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gordons Blog

lauftrainig

22.05.2011 | Bilder30 | Kommentare0 | Neuseeland  - Haast
...eine nacht und 20 km weiter waren wir schon am nächsten gletscher – fox glacier . dieser ist zwar grösser aber nich unbedingt schöner....

...nachdem wir ein wenig schabernack mit dem doc-aufsteller betrieben haben, gings wieder an ein, zwei walks.

wir sind eine stunde zu einem knapp 400m hohen lookout gestiefelt. von dort hatten wir eine unglaubliche aussicht. leider hat das wetter an diesem tag nicht so recht mitspielen wollen. also schnell wieder auf nen holiday park und vorbereitungen für die nächsten zwei tage treffen.

der copland track: ein recht anspruchsvoller walk, der tief ins valley [vorhof] des mount cook und drüber führt. laut unzähligen leuten ein eher ruhiger track den wohl nur die einheimischen so richtig kennen. pustekuchen. der carpark, welcher gleichzeitig der start des tracks ist, quoll beinah über.

2 gruppen a acht mann machten sich kurz darauf auf den weg. wir hinterher. nach 50 metern die erste hürde ein grosser fluss. die anfängliche hoffnung doch noch irgendwo eine stelle zu finden um ihn trocken zu überqueren, schwand recht schnell. also schuhe aus und durchs eiskalte wasser.

kurz nachdem man sich die schuhe wieder zugebunden hatte, kamen auch schon die nächsten flussüberquerungen. diese und auch die unzähligen nächsten male konnten aber durch leichtes balancieren auf herausstehenden steinen gemeistert werden.

vor allem aber war der track recht abwechslungsreich. es ging mal durch tiefen regenwald, an felsklippen vorbei wo der weg von goldstaub/blattgold nur so funkelte, an türkiesen flüssen vorbei und über unzählige brücken bzw. auch zwei grosse swing bridges.

insgesamt war der track wie bereits gesagt wirklich herausfordernd und hat einem auf seinen 19km [one way] echt alles abverlangt. so schön die ecken auch zwischendurch gewesen sind, die strapazen und die teils wahnsinnig schlammigen stellen bei denen man bis zum knie eingesunken ist, sind gründe für mich den track nicht unbedingt wieder zu laufen.

zur belohnung gabs aber nach den 19km natürliche hot pools. und die waren wirklich heiß. man konnte sich teilweise nicht entscheiden. draussen kalt, drinnen heiß. wir sind dann immer halb aufgestanden. so war dann der oberkörper im kalten und der rest im warmen. das war dann recht angenehm.

toll war auch der sternenhimmel. wenn man nach so einem tag sich von schwarzen bergen umringt in heissen quellen und den himmel anstarrend wiederfindet, weiss man warum man sich sowas antut. übernachtet haben wir in einer voll ausgebuchten hütte.

31 betten und keines blieb ungenutzt. einfach zu viele menschen. das war echt schade. dadurch war einfach zu viel trubel in der kleinen hütte. vor allem aber wenn 31 mann in einem zimmer schlafen. wir hatten mindestens drei schnarcher.

mich hat das aber nich so gestört. ich war so fertig vom walk, dass ich tief und fest bis zum nächsten morgen geschlummert hab. geweckt wurde ich von peter um kurz vor 8 uhr. ich glaub ich war schon lange nicht mehr so ausgeruht.

mit voller energie gings dann nachm frühstück wieder richtung carpark und ner heissen dusche entgegen. noch schnell musik aufs ohr und schon gings los. der rückweg war bei weitem besser. besseres wetter, man kannte die schlammlöcher und es ging leicht bergab.

so kam es, dass wir nur knapp 6 stunden anstatt wie am vortag 7 stunden gebraucht haben. noch zeit genug sich richtung süden auf einen campground zu machen. knapp 120 km später standen wir in haast und suchten nach nem übernachtungsmöglichkeit.

nachdem die erste zu teuer war gings nochmal ein stück weiter richtung süden nach okahu, wo wir aufgrund des betrunkenen/bekifften besitzers und durch unsere geschickte verhandlungstaktik [stilles anstarren/überlegen] anstatt 20$ nur 10$ bezahlt haben. die warme dusche war echt ein segen...

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