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TingelTangelTaschs Blog

Ueber Stock und Stein

27.01.2012 | Bilder26 | Kommentare0 | Nepal 
Nagelbettentzuendung, Socken die an Blasen kleben, Muskelkater, Rueckenschmerzen und eine Winternase sind unter anderem die Spuren der vergangenen 10 Tage.

Waere es nur das, wuerde es sich wohl kaum lohnen einen Bericht ueber meine Wanderung zu schreiben. Diese Dinge sind jedoch nur kurzlebig und die Erfahrungen und Eindruecke dieser Zeit fuer eine Ewikeit oder zumindest mein Leben lang.

Isgesammt sind wir ( mein Guide und ich) 7 Tage zu Fuss unterwegs gewesen. Es ging von Syabrubesi in 1470m Hoehe bis zum Gipfel des Tsergo Ri, also auf eine Hohe von 4984m und dann wieder runter nach Dunche. Der Pfad durch die wunderschoene Berglandschaft des Himalayagebirges fuerte gefuehlt durch ein anderes Jahrhundert. Die einzigen Staus die es gibt verursachen Transportesel, Vieherden und ein paar Wanderen die sich den steinigen Weg entlang kaempfen. Die Doerfer bestehen aus schlichten, alten Steingebaeuden, die Wasserversogungen sind haupsaechlich umgeleitete Baeche und gekocht wird auf dem Holzofen. Die Familienmitglieder schlafen alle gemeinsam um die Feuerstelle gekuschelt und tragen ihre traditionelle Bekleidung. Als verwoehnter Westler koennte man die Hinweise der Neuzeit fast uebersehen, so klein sind sie. Auf mich als Besucherin wirkte alles romantisch und entspannend, wovon im taeglichen Leben natuerlich nicht viel bleibt und die harte Arbeit im Vodergrund steht.

Die Familien ware trotzdem immer sehr Gastfreundlich und nach den anstrengenden Tageswanderungen durch die Kaelte, habe ich mich immer auf einen heissen Tee am Feuer gefreut.

Die Kroenung der Tour war die Besteigung des Tsergo Ri, diese stellte alle vorangegangenen Anstrengungen weit in den Schatten. Es dauerte 4 1/2h bis zum Gipfel, ich dachte die ganze Zeit ich schaffe das nicht, eher sterbe ich. Zum Glueck war mein Guide dabei, der mich immer weiter anstachelte. Das Gefuehl beim erreichen des Gipfels ist unbeschreiblich schoen gewesen, haette ich doch nie gadacht solche Anforderungen beweltigen zu koennen. Da wird einem erst bewusst, was hinter der Aussage: ..den Berg bezwungen zu haben... steckt. Die tolle Aussicht war dabei nur Nebensache.

Leider kan ich euch das Gefuehl nur beschreiben, aber die Herrlichkeit der Natur kann ich euch wie immer mit ein paar Fotos naeher bringen.

Liebe Gruesse

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