...standen bisher unter den Orten Caboolture, Noosa etc. immer 3 Namen. Wouter, Leo und ich. Naja, daran musste ich mich jetzt wohl gewoehnen.
Die beiden haben sich naemlich entschieden von Townsville nach Sydney zu fliegen, um dort nach Jobs zu suchen. Waren bisher erfolglos gewesen und vielleicht haetten sie dort Glueck. Doch fand in Townsville noch ein froehliches Wiedersehen mit den beiden statt und weiteren alten Bekannten!
Janine und Alicia kamen zufaellig genau an dem Abend von Magnetic Island zurueck, als ich ankam. Die beiden hatte ich bisher schon in Byron Bay, Rainbow Beach und Airlie Beach mehr oder weniger zufaellig getroffen. Somit hab ich sie mit Frank vom Terminal in Townsville abgeholt und wir sind zum Hostel gefahren. Sie hatten noch immer einen Schluessel eines 16-Bed-Dorms, in dem mit hoher Wahrscheinlichkeit noch Betten frei seien. So kam es also, dass ich jetzt schon 3 Naechte freie Unterkunft hatte. Schlafen gilt allerdings nur bis spaetestens halb 10, da man ja noch das Bett glatt ziehen moechte und sich vor der Reinigungsfachkraft „unsichtbar“ machen will. So umschreibt man also, wie man umsonst in einem Hostel unterkommt, hehe!
Am naechsten Tag hab ich die beiden dann zum Flughafen gebracht. Von dort gings nach Perth, Western Australia. Sie meinten, es waere fuer sie jetzt an der Zeit andere Teile Australiens zu sehen. Kam mir bekannt vor. Doch fiel ihnen dann ploetzlich auf, dass sie zwei Dinge dabei haben, die wohl nicht mit ins Flugzeug koennen: Ein Didgeridoo und die Haut einer Schlange. Die Haut haben sie von einem Arbeitgeber bekommen, bei dem sie 2 Wochen lang fuer Unterkunft und Essen gearbeitet haben. Auf dem Wintergartendach lag immer eine Python, die schon fast zur Familie gehoerte. Und eben diese Python hatte sich gehaeutet. Seitdem tragen die beiden Maedels einen Skin herum, die nun Teil meines Autos ist.
Schon wieder wird mein Auto voller, jetzt auch noch ein Didgeridoo und eine Schlangenhaut. Irgendwann muss ich damit aufhoeren, Reisesouvenirs zu sammeln, sonst bleibt kein Platz mehr fuer mich!
Dann kamen Leo und Wouter auch schon von Magnetic Island wieder und wir erzaehlten uns, was wir so in den knapp 2 Wochen, in denen wir uns nicht gesehen hatten, unternommen haben. War ein schoenes Wiedersehen!
Als ich schon dachte, dass ich viele Menschen der Vergangenheit getroffen hatte, hab ich auch noch 2 sehr nette Maedels wiedergesehen, Ellen und Katrin, die genau wie ich am gleichen Datum in Sydney gelandet sind und mit denen ich 2 Naechte im selben Zimmer war. Es war richtig klasse zu hoeren, wie sie die letzten 4 Monate verbracht haben. Sie haben sich anders als viele Neuankoemmlige entschieden und sind zu Beginn ihrer Reise in den Westen geflogen, haben diesen bereist und dort gearbeitet. Fuer die vielen hilfreichen Tipps habe ich mich dann erstmal bedankt, in dem ich die beiden in "mein" 16-Bed-Dorm geschleust und ihnen so freie Unterkunft verschafft habe. ;) „Eine Hand waescht die andere!“ – Vor allem unter Backpackern ein ueberaus gutes Motto!
Nach Tagen des Wiedersehens, folgte Donnerstag dann wieder ein Tag der Abschiede. Leo und Wouter brachte ich zum Flughafen und diesmal sagten wir wohl fuer einen laengeren Zeitraum als bisher „Auf Wiedersehen“, da sich unserer Plaene in Zukunft nicht mehr zu kreuzen scheinen. Anschliessend habe ich noch mit Ellen und Katrin am „The Strand“, der Promenade, gefruehstueckt und wir haben uns nochmal ueber unsere bisherigen Erlebnisse ausgetauscht und sie haben mir fantastische Bilder von der Westkueste gezeigt. Dann ging es fuer die beiden weiter nach Airlie Beach und ich machte mich nun wieder an meine Outback-Vorbereitungen.
