...der blauen Lagune stand und ich muss sagen, unser \"Hausstrand\" (ca 15min Bootsfahrt entfernt) ist schöner. Der Strand an sich ist eigentlich wunderschön (wie alle hier) aber voll mit TOuristen und Booten. Da dieser Strand ja nun doch ein bissl bekannter ist, ankert hier jedes Segelboot, was Fiji besuchen kommt, für ein paar Tage. Außerdem kommt alle paar Tage ein riesen Kreuzfahrtschiff und läd Touristen ab, die dann in dem sauteurem Hotel für ein paar Tage bleiben. Das einzig richtig gute ist, dass man nur ein paar Meter schwimmen muss und dann direkt das Riff beginnt, also super zum schnorcheln! Hier gibt es Unmengen von Fischen und manche kommen sogar bis direkt an die Taucherbrille ran und lassen sich anfassen. Die Seesterne sind riesengroß, manche haben über einen halben Meter Durchmesser und ich hab ganz viele Nemos gesehen :o) Fazit: Wenn ihr mal nach Fiji kommt lohnt sich der \"Blue Lagoon\" Strand nur zum Schnorcheln. Weiße Sandstrände mit glasklarem Wasser gibt es überall in Fiji, besonders in der Yasawa Inselgruppe, und die sind dann auch nicht so voll mit Touristen.
Außerdem waren wir auch an dem mysteriösesten Ort in Fiji, den Sawa-I-Lau Höhlen. Für die Eingeborenen sind diese Höhlen der sagenumwobenste Ort in Fiji. Zum Beispiel kann man der Sage nach eine der Höhlen nicht betreten, wenn man schwanger ist. (keine Angst Mama, ich bin ohne Probleme reingekommen *hihi*) Die Fahrt zu den Höhlen dauert ca 2 Stunden und führt vorbei an wunderschönen kleinen Inseln mit verlassen Sandstränden und wie überall in Fiji ist das Wasser kristallklar sodass man noch bei über 4Metern Wassertiefe den Grund sehen kann und somit hunderte von Stachelrochen sieht. Die Insel mit der Höle ist eigentlich eine riesengroße Steininsel, die man schon von weitem als etwas besonderes erkennt. Bevor man die Höhlen betreten darf muss man erstmal auf die Nachbarinsel und der Familie, der die Insel gehört ein bissl Geld geben, Eintritt sozusagen. Aber man nennt das hier in Fiji Sevusevu. Sevusevu bringt man immer mit, wenn man zu einem Fiji nach Hause geht oder zB die Höhlen betritt. Sevusevu ist im Normalfall Kava, aber bei den Höhlen ist es ausnahmsweise mal Geld.
In die erste Höhle kann man ohne Probleme reinschwimmen, wenn man dann aber in die \"Speaking Cave\" will, muss man durch ein winziges Loch Unterwasser tauchen...ist schon ein bissl gruselig, da die zweite Höhle stockdunkel ist, zumindest wenn man auftaucht die ersten paar Sekunden, denn es gibt eine winzige Öffnung in die Tageslicht reinkommt. In die \"Schwangerschaftshöhle\" kann man reinlaufen, man muss sich aber durch einen winzigen Felsspalt zwängen...und ich glaub daher kommt auch die Sage, denn alle, die ein bissl dicker sind, werden Probleme haben, die Höhle zu betreten.
An unseren letzten Tagen waren wir auch endlich mal in der Schule...auf unserer Insel ist nur eine Primary School. Dort sind Kinder von der 1.-8.Klasse. Die Schule ist super, jede Klasse hat ein eigenes Haus in denen der Klassenraum ist. Jeder Klassenraum hat einen superschönen Blick aufs Meer, da macht lernen doch Spaß. Die kinder kommen aus den zwei Dörfern von unserer Insel und von der nächsten Nachbarinsel. Dass heißt manche fahren jeden morgen mit dem Boot, manche laufen zu Schule und manche kommen Montag morgen und werden Freitag Mittag wieder mit dem Boot abgeholt. Die Kids schlafen dann in einem Internat, in dem die größeren auf die kleineren aufpassen, und das funktioniert scheinbar...
Der Direktor hat uns netterweise durch alle Klassen gefürht und uns alles erklärt. Die Kids in Fiji tragen zwar Schuluniform, aber Schuhe sind nicht erforderlich. Fiji halt ;o) Besonders schön war, dass die erste Klasse für uns einige Lieder gesungen hat. Die Kids beginnen schon in der ersten Klasse mit englisch. Alle Fächer werden in Englisch unterrrichtet sodass die ab der zweiten, dritten Klasse schon relativ gut englisch reden. Im Prinzip haben sie die gleichen Fächer wie bei uns...Mathe, Englisch, ganz wichtig hier: Religion, Naturwissenschaften und ein Fach in dem sie die fijianischen Traditionen und Geschichte lernen. Wir hatten auch Süßigkeiten dabei, die haben wir aber dem Direktor gegeben, da die Kids nicht weiter gelernt hätten, hätten wir denen die SÜßigkeiten direkt gegeben. Wenn man eine Dorfschule auf den Inseln besucht sollte man auch immer eine kleine Spende mitbringen. Wir haben dem Direktor 10$ gegeben und er hat uns auch erklärt, für was gesammelt wird. Das größte Problem auf den kleinen Inseln weit weg von der Hauptinsel ist, dass die Kids keine Ahnung haben, was man alles werden kann. Es gibt in den Klassen nur 5 Berufswünsche, wenn man die kleinen fragt. Das sind dann genau die Berufe, die sie von den kleinen Inseln kennen: Fischer, Bootskapitän, Krankenschwester, Lehrer und Arbeiten in einem Hotel. Daher spart die Schule um am Ende des Jahres einen Ausflug auf die Hauptinsel zu machen, um dann die Zuckerfabrik anzuschauen, an den Flughafen zu gehen (die Kinder von der Insel haben noch nie eine Rolltreppe gesehen und freuen sich darauf am meisten), in die Hauptstadt zu gehen um die verschiedenen Geschäfte zu sehen und einfach den Kindern eine Idee geben, was man noch so werden kann, damit dann auch manche studieren und zB Ingenieur werden. Ich finde das ist ne gute Sache und dafür gibt man dann doch auch mal gerne ein paar Dollar.
Außerdem hatten wir auch eine Abschiedsparty (wir sind jetzt wieder auf der Hauptinsel und leben dort bei einem Freund) natürlich mit vieeeeel Kava!
So, dass war´s erstmal für heute, beim nächsten Mal erzähl ich euch dann, wie man so mit 7 fijianischen, rugbyspielenden Jungs in einem Haus zusammenlebt...
Viele liebe Grüße an alle zu Hause, genießt den Sommer!!!
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