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SaschaRiedels Blog

Endlich Südinsel: Picton und Nelson

08.11.2009 | Bilder30 | Kommentare0 | Neuseeland  - Wellington
So. Nun werde ich mal wieder schreiben. War in den letzten Tagen mit chillen und ausruhen beschäftigt. Ich hoffe ihr versteht das ^^. Sitze gerade auf der Veranda...

...des „Green Monkey“ in Nelson, Füße auf den Tisch gelegt und sonne mich. Nebenbei schreibe/träume ich von den letzten 3 Wochen…

Also wie gesagt ging es sehr früh auf die Fähre. Niklas hat uns begleitet. Ihn haben wir in der langen Autoschlage am Hafen rausgeschmissen, um ihn auf der Fähre wieder zutreffen. Wir mussten bestimmt noch eine halbe Stunde warten, ehe wir aufs Schiff durften. Somit schliefen wir noch ein bisschen. Währenddessen Niklas es sich auf dem Sonnendeck gemütlich machte, wurde uns ein Parkplatz zugewiesen.

Wir setzten uns, nachdem wir Niklas gefunden hatten und die Ausfahrt aus dem Hafen vom Sonnendeck beobachtet hatten, in die Lounge. Schauten das U-19 Finale zwischen Ghana und Brasilien und schliefen immer mal wieder ein. Boah waren wir müde…

Nach dem das Spiel vorüber war (mit Verlängerung und Elfmeterschießen), hatten wir auch den Hafen von Picton erreicht. Mit einem traumhaften Sonnenschein begrüßte uns die Südinsel.

Picton war ein kleines schönes Dorf, welches sich nur durch die Fährverbindung zwischen Nord- und Südinsel am Leben halten kann.

Wir hatten in der Sequoia Lodge eingecheckt. Es war ebenfalls klein und schön. Es gab freies Internet, draußen einen Whirlpool und zum Abend einen sehr leckeren Schokokuchen mit Vanilleeis. Das bemerkenswerteste war jedoch, dass wir zunächst die einzigen deutschen waren. Jedoch trudelten am Nachmittag noch welche ein^^.

An diesen Tag taten wir nicht mehr viel, außer uns die Stadt anzuschauen und das schöne Wetter zu genießen. Der zweite Tag stand wieder völlig im Zeichen des Minigolfspieles :D. Niklas gewann knapp, Erik war abgeschlagen. (ich hatte Niklas aufgrund der Steinwurfaktion in Napier gewinnen lassen ^^)

Am nächsten Tag (23.10.) sollte es dann nach Nelson gehen, wo wir endlich Arbeit finden wollten.
Hier checkten wir im „Green Monkey“ ein. Frei Internet, freie Fahrräder, leckerer Schoko-/ Zitronen-/ Orangen- oder Kokoskuchen, klein, sauber und mal wieder fast nur deutsche… Es waren noch 2 Kanadier (Bobby, Ryan) und später noch 3 Franzosen hier. Ab und zu schliefen paar „Nichtdeutsche“ für eine Nacht hier.

Am Abend machten wir dann auch mit dem Besitzer Steve Bekanntschaft. Eine totale Granate, nur am Mist labern…

Nachdem wir uns einige Zeit eingelebt haben, uns den anderen bekannt gemacht hatten, ging es am 25.10. zum „Center of New Zealand“. Das ist der geografische Mittelpunkt Neuseelands, welcher ganz zufällig auf einem Berg liegt. Diesen Berg haben wir (Niklas, Erik, der Schweizer Daniel) mit dem „topp“ Fahrrädern erklommen. Die Bremsen von Erik und Daniel funktionierten nicht ganz 100-prozentig ^^. War lustig als es dann bergab ging. Bergauf war nicht das Problem für uns. Es war so steil, dass wir schieben mussten. (Die Gänge der Fahrräder funzten aber auch nicht)

Oben, völlig erschöpft, konnten wir einen traumhaften Ausblick genießen. Man sah Nelson und dahinter das türkisblaue Meer. Ganz am Horizont konnte man den Abel Tasman Nationalpark erahnen, über welchem noch die Sonne schien.

