...zweitgroessten Wasserfaelle der Welt zu bewundern. Genauer sind dort - im Dreilaendereck von Brasilien, Argentinien und Paraguay - 20 groessere und 255 kleinere Wasserfalle zu sehen, ueber die zwischen 1500 und 7000 m3 pro Sekunde fliessen. Da alle gesagt haben, die sollte man auf jeden Fall gesehen haben, wenn man schon mal in Argentinien ist, wollt ich da jetzt auch hin.
Am Ausflugsschalter hat erst auch alles gut geklappt - relativ billiger Bus, guter Platz im Bus. Doch dann funktionierte der Drucker nicht, und die Dame konnte mir mein Ticket nicht ausdrucken. Ich musste also selbst zum Busterminal laufen und meine Tickets dort kaufen. Zuerst bin ich noch zu einem anderen Hostel gegangen und hab dort nachgefragt, aber das Busunternehmen, das sie mir anboten, hatte keinen guten Plaetze mehr frei. Ich bin dann also selbst zum Busbahnhof gelaufen. Zuerst durch den Plaza San Martin, dann musste ich noch etwas Suchen und dann hab ich ihn gefunden. Recht gross das ganze, viele Leute und ungefaehr 70 Schalter an denen man Tickets ueberallhin kaufen kann. Da das vom Hostel empfohlene Busunternehmen auch keinen guten Plaetze mehr frei hatte, bin ich dann bei Expresso Singer gelandet. Der Preis war der gleich wie beim anderen Unternehmen und ich konnte einen Platz oben in der ersten Reihe reservieren - es sind so Reisebusse mit zwei Etagen. Die Reise ging um 1830 Uhr los. Bis dahin musste ich mir noch eine kleinere Reisetasche bzw. Rucksack kaufen, da ich fuer einen Trip mit nur zwei Uebernachtungen nicht meinen grossen Rucksack mitnehmen wollte. Bin also durch die ganzen Geschaefte mit der Absicht mir einen hier recht billige Ledertasche zu kaufen. Nach laengerem hin und her hab ich mich dann aber doch fuer eine billige Stoffumhaengetasche entschieden. Dann also wieder mit leichtem Gepaeck zum Terminal und in den Bus. Neben mir ein kleiner Argentinier, vielleicht 24 Jahre alt. Da er kaum Englisch sprach und mein Spanisch auch alles andere als toll ist, war es ein recht kurzes Gespraech. Der Platz war ganz in Ordnung, da erste Reihe konnte ich meine Fuesse auf die Armaturen am Fenster legen. Zwar nur angewinkelt, aber immerhin. Die Nacht ueber hat der Bus immerwieder angehalten, Leute sind zu- bzw. ausgestiegen, aber es hat keinen richtigen Stop mit Aufenthalt gegeben. Es gab auch etwas zu essen, aber nur zwei Empanadas, also nicht viel. Nach einer recht unruhigen Nacht, in der ich vielleicht nur von Drei bis Halbfuenf etwas geschlafen habe, mussten wir irgendwann am Dienstagvormittag wegen Strassenarbeiten einen Umweg durch den Wald machen. Es ging also mit dem grossen Reisebus auf Feldwegen in den Wald. An einer kleinen Kreuzung standen dann schon andere Busse und Lkws und Autos. Es hat schon etwas gedauert bis sich das alles wieder aufgeloest hat und es weiterging. Gegen Mittag mussten wir dann nochmal laenger halten, ich weiss aber nicht genau warum, vielleicht ein Unfall oder so. Auf jeden Fall sind wir dann nicht wie geplant um 1245 Uhr in Puerto Iguazu angekommen, sondern erst gegen 15 Uhr - also nach ungefaehr 20 Std. Busfahrt. Ich hab dann noch Wasser gekauft und geduscht, um die Wasserfaelle anzuschauen war es schon zu spaet.
Bei mir auf dem Zimmer ist noch ein Australier. Er macht eine sechswoechige Suedamerikareise. Da er ziemlich viel anschauen will, wird er nie laenger als zwei Tage an einem Ort sein. Er wird morgen nach El Calafate fahren und dort die Gletscher anschauen. Heute hat er sich die argentinische Seite der Wasserfaelle angesehen und war recht begeistert. Er ist Anwalt, etwa 30 Jahre alt, Veganer und kommt aus Adelaid.
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