Fluss oder Waldrand. Manche sind sogar mit Toiletten ausgestattet. Am besten man informiert sich im oertlichen Infozentrum ueber solche Plaetze. Bei der Schlafplatzsuche in Neuseeland sollte man allerdings noch andere Dinge beachten: liegt beispielsweise viel Muell rum oder sind Driftspuren von Autos zu sehen sollte man auf keinen Fall auf so einem Platz ueber Nacht stehen bleiben. Denn diese sind beliebte Plaetze der neuseelaendischen Jugend und das kann nachts sehr schlafstoerend sein. Entscheidend bei der Schlafplatzsuche ist ausserdem die Verbreitung von Muecken uns Sandflies. Furchtbare Stoerenfriede.

2. Waschen/Duschen/Trinkwasser

Wir haben festgestellt, dass wir hier wahrscheinlich reinlicher sind als daheim. ;o) Wir waschen oder duschen uns taeglich, meist sogar ohne dafuer zu bezahlen. Wenn wir schoen heiss duschen wollen schleichen wir uns in Campingplaetze ein. Hat bisher super geklappt. Manchmal fragen wir aber auch in Hostels ob wir duschen duerfen. Das kostet $2-3. Die Toiletten an den Straenden der Nordinsel sind auch mit Duschen ausgestattet. Zwar nur kalt, aber reicht ja auch. Falls wir irgendwo in der Pampa stehen und keine Duschen verfuegbar sind waschen wir uns gemuetlich im Joey aus der Schuessel. Fuer die sogenannte Katzenwaesche haben sich Feuchttuecher bewaehrt. Wasser zum Waschen, Kochen und Trinken fuellen wir an oeffentlichen Toiletten oder an Trinkbrunnen in der Stadt auf. Allerdings haben nicht alle oeffentlichen Toiletten trinkbares Wasser. Diese sind aber entsprechend gekennzeichnet.

3. Waesche waschen

Unsere Waesche und Bettwaesche waschen wir normalerweise in public Waschsalons. "Easy Key"- 24h- Waschsalons, erstrecken sich auf der gesamten Nordinsel und sind vergleichsweise sehr guenstig. Die Maschinen werden mit einem kleinen blauen Schluessel gestartet, den man wertmaessig an Caltex Tankstellen auflaedt. Waschen und Trocknen kostet je $3. Kleine Ladungen Waesche werden auch mal mit der Hand gewaschen. Gegen muffige Gerueche in den Klamottentaschen hilft Omis Trick mit der Seife. :o))

4. Essen kuehlen

In Neuseeland kann es ja im Sommer sehr heiss werden. Und wenn man die ganze Zeit im Auto reist muss man sich was einfallen lassen wie man die Fressalien kuehlt. Viele Camper sind daher mit Kuehlboxen ausgestattet. Das war uns allerdings nix. Denn die Boxen sind recht gross und platzverschwenderisch und funktionieren nur mit Kuehlakkus, die man ja auch wieder irgendwo tieffrieren muss. Im "Super Cheap Auto" haben wir fuer $30 ne kleine elektrische Kuehlbox ergattert, mit der wir waehrend der Autofahrt Wurst und Kaese etc. schoen kuehl halten. Allderings passt in die Box keine Milchpackung rein und die neuseelaendische Milch haelt sich nicht lang, aber auch da gibts Abhilfe: Milchpulver. Wir ruehren uns die Milch fuers Muesli jeden morgen einfach frisch an. Schmeckt genauso wie Milch aus der Packung.

5. Klogang

Unser Joey ist zwar perfekt fuers wild campen ausgestattet, aber ein eingebautes Klo hat er nicht. Daher muessen wir bei der Schlafplatzsuche drauf achten, dass irgendwo Toiletten in der Naehe sind...oder Buesche fuer den kleinen Klogang. Die Nordinsel hat ein perfekt ausgebautes Klonetz. Oeffentliche Toiletten sind zahlreich, sauber (naja gut, die meisten) und kostenlos. Auf der Suedinsel sind Toiletten etwas rar. Man muss manchmal vom Schlafplatz aus ein paar Minuten fahren bis man ein oeffentliches Klo gefunden hat. Aber das haben wir bisher ohne "Unfaelle" gemanaged.

6. Nach Hause telefonieren

Fuer die woechentlichen Telefonate nach Hause haben wir eine guenstige und komfortable Loesung: Wir telefonieren von unserem aus Deutschland mitgebrachten Handy mit der "V8" Telefonkarte (fuer Handys mit Vodafone Prepaid) aufs deutsche Festnetz fuer 4ct/min + 19ct. Vermittlungsgebuehr/Anruf. Damit sind wir unabhaengig von oeffentlichen Telefonen oder Hostels und billiger kann man von Neuseeland nach Hause nicht telefonieren.

7. Einkaufen

Der billigste Einkaufsmarkt auf der Nordinsel ist Pak'nSave. Dort sind die Lebensmittel vergleichsweise guenstig weil man seine gekauften Sachen selbst einpacken "muss". In anderen Supermaerkten packen Angestellte deinen Einkauf ein und diese Dienstleistung wird entsprechend auf die Lebensmittelpreise draufgeschlagen. Bei Pak'nSave gibt es ausserdem zu jedem Einkauf ueber $40 auch noch nen Tankgutschein von 4ct/Liter fuer die markteigene Tankstelle oder BP. Da die Suedinsel so rar besiedelt ist, gibt es selten groessere Einkaufsmaerkte wie Pak'n'Save. Da gehen wir im New World oder Fresh Choice einkaufen. Infos wo es diese Einkaufsmaerkte gibt beziehen wir aus Telefonbuechern, da man sich auf die Infos der Informationszentren Neuseelands nicht immer verlassen kann.

8. Akkus laden

Handy und Kameraakkus laden wir am DC/DC Spannungswandler auf, der bereits in unserem Joey eingebaut war. Gibt es aber auch so fuer $70 im Handel. Super Investition. Falls wir uns doch auf Campingplaetze verirren sollten, haben wir ein Stromkabel ($300!!!!!) fuer die powered sites.

Wir ihr seht, fehlt es uns an nix und wir fuehlen uns mit dieser Art zu Reisen und zu Leben sehr wohl.

Marc&Nici

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Kommentare (4)

  • (#1) Janine sagte am 20.01.09 um 14:47 Uhr:

    Hehe, das is mal wahrlich interessant! =) Habe mich schon die ganzen Monate gefragt wie das alles so geht ;)

    Drück

  • (#2) pani sagte am 20.01.09 um 22:00 Uhr:

    Hi,

    das hört sich ja sehr aufregend an.
    Mich würde es dringend interessieren, wie ihr das genau mit der vodafone karte meint bzw. macht. Könnt ihr das nochmal genauer beschreiben?

    Lieben Gruß

  • (#3) zottelkristin sagte am 21.01.09 um 04:11 Uhr:

    Hey Nici, ich erkenne mich in euren Beschreibungen wieder..bin jetzt seit Weihnachten an der Ostkueste unterwegs und schleiche mich auch in Hostels rein :-)
    Ich hoffe, ich kriege mal wieder ne private mail von dir :-)

    Lg von der Kristin

  • (#4) Jesco & Alice sagte am 25.01.09 um 04:38 Uhr:

    Huhu....jetzt sind wir doch auch mal auf Eurer Seite gelandet und freuen uns jetzt schon auf die Sandflies bei den Nelson Lakes. Das ist unsere nächste Station. ujujuj (ja das Arbeiten verschieben wir doch noch)
    Also vielleicht bis bald und eine schöne Zeit noch ;)


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