Einen Tag zuvor habe ich schon Zettel fuer Mitfahrgelegenheiten an diverse Pinnwaende geheftet, auf denen ich nach Travelmates suche und als spaetesten Abreisetag Samstag, den 6. Dezember erwaehne. Bisher hat sich noch keiner gemeldet, also gehe ich davon aus, dass ich diese lange Strecke alleine geniessen werde.
Da es nun einige Tausend Kilometer sind, die vor mir liegen, hielt ich es fuer angemessen, ausreichend vorzusorgen. Zuerst kaufte ich mir einen weiteren Ersatzreifen, da man bei den weiten Distanzen bei keinem weiteren „Spare Tyre“ schonmal einige hundert Kilometer zurueck fahren muss. Denn der naechste Stop koennte weiter weg sein. Das wollte ich mir ersparen und bin in Zukunft bis zu meinem ersten Reifenplatzen mit 2 Spare Tyres unterwegs.
Als ich dem Reifenverkaeufer erzaehlte, wo ich denn hinwill (Broome), wurde mir noch einmal bewusst, dass es wirklich weit ist. Denn selbst wenn ein Australier, der 400km „down the road“ nennt, zu meiner Antwort „Broome? That’s a long way!“ kommentiert, hat das was zu bedeuten.
Da Leo in dem einen Tag, den wir uns gesehen hat, es auf ueberaus kreative Weise geschafft hat, meinen Hut und meinen Lonely Planet zu verlieren, musste ich mir zumindest meine Informationen von anderer Stelle besorgen.
Leo und Wouter hatten sich naemlich einen Spass erlaubt und Wouter hat sich mit meinem neuen Didgeridoo an den Strassenrand gesetzt. Leo legte davor einen Hut und aus irgendeinem Grund auch meinen Reisefuehrer (O-Ton: “Damit man auch sieht wo wir sind!“ ....Hm, Ah ha..). Naja, eine Stunde spaeter, als ich dann was im Lonely Planet nachschauen wollte, fiel mir auf, dass Leo vergessen hatte, beide Dinge wieder ins Auto zu legen...Grrrr...
So ging ich also zur Touristen-Information und erzaehlte dem „Volunteer“, dass ich eine lange Reise durchs Outback vorhabe. Etwa eine halbe stunde unterhielt ich mich mit dem sehr freundlichen Mann und er versorgte mich mit vielen nuetzlichen Karten und Informationen. Er hat mir fuer meine paar Tage, die ich hier in Townsville bin, sogar noch ein Telefonbuch in die Hand gedrueckt!
Heute habe ich dann die restlichen Besorgungen unternommen – Wasser und Nahrung. Pro Tag soll man pro Person etwa 5-10 Liter einrechnen, somit habe ich mich fuer die naechsten ca. 10 Tage mit 70 Liter eingedeckt und weiterhin 20 Dosen Spaghetti, Baked Beans und was das Dosenregal sonst noch an leckeren Angeboten zu bieten hatte!
Morgen geht es also los, die Reise durchs Outback bis nach Broome. 3.320 km, dann bin ich in dem Westen - „The Real Australia“! Ich bin gespannt, wie ich am Ende in Broome ankomme, ob ich zwischendurch ueberhaupt mal die Moeglichkeit zu einer Dusche finde und was ich fuer Erfahrungen in den naechsten Wochen machen werde. Ich halte euch so bald wie moeglich auf dem Laufenden!
Keep on rockin’,
Freddy Scholle
Wuenschei dir eine gute Reise und pass auf dich auf! Lieber Gruss.
Ein Logbuch?! Coool! ^^
Du wirst doch noch zum Halunken ;) *an das Bild auf der Brücke erinner* Nagut, aber kostenlos schlafen, is' ja nicht überfallen (;
Schick' doch die Reisesouveniers immer am Ende des Monats in einer großen Kiste nach Hause (;
Boah spannend, und kann gleich weiterlesen, das ist echt genial ^^ *freu
Hoffe, hattest Dosenöffner nicht vergessen!
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