...ich mir so etwas natürlich nicht entgehen lassen. Ich war schon etwas aufgeregt, v.a. weil ich das zuvor noch nie gemacht hatte. Es ging eine 25m steile Wand nach unten…und das ganze zwei Mal hintereinander. Also dann: Helm auf und Gurt um die Hüfte schnallen lassen…auf geht’s oder besser gesagt ab nach unten geht’s^^ Uhhhh…als ich an dem Seil hing, überkam mich schon ein seltsames Gefühl…immerhin hing mein Körper im 90Grad Winkel zu der Wand und genau in dieser Position sollte ich mich die komplette Wand nach unten abseilen…na Prost Mahlzeit^^ Beim ersten Mal zitterten meine Hände und ich hatte verschwitzte Hände…aber ich kam heil unten an…war ja auch nicht anders von mir zu erwarten, oder?^^ Beim zweiten Mal konnte ich es dann richtig genießen, da man wusste wie man es am besten machen sollte, wann man springen und sich gleichzeitig mehrere Meter nach unten fallen lassen kann…es machte echt viel Spaß! Somit hatte ich eine Abenteuer mehr auf meiner Liste abgehakt^^
Gefolgt wurde der Spaß von einer kleinen Wanderung durch den Kalbarri National Park. Z Band und Natures Window gibt es in diesem National Park zu bestaunen.
Nachmittags, nach einer relativ langen Fahrt, erreichten wir den Shell Beach – ein Strand, der weder aus Sand noch aus Steinen besteht, sondern komplett nur aus Muscheln. Leider meinte das Wetter es nicht besonders gut mit uns…es regnete =(
Unser Hostel für heute Nacht hatte eine traumhafte Lage: direkt am Strand. Hätte es nicht geregnet, hätte man bestimmt einen sehr romantischen Sonnenuntergang beobachten können…aber na gut^^
Auch heute kochte unser Tourguide wieder für uns: es gab Pasta serviert mit Garlic Bread.
Das Allerbeste an diesem Hostel war das ungesicherte WLAN…genial, so konnte ich sogar ins Internet und war nicht für die 8tägige Tour komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Denn der Empfang mit Vodafone war nicht gerade berauschend^^
4.Tag
Heute sollte wohl der beste und aufregendste Tag der ganzen Tour werden, zumindest für mich. Denn es stand Monkey Mia mit seinen Delfinen auf dem Plan…juhuuuu, darauf hatte ich mich schon seit 9Monaten gefreut und heute endlich bin ich hier und sehe Delfine so nah, wie man es sich kaum vorstellen kann.
Glücklicherweise hatte übernacht auch der Regen aufgehört, die Sonne schien und blauer Himmel erhellte unsere Gesichter!
Das ganze läuft so ab: es gibt zwei Fütterungen, die Erste 8.45Uhr und die Zweite sobald die Delfine wieder zurückkommen und zeigen, dass sie immer noch Hunger haben. Wir hatten zum Glück so viel Zeit, dass wir uns beide anschauen konnten. Nach und nach trauten sich einige Delfine an den Strand und die Menschenmassen heran…anfangs waren es nur zwei Delfine. Naja…immerhin standen am Strand bestimmt an die 100/150Menschen…wer hätte da nicht Angst?^^ Die Delfine ließen sich aber von uns in keinster Weise stören…sie schwammen die ganze Zeit hin und her…als wollten sie sich präsentieren und uns zeigen, was sie so Alles können^^ Erst nach ca. 20Minuten setzte das eigentliche Füttern ein: die freiwilligen Helfer des Monkey Mia Resorts kamen mit Eimern in denen zwei Fische waren. Sie begaben sich ins Wasser und jeder Delfin suchte sich eine Person aus. Dann pickten sich die Helfer jeweils eine Person aus dem Publikum aus, die den Fisch an den Delfin verfüttern darf…ich wurde leider nicht rausgesucht, obwohl ich es soooooo gerne mal gemacht hätte =(
Mehr als die zwei Fische bekamen sie nicht, aus dem einfachen Grund, dass die Delfine ja auch weiterhin auf eigene Jagd gehen und nicht zu sehr verwöhnt werden sollen.
Man kann sich das gar nicht richtig vorstellen, wie nah die Delfine kommen…sie können fast deine Füße berühren. Wow…ich bin zwar schon mit wilden Delfinen im Meer geschwommen, aber das hier ist trotzdem noch einmal etwas ganz Anderes…ich könnte ewig die Delfine beobachten, ich kann von den niedlichen Tieren einfach nicht genug kriegen!
Nach der zweiten Fütterung waren sie dann aber auch genauso schnell verschwunden, wie sie anfangs erschienen waren…es war vorbei =(
Kurz nachdem wir den Strand verlassen hatten, fing es wieder an zu regnen…als hätte es das Wetter genau gewusst – perfect timing!
Sonst passierte heut nicht viel Aufregendes, der Tag bestand hauptsächlich aus fahren, fahren und noch mal fahren. Und bei dem sch*** Regen hatte sowieso keiner Lust sich aus dem Bus herauszutrauen.
Unser heutiges Nachtlager war eine Sheep Station mitten im Nirgendwo. Es gab ein kleines Häuschen mit ein paar Bänken, einem Tisch und einem Herd (sah aber schon aus wie mehrere hundert Jahre alt aus^^) – also unsere Küche. Ein Toilettenhäuschen, was man so wenig wie möglich benutzen wollte, ein Duschhäuschen, wo keiner einen Fuß hinein setzte (wir hatten alle den Tag zuvor geduscht und wollten dann morgen wieder unter die Dusche hüpfen^^) und 2-Bett-Zimmern. Naja…wenigstens die Betten waren recht gemütlich…obwohl sie nur aus einem Lattenrost und einer schon etwas durchgelegenen Matratze bestanden^^
Nach einem köstlichen Menü – Kartoffeln, Hühnchen, Mais und Erbsen – schmissen wir das Lagerfeuer an und wärmten uns drumherum auf. Bissl Angst einflößend war die ganze Umgebung aber schon, denn immerhin spielte in der Umgebung der Horror Film „Wolfs Creek“ – ein Horrorfilm, bei dem deutsche Backpacker verschleppt und der Reihe nach grausam ermordet werden. Ich hatte den Film zwar noch nicht gesehen, jedoch weiß jeder Backpacker worum es geht…nur so nebenbei: die einzelnen Geschichten sollen wirklich passiert sein, der Film beruht auf wahren Tatsachen!
Aber wir hatten trotzdem eine angenehme Nacht^^ Nach dem Frühstück packten wir alles wieder ins Auto und setzten unsere Reise fort…ich war trotzdem bissl erleichtert, als wir den gruseligen Platz verließen^^
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