Denn einen Tag später war das leider etwas anders:

Der Abel Tasman Nationalpark

Am 26.10. beschloss ich mit Niklas eine Kajaktour die Küste entlang des Abel Tasman zu machen. Da uns der Bus gegen viertel 7 abholte, mussten wir beide sehr früh aufstehen. Es war noch etwas dunkel, dennoch konnte man einen klaren Himmel erkennen. Super, dachten wir uns so… Nachdem wir noch andere Teilnehmer abholten fuhren wir ca. eine Stunde. Dann erreichten wir „Marahau“. Dort sollte unser Abenteuer starten…

Der Trip, den wir buchten bestand aus folgendem: Man wird mit dem Wassertaxi den Nationalpark gen Norden gefahren. An einem bestimmten Strand werden wir abgeladen und in die Kajaks gesteckt. Von da an wird in Richtung Süden gepaddelt, vorbei an Robbenkolonien und Koumerannistplätzen. Die Hälfte der Strecke, welche man mit dem Wassertaxi gefahren wurde, wird zurück gelegt. Von dort aus holt einen das Wassertaxi wieder ab und bringt dich nach Marahau.

http://seakayak.co.nz/Kayak_Trips/Trips_Overview/images/abel_tasman_national_park_map_big.jpg

… dass ihr auch wisst worüber ich gerade geredet habe

Wir waren in einer 6-er Gruppe. Ein amerikanisches Paar, ein schweizer Paar und das deutsche „dreamteam“ Weinhold-Riedel. Nach dem Gwyn (unser Guide) uns einiges erklärte und uns in unsere Schwimmwesten steckte, wurden wir von einem Kleinbus abgeholt.

Wir fuhren eine Minute zur Bootsanlegestelle. Es war gerade Ebbe, somit wurde das das Boot mit einem Traktor noch ca. 500m über den Sand ins Meer gezogen wurde.

Zu Beginn ging es erstmal südlich, zum „Split Apple Rock“. Dor sah man eine Gesteinsansammlung, welche eben wir ein gespaltener Apfel aussah. Diesen behauste jedoch ein Koumeranschwarm.

Anschließend ging es über das „Sandy Bay“ in das „Tonga Island Marine Reserve“, an den „Onetahuti Beach“. Oft soll man auch Delphine sehen, die dann mit dem Boot mitschwimmen, wir hatten jedoch kein Glück L. Wir hofften auf den Rückweg. Zwischendurch hielten wir an einigen Stränden an, um einige Wanderer abzuladen. Man kann nämlich auch den ganzen Abel Tasman wandern. Jedoch benötigt man für die gesamte Strecke 3-4 tage. Wir entschlossen uns jedoch dagegen, um gan nah an die Seehunde heranzukommen…

An dem „Onetahuti Beach“ wurden uns zunächst Trockenübungen und Notfallpläne von Gwyn näher gebracht. Dann ging es los. Wir verließen den traumhaften Strand…. Es sollte aber nicht der letzte sein…

Ziel war die größte Seehundkolonie des Abel Tasman, „Tonga Island“. Man kam immer näher und näher und allmählich konnte man vereinzelt einige Tiere sehen. Ganz versteckt und getarnt zwischen den Felsen. Als wir ganz an der Küste waren, ließ ich nur noch Niklas paddeln, um einige Fotos zu machen. Allmählich wurde auch das Wetter immer schlechter, sodass der Himmel bald von Wolken bedeckt war.

Nach dem wir vlt 30 Minuten an der Insel verweilten, paddelten wir in Richtung „Bark Bay“. Dort war dann eine Mittagspause angesagt. Gwyn hatte Sandwichs, Kuchen und Nudelsalat in seinem Kajak verstaut. Ausgerechnet als wir an dem noch schöneren Strand waren, fing es an leicht zu tröpfeln. Bitter L. Aber für solche Fälle hatte unser Guide eine Plane mit, welche wir überm Tisch aufspannten. Nach einer Stunde Auszeit, hieß es wieder paddeln. Gemächlich ruderten wir zur „Pinnacle Island“, wo wir auf die zweitgrößte Seehundkolonie trafen. Dort entdeckten wir beide einen Seehund, der voll gechillt im Wasser planschte und uns überhaupt nicht mitbekommen hatte. Somit konnte ich aus nächster Nähe Fotos schießen.

Allgemein sind diese Tiere extrem gechillt und nicht wirklich menschenscheu. Überall liegen die Kolosse herum und sonnen sich… obwohl nicht mal die Sonne schien^^. Und wenn sie sich mal bewegen, dann nur sehr langsam und träge.

Ziel unserer Paddelfahrt war der „Anchorage“ Strand. Einer von den über 700 Stranden (mehr oder weniger groß bzw klein….aber alle aus Sand) welche wir nicht alle passierten. Wir kamen jedoch an einem kleinem Ferienhäuschen vorbei, welches sage und schreibe 7 Mio $ wert ist. Es hat kein fließendes Wasser und ist nicht ans Stromnetz angeschlossen. Dafür hat es einen Pool, einen eigenen Sandstrand und den wohl schönsten Nationalpark NZ’s vor der Tür.

