...staunten wir nicht schlecht, als wir noch ca. 6000 Hausnummern auf ein und derselben Straße stadteinwärts fahren mussten, um zur Auberge Montreal Espace Confort – unser Hostel für diese Nacht - zu gelangen. Dort angekommen konnten wir sofort ein wiederum sehr sauberes und schönes Zimmer in absoluter Zentrumsnähe beziehen. Das Parken gestaltete sich nicht weiter schwierig, da ein großes Parkhaus in der Nähe war, das mit 12 $ außerdem auch noch recht günstig war.
Wie immer machten wir uns auf unsere erste Erkundungstour, die uns gleich in den „Vieux Port“ führte, den alten Hafen. Von da aus hatten wir einen guten Blick über den St. Lorenz Strom auf der einen Seite und auf die Skyline auf der anderen. Danach schlenderten wir weiter ein wenig durch die Altstadt, die es gegen die zuvor in Quebec gesehene Altstadt sehr schwer hatte. Da die Sonne langsam unterging, wollte Linda noch ein paar Nachtfotos von der Skyline machen und welcher Ort würde sich da besser eignen als der Mont Royal. Auf dem ersten Parkplatz angekommen, liefen uns überraschender Weise zwei Waschbären über den weg…Linda war begeistert. Und dabei blieb es nicht…denn einige Meter weiter runter, waren da bestimmt 15 Waschbären…ach, war das vielleicht toll. Als wir den Aussichtspunkt erreicht hatten, konnten wir einen ganz tollen Blick auf die nächtliche Skyline genießen, der bei immer noch fast 30° C umso angenehmer war.
Am Mittwoch checkten wir bereits früh wieder aus und gingen danach noch ins Geschäftsviertel mit den ganzen Wolkenkratzern. Dabei haben wir als erstes ein neues Ladeteil für den Camcorder gekauft, nachdem wir bereits schon in Quebec einen neuen Akku besorgt hatten, da beides den Geist aufgegeben hatte. Und der weitere Urlaub ohne Kamera war eigentlich nicht denkbar. Diese beiden Teile zu bekommen, war ein hartes Stück Arbeit gewesen.
Als nächstes besuchten wir die sehr hübsche Basilique de Notre Dame de Montreal. Diese war von innen sehr reich geschmückt und deswegen sehr sehenswert. Die nächste Station auf unserer Tour durch die Hochhäuser war die Cathedrale Marie-Reine-du-Monde. Diese stellt eine „kleine“ Kopie des Petersdoms dar.
Wir haben diese Kirchen nicht nur besucht, weil sie auf unserem Weg lagen, sondern weil diese alten Kirchen mit den sehr modernen Hochhäusern herum ein sehr besonderes Bild abgaben.
Nachdem wir unseren Rundgang beendet hatten, fuhren wir noch einmal auf den Mont Royal, um die Skyline bei Tag zu genießen. Diesmal trafen wir auf unserem Weg Eichhörnchen, die gefüttert wurden und so konnten auch wir ein paar besonders tierische Aufnahmen machen.
Als letzte Station in Montreal besuchten wir anschließend noch den Parc Olympique. Dort haben wir an einer Tour durch das Olympiastadion von 1976 teilgenommen, es war sehr schön. Vor dem Stadion stand eine Installation mit allen Flaggen von Goldmedaillengewinnern. Dabei wehte auch die Fahne der DDR, wir haben natürlich ein Foto gemacht.
Alles in allem war Montreal durchaus sehenswert, obwohl wir, die Skyline ausgenommen, von den anderen Städten auf unserem Weg schon mehr begeistert waren.
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