...eine Wwoofing-Stelle zu suchen. „Wwoof“ bedeutet „Willing Workers On Organic Farms“ und heißt einfach dass man auf einer Farm ein paar Stunden am Tag mithilft und dafür umsonst dort wohnen und essen darf.
Als erstes sind wir über Tairua nach Whangamata gefahren und haben dort einen kurzen Zwischenstopp am Surfstrand gemacht. Das Wetter war heute mal wieder super und es waren ziemlich viele Surfer in den Wellen unterwegs. Die Stadt an sich hat uns allerdings nicht so überzeugt, also sind wir weitergefahren nach Waihi. Schon wieder so eine alte Goldgräberstadt :D In der Gegend von Waihi waren in unserem Wwoofing-Buch aber mehrere Farmen eingetragen, deswegen haben wir uns im Info-Büro einen Stadtplan geholt auf dem auch die unbesiedeltere Pampa außenrum mit drauf war und haben die Straßen gesucht, in denen solche Farmen sind. Bei der ersten Farm sind wir dann direkt weitergefahren, weil uns das Haus und alles schon beim ersten Anblick ein bisschen abgeschreckt hat^^ Also sind wir noch weiter in die Pampa zur nächsten Farm gefahren. Dort hat alles besser ausgeschaut und die Leute dort haben auch direkt zugesagt als wir gefragt haben ob wir dort helfen können. Erste Wwoofing-Stelle war leichter gefunden als gedacht :) Die Familie besteht aus 4 Leuten: Rob, Caroline (die Eltern), Lauren & Sam (zwei süße Kinder). Außerdem gibt es noch einen ganz lieben Hund (Luca), 3 Alpakas oder so (schaun aus wie Lamas, gespuckt ham sie zum Glück noch nicht^^), 2 Ziegen (eine wurde von Lauren „Twilight“ getauft xD ), eine Katze und Hühner.
Als erstes hat uns Rob dann unsere „Wohnung“ für die nächste Woche gezeigt :D Wir schlafen in einem uralten verrosteten Truck, auf dem hinten anstatt der Ladefläche so ein wohnmobilähnlicher Holzaufbau draufgezimmert ist. Und der steht auch noch mitten im Hühnergehege :D Suuuuper ;) Innen ist er aber ziemlich cool, zwar spartanisch eingerichtet und nicht so sauber, aber wir werdens überleben…hoffe ich…wenn uns die Hühner nicht fressen :D
Gleich nach unserer Ankunft „durften“ wir direkt schon mithelfen und haben erst mal einen Berg Schotter von einem Autoanhänger geschaufelt. Anschließend hab ich noch den Rasen gemäht (mit einem Rasenmäher, bei dem der Auffangkorb nach 2 mal hin- und herfahren schon voll war -.- ) und Sabrina musste Unkraut zupfen :D In der Hitze in der Sonne ganz schön anstrengend ;) Dazu gibt’s hier noch so scheiß kleine Fliegen (Sandflies) die einen beißen bis die Beine bluten^^ Nachdem wir das alles erledigt haben waren wir fertig und sind erst mal an den Fluss in der Nähe gelaufen und haben die Umgebung ein bisschen erkundet. Hier gibt’s sogar ein Swimming Hole, in dem man 100m am Stück schwimmen kann. Später gabs Abendessen (sehr lecker), danach mussten wir noch den Abwasch machen. Abends waren wir noch im Internet, das wir hier umsonst mit benutzen dürfen =)
Achja, Handyempfang gibt’s hier übrigens gar keinen. Es gibt nur eine Stelle an der man Empfang hat und das ist zum Glück die zweite Treppenstufe von der Leiter in unseren Truck :P Ansonsten muss man erst den Berg hochlaufen…
Den Abend vor unserer ersten Übernachtung im Hühnergehege-Truck haben wir mit Mücken- und Spinnenjagd verbracht (ich die Mücken, Sabrina die Spinnen :D )
Die erste Nacht draußen war einigermaßen in Ordnung…ich war zwar bestimmt 5 mal wach weil die Matratze nicht so bequem ist, oder mein Handy geklingelt hat (Danke Schatz^^) oder Sabrina aufs Klo musste, aber es ging. Um 8 Uhr hieß es heute morgen antreten :D Rob hat uns gezeigt was wir alles machen sollen weil er dann in die Stadt gefahren ist und Caroline im Supermarkt arbeitet. Als erstes sollten wir einen großen Haufen Erde so neben der Terrasse aufschütten, dass man dort Rasen ansäen kann….nach Robs Meinung eine Arbeit von einer halben Stunde^^ (bisschen anstrengender wars dann doch = 1 Std. ;) aber er war sehr zufrieden mit uns :P Danach haben wir angefangen an einem Hang das komplette Unkraut zu entfernen. Blöd nur dass dort überall Gewächse mit Dornen dabei sind -.- (aber ist ja auch nur eine „Lückenfüll-Arbeit“ falls wir mal nix zu tun haben xD). Die größte Scheißarbeit war heute allerdings an den Avocado-Bäumen. Erst mussten wir die Bäume außenrum komplett mit Zeitungen auslegen und danach Rindenmulch draufstreuen. Um die Zeitungen an die richtige Stelle zu bringen musste man allerdings erst mal komplett unter die Bäume krabbeln, sodass einen überall die blöden Sandflies gebissen haben (Danke noch mal an Kathrin & Gerd für das Gegenmittel :D Ohne das wäre ich heute wahrscheinlich gestorben^^). Anschließend haben wir dann den Mulch anhängerweise den Berg hochgefahren/ -gezogen und mit Schaufeln auf die Zeitungen um die Bäume verteilt. Klingt ziemlich leicht, war aber bei der Hitze extremst anstrengend. Um 14 Uhr waren wir dann fertig und hatten den restlichen Tag zur freien Verfügung. Nach so viel Anstrengung haben wir natürlich gleich unsere Sachen gepackt und sind nach Waihi Beach an den Strand gefahren und haben den Rest vom Tag dort gechillt :))
Morgen werden wir dann mit Rob und Caroline in die Stadt fahren und dort einen Shop streichen...ich bin gespannt! :)
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