...Crocodile River Cruise. Wir schipperten den Fluss entlang und hielten Ausschau nach hungrigen Krokodilen^^ Und wir bekamen sogar welche zu Gesicht…zwar waren die etwas entfernt, aber das war vielleicht gar nicht so schlecht^^ Flussabwärts zeigte sich ein weiteres…der Ranger erzählte uns, dass es sich hierbei um ein 5m langes weibliches Krokodil handelt. Er riet uns, ruhig im Boot sitzen zu bleiben, weder auf zustehen noch sich aus dem Boot zu lehnen, denn mit diesem Krokodil ist nicht gut Kirschen essen…es passierte bereits zwei Mal, dass diese rauflustige Dame ein Boot angegriffen hatte…und wir wollten nicht die nächsten auf ihrer Liste sein^^ Glücklicherweise interessierte sie sich kein Stück für uns…puhhh, noch mal Glück gehabt!
Anschließend ging es weiter in Richtung Kakadu National Park. Dort holten wir uns als Erstes einige Informationen über den National Park im Information Centre. Kakadu National Park zählt zu den größten, einzigartigsten und schönsten National Parks in Australien…tausende von Besuchern kommen jährlich hierher, um sich einen Eindruck zu verschaffen.
Da der heutige Tag fast nur aus langen Fahrtstrecken bestand, verbrachten wir die meiste Zeit im Bus…mit schlafen, Musik hören, schlafen…
Erst zum Ende des Tages gab es noch zwei Programmpunkte: wir wanderten zu einem sehr bekannten Felsen namens Ubirr. Während der zweistündigen Wanderung hatten wir wieder einmal die Möglichkeit Aboriginal Art an den Felswänden bewundern zu können. Diese tausende von Jahren alten Malereien beeindrucken mich jedes Mal aufs Neue…man fühlt sich ein bisschen, als wäre man ein Teil davon. Das Interessante an solchen Felsenmalereien ist, dass jede entweder eine erdachte Geschichte erzählt oder zur Erziehung dient, d.h. am Ende der Geschichte soll eine Moral die Kinder auf das wahre Leben vorbereiten.
Kurz vorm Sonnenuntergang kletterten wir auf einen weiteren Hügel, von wo aus man das komplette Wetland überschauen konnte.
Da es schon langsam dunkel wurde, machten wir uns auf den Weg zu unserem Nachtlager. Auf dem Weg dahin passierten wir zahlreiche Buschbrände…beruhigender Weise kontrollierte Buschbrände. Es machte einem aber trotzdem etwas Angst…links und rechts von der Straße brannte es…und das waren nicht unbedingt kleine Brände. Die einzige Frage, die ich mir dabei immer wieder stelle: wie verhindern die Ranger, dass aus dem kontrollierten Brand ein unkontrollierter wird und sich immer mehr und mehr ausbreitet???
Hmmm…ich wusste, dass rings um unser Camp Brände sich ihren Weg schaffen…wie soll man denn da beruhigt schlafen?^^
Nachdem wir unser Camp erreicht hatten, machten wir als erstes Lagerfeuer…nicht das es zu kalt war, sondern um zu kochen. Heute hatten wir kein BBQ zur Verfügung, deswegen kochten wir über dem Feuer: es gab Reis mit Gemüse und irgendeiner asiatischen Soße, die wir lieber mal hätten weglassen sollen^^
Als hätten mir die Feuer nicht sowieso schon genug Angst für die heutige Nacht gemacht, kommt unser tour guide plötzlich mit einer Schlange in seiner Hand an…OH NEIN, bitte keine Schlange! Es handelte sich hierbei zwar um eine harmlose Art, aber als er meinte, dass er sie aus dem Baum geangelt hatte, der sich ca. 1,5m entfernt von meinem Swag befand, wurde mir doch etwas anders….SCHLANGEN und am besten im Baum neben oder über mir???? Das ist doch wohl nicht sein Ernst…ich hätte am liebsten im Bus geschlafen^^ Aber ich war mutig und krabbelte in meinen Schlafsack…meine Zähne klapperten…aber nicht weil es zu kalt war^^ Obwohl er sie in einem Baum weiter weg wieder hat gehen lassen, hatte ich doch so meine Befürchtungen, dass sich so ne Schlange nachtsüber vom Baum herunterschlängelt und die Wärme meines Schlafsacks mitnutzen will^^
3.Tag: Kakadu National Park
Heute standen die zwei wohl bekanntesten und größten Wasserfälle auf dem Plan, die der National Park zu bieten hatte: Jim Jims Falls und Twin Falls.
Zu dem erstgenannten wanderten wir in der brütenden Hitze hin…bestimmt 2Stunden lang. Danach hatten wir echt die Schnauze voll und wollten nur noch ins kalte Nass springen. Anfangs gings sausteil nach oben…man krabbelte schon fast auf allen Vieren, dann mal etwas gerade und dann wieder sausteil nach unten…ebenfalls auf allen Vieren^^ Warum laufen wir denn erst alles nach oben, wenn es dann eh wieder runter geht?^^ Die Abkühlung im Wasserfall hatten wir uns redlich verdient. Huhhh…das Wasser war komplett grün und man konnte den Boden nicht mehr sehen…woher weiß ich denn, dass keine Krokodile unter mir schwimmen?^^ Naja…Augen zu und durch…den Spaß darf man sich nicht entgehen lassen, nur weil vielleicht ein paar kleine Süßwasserkrokodile dir Gesellschaft leisten könnten…das ist übrigens nicht ausgeschlossen!^^
Dann gings den ganzen be*** Weg wieder zurück…und es war immer noch brütend heiß. Ich hatte keinen Hut dabei, deswegen hatten meine Schultern am Ende des Tages auch ihre Farbe von hautfarben zu rot gewechselt^^
Zu den Twinfalls brachte uns ein kleines Boot, zumindest bis 200m davor…den Rest musste man laufen. Sehr beeindruckender Wasserfall bestehend aus zwei Kleineren, die in einem See enden…in dem übrigens Baden wegen Krokodilen verboten ist!
Zurück am Bus war es mittlerweile schon 15.30Uhr und wir hatten noch eine vierstündige Fahrt zurück nach Darwin vor uns…also machten wir uns so langsam auf den Weg. Wir mussten Darwin möglichst vor 21.30Uhr erreichen, denn nur bis dahin ist die Küche geöffnet, in der wir ein kostenloses Abendbrot bekommen.
Einige unsere Gruppe genossen das freie Abendbrot mit uns, dann verabschiedeten wir uns voneinander und jeder ging zurück in sein Hostel, in dem er bereits vor der Tour gewohnt hatte.
Im großen und ganzen ist zu sagen, dass wir drei sehr schöne, erlebnisreiche Tage in zwei der bekanntesten und naturbezogen schönsten Naturparks Australien verbracht haben. Das Baden in solchen gigantischen Wasserfällen sollte man sich definitiv nicht entgehen lassen…es ist fun ohne Ende!!!
Das einzige Negative an der Tour war/ist der Preis, denn mit allen extra Kosten muss man insgesamt für diese Tour fast 400$ lassen…und das für drei Tage, die mehr aus Fahren als irgendetwas Anderes bestehen.
Dieser Eintrag wurde in der Kategorie 10 Monate Australien erstellt.
Blogeintrag gelesen von 336 Besuchern.