...Büro der Organisation und setzten uns vor einen kleinen Computer. Dann zeigte uns eine der Mitarbeiterinnen hastig die einzelnen Folien einer Power Point Präsentation, die uns hauptsächlich sagte, was wir nicht tun sollen. Während der Prozedur lief epische taiwanesische Musik im Hintergrund, die einem das Gefühl gab, etwas ganz Großem beizuwohnen. Das war es dann aber nicht.
Wir bekamen noch T-Shirts. Es gab noch eine Größe. Wie immer die größte, die übrig geblieben war. Dann nahmen uns "Angel" und "Kelly" mit auf eine Sight Seeing Tour. Sight Seeing Tour heißt sie stellten sich mit uns vor die Skyline von Shanghai. Und da standen wir. Und standen. Einzige Information: "This one there is the biggest!" Unsere Antwort: "Oh, ja, now we see!" Wenn wir Fragen stellten, dann hieß es plötzlich: "Go, go, go, come!" oder "See, see, see, look!". Überhaupt waren die beiden ziemlich busy. Wir sprinteten also zwei Stunden durch Shanghai und hatten es dabei irgendwie geschafft um keine Information reicher zu werden. Im Gegenteil. Wir erklärten Angel & Kelly wo wir waren, wann wir aussteigen und wolang wir gehen mussten. Die meiste Zeit schauten sie verstört auf ein paar PC-Ausdrucke, die unglücklicherweise auch noch in eine Pfütze fielen. Ja, es regnete. Ein paar Tropfen. Aber wegen des "heavy rain" - die Chinesen kramen dann alle panisch ihre Regenschirme raus - mussten wir uns erst unterstellen und dann zum nächsten Umbrella-Laden stürmen.
Als wir die beiden Chinesinnen wegkomplimentiert hatten, nahm Caroline aus Holland die Führung in die Hand. Sie hatte Shanghai schon einmal besucht und war mit einem Reiseführer ausgerüstet. Sie scharte ihre sieben Küken um sich und riss wie eine professionelle Führerin die Hand in die Luft, damit ihr auch jeder folgte. Erst besuchten wir den "Bund". Eine Promenade, benannt nach einem alten persischen Wort für "Küste". Dort instruierten wir einen verwirrt-freundlichen Polizisten uns vor dem Fernsehturm zu fotografieren. Ihn und einen anderen Passanten. Aber beide schienen zu glauben, dass wir unsere Schuhe fotographiert haben wollten. Unsere Köpfe waren also noch so gerade auf dem Bild. Dafür sieht man dann den Gehsteig, auf dem wir liefen.
Dann besuchten wir noch den "People's Square". Aber keiner wusste wirklich was er war und was er bedeutete. Aber es interessierte auch keinen mehr. Stattdessen stürmten wir den nächsten Kiosk und holten uns kühle Drinks.
Während unseres selbst-organisierten Trips - die Chinese Girls waren wohl auch froh, uns los zu sein - hatten wir auch noch ein Restaurant besucht. Es gab wirklich alles. Skorpione. Schlange. Algen. - Aber das kenne ich ja jetzt. Neu waren für mich zum Beispiel die gebratenen Entenküken. Ich stand davor und fragte: "Wer isst sowas!" Caroline (Ich hatte ihren Namen erst falsch verstanden und jetzt sind wir dabei verblieben, dass ich sie COrAline nenne): "Well, me!"
Na, guten Appetit
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