Vor dem „Anchorage-beach“ ruderten wir noch in das „Torrent Bay“ und glitten dem „Torrent River“ entgegen. Es war jedoch bereits wieder Ebbe und somit setzte man ab und zu auf dem Grund auf, wenn man nicht

aufpasste…

Es regnete übrigens immer noch und hörte auch nicht mehr auf… Somit kamen wir dann gegen halb 4 am Ziel unserer Kajakfahrt an, mussten jedoch völlig unterkühlt und unmotiviert noch eine dreiviertel Stunde auf unser Wassertaxi warten. Nur die Hoffnung einige Delphine zu sehen, „hielt uns am Leben“ ^^. Selbst Gwyn hatte keinen Bock mehr ^^.

Nachdem 5 Taxis nicht für uns bestimmt waren, nahm das 6. Wassertaxi uns mit nach „Marahau“. Wir sahen leider keine Delphine. Sollte einfach nicht sein. Gwyn hatte einen Tag zuvor noch reichliche Delphine gesehen… Skandal^^.

Als wir wieder an Land waren, genossen wir erst einmal ein warme Dusche, bis uns der Bus nach hause brachte. Völlig erschöpft sind wir am Abend angekommen und mussten recht viel Fragen beantworten.

Man muss aber sagen, dass trotz dem schlechten Wetter unser Abenteuer wunderschön war.

Der wolkenverhangene Wald des Parks sah auch nicht unbedingt schlecht aus.

Es wäre allerdings bei Sonnenschein viel besser gewesen, da man auch mal ins türkise Meer hüpfen hätte können. Habe es dennoch genossen. J

Hier noch einige Sonnenscheinbilder, welche ich leider nicht selbst schießen konnte:

http://www.hickerphoto.com/data/media/205/kayaking-abel-tasman_15495.jpg

http://cache.virtualtourist.com/3775868-Golden_sands_turquoise_blue_wa...

Am nächsten Tag taten wir es den Seehunden gleich. Es wurde einfach nur gechillt und gegrillt.

Wir entdeckten jedoch einen Fußballplatz, worauf wir fast jeden Tag kickten. Niklas, Erik, Vroni (Bayern München), Ludwig (Markneukirchen) und ich zeigten hitzig geführte Duelle :D

An zwei Tagen war ich dann einmal in der Stadt und suchte nach einem Job. Ich bin alle Supermärkte, Tankstellen, Burger King, McDonalds, Pizza Hut und Restaurants, welche ich gefunden habe, abgeklappert… Am Ende kam ich mit 15 Bewerbungsbögen ins „Green Monkey“ zurück. Bitter. Und bis heute hat sich noch nicht einer bei mir gemeldet …L

Die letzte Zeit chillen wir nur noch und genießen bei sommerlichen Temperaturen unser Leben. Ob Fußballspielen, Skat, im Internet surfen oder sich einfach an den Traumstrand legen und sonnen. Wir haben es zurzeit nicht schlecht.

Am Wochenende, wie z.B. an Haloween, wurde mit Bobby und uns deutschen ordentlich gefeiert. Wir hatten zwar keine Kostüme, jedoch bemalten wir uns mit Edding etwas seltsam an. Zumindest Erik sah nach etwas aus… nach einer wilden Katze ^^.

Wir haben noch bis Montag, den 9. November, im Green Monkey gebucht. Nun versuchen wir jetzt doch in Blenheim auf einer Weinplantage zu gehen, um dort mit Christian und Marie zu arbeiten. Wir hätten dies zwar auch schon vorher machen können, jedoch haben dies uns mehrere Leute abgeraten. Es soll Sklavenarbeit sein und die Besitzer in Blenheim sollen einen nur ausnutzen und verarschen… Nuja… mal sehen ob sie noch Leute brauchen. Nach diesen 2 Wochen wollen wir auf einer Kirschfarm bis Weihnachten arbeiten. Wir stehen mit dem Besitzer bereits in Kontakt. Das Kirschenpflücken sollte bereits eher losgehen, jetzt aber erst am 25.11., wegen des schlechten Wetters…???. Wenn alles nichts wird, machen wir nach „Kaikoura“, wo wir bereits einen sicheren Job in einem Hostel haben. Aber absagen kann man ja immer noch ;-) Der Betreiber möchte uns in einer Woche nochmals anrufen, ob wir auch wirklich kommen wollen…

So. Das war es von mir soweit. Werde mich jetzt einmal erheben, um mir mein Abendbrot zu kochen. Es gibt heute Fischstäbchen mit Kartoffelbrei… was es heut bereits zum Mittag gab. ^^

Cheers!

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