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cgewiss' Blog

Freizeit mitten im Nirgendwo

25.04.2010 | Bilder19 | Kommentare2 | Kanada 
Was macht man mitten im Nirgendwo so ohne Fernseher, Kino, Theater und ähnlichem? Man macht ausgedehnte Schneemobiltrips, campt auf einer kleinen insel weit ab von...

...der Lodge, fährt Langlauf, nutz Schneeschuhe, geht klettern oder verfolgt Tierspuren in der Hoffnung auf einen Elch zu treffen.

Meine freien Tage auf der Lodge waren die besten überhaupt.

Einmal gingen Lisa und ich eisfischen. Zum Glück haben wir aber keinen Fisch gefangen, was wahrscheinlich an der Lautstärke unserer angeregeten Unterhaltung lag.

Ein anderes Mal nutzen wir unseren freien Tag um Langlauf fahren zu gehen. Ich konnte nicht auf hören zu lachen, als Aaron began sich frustiert nur noch mit Armeskraft voranzuschieben. Obwohl es, auf Grund des sehr weichen Schnees an diesem Tag, unglaublich anstrengend war, war es ein tolles Erlebnis.

Eines weiteren freien Tages beschlossen Aaron, Lisa und ich nachts campen zu gehen. Wir beluden die Schneemobile mit unseren Schlafsäcken und Proviant und fuhren zu einer abgelegenen Insel, wo ein Zelt mit einem Schukarton großem Ofen steht.

Für mich war es eine der schönsten Outdoor-Erfahrungen in Kanada. Abends entzündeten wir ein großes Lagerfeuer und warten auf die Nordlichter. Die Zeit vertrieben wir uns mit Kartenspielen.

Der kleine Ofen entpuppte sich als ein kleines hinterhältiges Biest, als wir um drei Uhr morgens nach traumhaften Nordlichtern im Zelt schlafen wollten. Unsere Geduld war nur kurz und so nutzen wir Diesel um das Feuer zum brennen zu bringen. Normalerweise klappt das sehr gut. Dieser Ofen besaß jedoch ein großes Leck und so tropfte brennender Diesel in die Dieselpfütze, die sich unter dem Ofen gebildet hatte. Panik brach aus und wir versuchten Schadensbegrenzung zu betreiben. Zum Glück ging es glimpflich aus und es wurde schließlich mollig warm in unserem Zelt, so dass wir auf unseren Schlafsäcken schliefen, bis es kühler wurde.

Am nächsten Tag erkundeten wir die Gegend und erklommen einen hohen Hügel in einem nahe gelegenem Wald. Dort legten wir uns auf einen großen Felsen und genoßen die warme Frühlingssonne. Wir entdeckten einen Weißkopfseeadler in der Ferne; ein sicheres Zeichen, dass nun endlich der Frühling angebrochen war und sich bald die ersten Bären zeigen würden.

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Kommentare (2)

  • (#1) Amelie sagte am 26.04.10 um 22:45 Uhr:

    Hey, hab mal ne frage: arbeitest du da auch als wwoofer oder bekommst du geld dafür?

  • (#2) cgewiss sagte am 27.04.10 um 08:55 Uhr:

    Ich habe dort "gewwooft" aber 300 $ Tip bekommen! War super! so konnte ich für meinen Rückflug zahlen


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