...Anbieter haben auch fest installierte Bruecken in Hoehe der Baumkronen, man kann also dort entlanglaufen und die Voegel so angeblich besser beobachten. Es gibt aber auch folgende Variante= zwischen Baumwipfel und ueber Schluchten werden Drahtseile gespannt, man wird dort immer von einem Fuehrer eingeklinkt und saust dann ans andere Ende, wo auch wieder ein Fuehrer wartet. Genau das hab ich am Montag gemacht. Aus dem Hostel waren auch noch vier Finnen mit dabei. Wir wurden also um 0730 wieder am Hostel abgeholt und wieder in den Wald gebracht. Dort bekam jeder eine Bergsteigermontour angelegt - mit Sitzgurt und so - , dann gabs noch eine kleine Einweisung - die Hand waehrend der Fahrt nie VOR die Rolle - und dann gings auch schon los. Extremo hat 14 Drahtseile, das laengst ist 750 m lang, und das hoechste Seil verlaeuft 150 m ueber dem Boden. Gebremst wird mit der Hand. Gluecklicherweise gabs dafuer aber Handschuhe mit dicker Lederauflage.
Einige der Seile waren wirklich schnell, so konnte ich einmal nicht mehr genug abbremsen, aber zum Glueck gabs da noch ein Bremssystem am Seil, das mich noch vor dem Baum abgefangen hat. Und andere Seile sind wirklich lang. Weil auch wieder ueberall dichter Nebel war, konnte man manchmal nicht sehen wo das Seil endet. Man rauschte also mehr oder weniger ins Nichts, was aber schon recht witzig war. Extremo wirbt besonders mit ihrem Superman. Das ist das letzte und laengste Seil. Allerdings mit dem Unterschied, dass man dort nicht im Sitzgurt runterrutscht sondern man wird an einem Rueckengeschirr und an den Beinen aufgehaengt und rutscht dann mit Bauch und Gesicht nach unten zum Ende des Seils. Das war schon etwas aufregend, besonders weil man immer denkt, der Brustgurt koennte jeden Moment aufgehen und dann gehts abwaerts. Der eigentliche Hoehepunkt, und von dem wusste ich gar nix bis es so weit war, ist der Tarzan Swing. Ich hatte schon mal im Fernsehen einen Bericht darueber gesehen. Darin hatte sich ein Junge die Huefte an einem Baum zerschmettert. Deshalb war ich zunaechst etwas skeptisch und hab den anderen den Vortritt gelassen. Man steht also auf einer Plattform, wird in ein etwa 25 m langes Seil eingeklinkt , welches weit oben in der Krone eines Baumes befestigt ist, dann schubst einen der Fuehrer von der Plattform und man schwingt hin und her. Hoert sich jetzt vielleicht gar nicht so wild an, aber das Seil ist halt doch recht lang und die Plattform recht hoch. Ich hab dann den anderen erst mal den Vortritt gelassen und weil keiner gegen den Baum geknallt ist, hab ichs dann auch gemacht. Der Fuehrer sagt noch, da schau der Affe da im Baum, dann schubst er einen und man faellt etwas bis das Seil spannt und dann schwingt man ganz schoen weit aus. Und wir haben tatsaechlich einen Bruellaffen gesehen. Recht gross war der sogar.
Am Abend hab ich dann noch versucht Guacamole zu machen. Sie war in Ordnung, aber nicht so gut wie die der Amis im Hostel in Heredia.
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